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Vordienstliche Ausbildung Cyber lanciert

Um Talente für Cyber zu begeistern und bereits vor der Rekrutierung für die Armee zu gewinnen, wird die Vordienstliche Ausbildung Cyber mit einem Pilot-Anlass gestartet. Mit diesem Anlass beginnt die schrittweise Weiterentwicklung der Cyberausbildung der Armee.

07.10.2021 | Kommunikation Verteidigung, Anna Muser

Im Bereich Cyber eröffnet sich hinter dem Bildschirm eine komplett neue Welt.
Im Bereich Cyber eröffnet sich hinter dem Bildschirm eine komplett neue Welt. ©VBS/DDPS, Clemens Laub

Feindliche Cyber-Akteure versuchen, in die Informatiksysteme der Armee oder einer anderen Organisation einzudringen – das passiert regelmässig. So ein Angriffsszenario dient als Grundlage für den Pilot-Anlass der vordienstlichen Ausbildung. Rund 20 Jugendliche aus allen Sprachregionen und mit unterschiedlichem Vorwissen werden zu diesem Anlass eingeladen. Das Ziel: Begeisterung für Cyber und den Cyberlehrgang wecken. In Kleingruppen und in Begleitung von Spezialistinnen und Spezialisten erarbeiten sie technische Aspekte, Hintergrundinformationen und die möglichen Auswirkungen eines Angriffs.

Die Aufnahmekriterien

Interessierte Jugendliche können sich für die Teilnahme am Pilot-Anlass bewerben: mit einem kurzen Video, einem Text oder mit einem Bild. Die persönliche Kreativität darf voll ausgeschöpft werden. Nach der Auswertung der Bewerbungen werden die beschränkten Plätze vergeben. Die ersten Anmeldungen sind bereits eingetroffen, sie sind kreativ und vielversprechend. Nach dem Anlass steht während mehreren Monaten ein sogenanntes Web Based Training zur Verfügung, wo die Teilnehmenden und Interessierten ihr Wissen vertiefen können. Für die Aufnahme in den Cyberlehrgang gelten dann die bekannten Aufnahmebedingungen.

Massnahme zur frühen Erkennung und Förderung von Talenten

Die Vordienstliche Ausbildung Cyber startet im Herbst 2021 mit einem ersten Pilot-Anlass und wird in den kommenden Jahren mit weiteren Anlässen und Onlinetrainings ausgebaut. Der Pilot-Anlass wird durch die Armee mit Unterstützung des Cyber-Defence Campus der armasuisse organisiert. Cyber-Talente im Alter von 16 bis maximal 20 Jahren sollen erkannt, für die Armee gewonnen und in ihren Fähigkeiten gefördert werden. Künftig wird die Vordienstliche Ausbildung Cyber als Basis für den Cyberlehrgang etabliert. Grundlagenthemen, die heute zu Beginn des Cyberlehrgangs ausgebildet werden, werden künftig durch die Vordienstliche Ausbildung abgedeckt. Dadurch kann die Ausbildung im Cyberlehrgang thematisch ausgebaut und das fachliche Niveau der Absolventen am Schluss des Lehrgangs angehoben werden. Ziel ist es zudem, die Anzahl Teilnehmende pro Lehrgang von heute 20 auf künftig 40 erhöhen zu können. Gepaart mit der im Lehrgang integrierten Führungsausbildung bildet die Armee Cyber-Spezialisten aus, die auch unter Belastung in der Lage sind, kleine Teams erfolgreich zu führen.

Die Cyberausbildung der Armee ist im beruflichen und im zivilen Umfeld von Nutzen und anerkannt. Die Armee trägt damit zur Reduktion des Fachkräftemangels bei. Dieser Fachkräftemangel betrifft nicht nur die Landesverteidigung, sondern auch Blaulichtorganisationen, die Privatwirtschaft und Betreiber kritischer Infrastrukturen wie etwa Spitäler oder Energieversorger. Damit leistet die Schweizer Armee laufend einen Beitrag zur Sicherheit der Schweiz.