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Das Schützenbataillon 1 erfolgreich in der Ostschweiz ausgebildet

Das Schützenbataillon 1, das aus der 1751 gegründeten «Compagnie Franche d’Aigle» hervorgegangen ist, ist der älteste Truppenkörper der Schweizer Armee. Obwohl das Waadtländer Bataillon der Tradition eng verbunden ist, sind Ausrüstung und Trainingsszenarien hochaktuell. Das haben die Armeeangehörigen bei ihrem Übungslehrgang 2021 bewiesen, dass sich das Bataillon nicht abgenutzt hat und bereit ist, seinen Auftrag zu erfüllen – Helfen, Beschützen, Kämpfen.

20.09.2021 | PIO S Bat 1, Fachof (Hptm) Samuel Nanchen

Kampfübung in überbautem Gelände (KIUG) in den Infrastrukturen des GAZ Ost. @VBS/DDPS, Komm Zelle S Bat 1

Im Wiederholungskurs 2021 haben die Schützen die ultramodernen Infrastrukturen des Gefechtsausbildungszentrums Ost in der Region Walenstadt (SG) nutzen können. Für die Truppe war es der erste Ausbildungsdienst der Formation (ADF) seit zwei Jahren, nachdem der Kurs letztes Jahr wegen der Pandemie durch einen Fachkurs für die Kader ersetzt worden war. 2021 konnte es in einem fast normalen Rahmen wieder mit den Ausbildungsgrundlagen losgehen. Auf dem Programm standen die Nutzung des Führungsinformationssystems Heer (FIS HE) und die Einführung von neuer Ausrüstung: einer Minidrohne und zwei Panzerabwehrwaffen.

Materialneuheiten

Wie ein neuerer Bericht[1] aufgezeigt hat, fehlte es den Bodentruppen an luftgestützten Sensoren. In der Zwischenzeit hat die Armee verschiedene Typen von Mini-UAV (Unmanned Aerial Vehicle) beschafft. Die Späher und Aufklärer der Unterstützungskompanie La Lourde (die Schwere) konnten sich im Kurs mit dem Einsatz dieses Materials vertraut machen. Die Minidrohnen werden in Erkundungs-, Informationsbeschaffungs- und Aufklärungsmissionen eingesetzt. Bei den Panzerabwehrwaffen ersetzt die Armee die Panzerfaust 90 durch zwei schultergestützte Mehrzweckwaffen, um den verschiedenen Einsatzanforderungen besser gerecht zu werden. Mit diesen Waffen kann der Gegner in gepanzerten Fahrzeugen sowie, im überbauten Gelände, in Gebäuden oder befestigten Stellungen bekämpft werden.

Kampf im überbauten Gelände

Die Infanteristen der drei Kampfverbände – La Une de Fer (die Eiserne), la Volante (die Fliegende) und La Royale (die Königliche) – haben den Kampf im überbauten Gelände (KIUG) in drei Kompanieübungen pro Einheit sowie während der Bataillonsübung «Artemis»  trainiert und ihr Know-how perfektioniert.

Zum Abschluss

Der Leistungswille aller Beteiligten war während des ganzen Kurses spürbar. Der Bataillonsstab – L'Éminente (die Eminente) – konnte für die Bereitstellung und Inbetriebnahme der mobilen Führungsinfrastrukturen auf seine Stabskompanie «La Magique» (die Magische) zählen. Den abschliessenden Höhepunkt bildete der erfolgreiche Einsatz der Minenwerfer der «La Lourde» mit ihrem 81-mm-Rohr.

Kommandoübergabe

BatCar1-SIF2021-J19-78

Nach fast fünf Jahren an der Spitze des S Bat 1 hat Oberstlt i Gst Edouard Vifian das Kommando an seinen Stellvertreter, Maj Michel Gerber, übergeben. Dessen Aufgabe wird es sein, das S Bat 1 in seinen nächsten geplanten Einsatz im April 2022 zur Unterstützung der Patrouille des Glaciers zu führen.

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