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Nachhaltig bauen für die Umwelt

Mit dem «Klimapaket Bundesverwaltung» wurden die Departemente am 3. Juli 2019 vom Bundesrat beauftragt, die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch zu senken, um eine klimaneutrale Verwaltung anzustreben. Das Ziel der Chefin VBS ist klar: Das VBS soll in Sachen Energieeffizienz und Umweltschutz zu einem Departement mit Vorbildfunktion werden. Die Gruppe Verteidigung leistet ihren Beitrag entweder durch nachhaltige Neubauten oder energetische Sanierungen bestehender Immobilien.

04.10.2021 | Kommunikation BUNV, Susan Hofer

Gesamtsicht der Dachflächen mit Solaranlagen.
Gesamtsicht der Dachflächen mit Solaranlagen. ©VBS/DDPS, BUNV

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Verteidigung nicht neu. Seit 2001 wurden bereits 28% der CO2-Emissionen eingespart. Bis zum gesetzten Ziel einer Reduktion um 40% bis 2030 verbleiben noch weitere 12%. Die Verkleinerung der Armee durch zwei Reformen sowie die damit verbundene Reduktion von Armeematerial sind wesentliche Ursachen. Ein weiterer wichtiger Grund ist auf ein Umdenken im Immobilienbereich zurückzuführen: 2008 erhielt in Frauenfeld zum ersten Mal ein Gebäude der Armee die Zertifizierung nach dem Minergie-Standard.

Umweltbewusstes Bauen

Das mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) definierte Stationierungskonzept forderte eine hohe Verdichtung sowie Optimierung der Immobilien in der Verteidigung. Damit wurde der Fokus auf nachhaltiges und energiesparendes Bauen und Sanieren gelegt. Bei Neubauten oder energetischen Sanierungen bestehender Gebäude werden Heizungen auf nicht fossile Brennstoffe umgestellt, Fotovoltaikanlagen installiert und Minergie-Standards konsequent umgesetzt. Die Stromversorgung erfolgt heute bereits zu 100% aus erneuerbaren Quellen, vorwiegend Wasserkraft. Die Immobilien leisten damit einen grossen Beitrag zur Reduktion der Emissionen.

Der Waffenplatz Bure als Vorzeigeprojekt

In den letzten zehn Jahren wurden in Bure insgesamt vier Gebäude des Waffenplatzes energetisch saniert und entsprechen nun dem Minergie-ECO-Standard: die Offizierskaserne, die Mannschaftskasernen, das Verpflegungszentrum und das Retablierungszentrum. Der Energiebedarf dieser Immobilien ist gering dank einer starken Dämmung gegen Wärme und Kälte sowie einem optimalen Frischluftaustausch. Zudem wurden Teile der Dachflächen mit Fotovoltaikanlagen belegt, um künftig einen Beitrag zur angestrebten Energieautarkie zu leisten.

Minergie, Solarstrom und eine neue Heizung

Andere Projekte wie die neue, emissionsarme, mit Holz und Biogas betriebene Heizung, die nachhaltige Sanierung der Mehrzweckhalle oder die Fotovoltaikanlagen auf den Panzerhallen wurden parallel umgesetzt. Der Ersatz der alten fossilen Brennstoffheizanlage erfolgte 2018. Die neue Heizung arbeitet mit Holzschnitzeln und Biogas. Das grossflächige Heizungssystem versorgt mit seinen Unterstationen den gesamten Waffenplatz und sorgt emissionsarm für Wärme und Warmwasser. Bure widerspiegelt damit den Nachhaltigkeitstrend und erfüllt heute alle Erwartungen an eine zeitgemässe Form des Bauens, zugunsten der Umwelt.

Weitere Projekte für mehr Nachhaltigkeit

Bure ist einer von vielen Standorten, die nachhaltig saniert wurden oder werden. Weitere Sanierungsprojekte sind bereits abgeschlossen oder in der Planungs- und Umsetzungsphase. Erwähnenswert ist unter anderem der Standort Frauenfeld, der unter den neuesten energetischen Gesichtspunkten weiterentwickelt und gleichzeitig vergrössert wird.

Damit wird die Armee auch im nächsten Jahrzehnt effizient ihren Auftrag erfüllen können und gleichzeitig ihren Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leisten.

Der Bereich «Umwelt und Nachhaltigkeit» stellt sich vor

Das Team BUNV behandelt und koordiniert in der Gruppe Verteidigung alle Fragen, die die Umwelt und die Nachhaltigkeit betreffen. Es erarbeitet Lösungen, die es ermöglichen, die Armeeaufträge zu erfüllen und gleichzeitig die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen zu berücksichtigen. Die Basis dafür bildet unter anderem die «Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030» des Bundesrates, die unserem Land, unserer Armee und der Bundesverwaltung den Weg in die nächsten Jahrzehnte aufzeigen soll.

Wir tragen dazu bei, dass die Welt auch noch für nächste Generationen lebenswert bleibt.

Motto des Bereichs Umwelt und Nachhaltigkeit Verteidigung


Die Mitarbeitenden im Team BUNV begleiten den Chef der Armee und seine direkten Unterstellten bei der Umsetzung der erforderlichen Massnahmen. Sie resultieren aus dem «Leitbild VBS zur Nachhaltigkeit» und beinhalten die Themen Energie, Lärm, Umweltschutz und Umweltausbildung für die Armee und die Militärverwaltung. In enger Abstimmung mit dem Generalsekretariat des VBS und der armasuisse koordiniert der Bereich ausserdem das Programm «Natur-Landschaft-Armee», die Räumung von Munitionsrückständen auf Schiessplätzen und die Umweltgesetzgebung und vertritt die Gruppe Verteidigung in Umweltfragen innerhalb des VBS, gegenüber anderen Departementen und weiteren Akteuren.

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