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Sieben von 13 Schweizer Olympia-Medaillen gingen an Sportsoldaten

Ausgezeichnete Bilanz der 47 Schweizer Athletinnen und Athletinnen, die durch Spitzensportförderung der Armee unterstützt werden, an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio: 7 von 13 Schweizer Medaillen wurden von Zeitmilitär-Spitzensportlerinnen und -sportlern oder Sportsoldatinnen und -soldaten gewonnen. Das ist ein Anteil von fast 54 Prozent.

09.08.2021 | Komp Zen Sport A, Kurt Henauer

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Olympiasiegerin Nina Christen trainiert viel auf der BASPO-Anlage im Zeughaus in Biel

Sieben von acht Athletinnen und Athleten, die als Zeitmilitär-Spitzensportler von Sommersportarten angestellt sind (ganzjährig/50% Lohn, rund CHF 2500 pro Monat/militärversichert), qualifizierten sich für Tokio. Mit der Schützin Nina Christen (Schiessen, Gold/Bronze), Linda Indergand (Mountainbike, Bronze) und Jérémy Desplanches (Schwimmen, Bronze) haben sie allein vier Medaillen gewonnen. Die Sportsoldatinnen Jolanda Neff (Mountainbike, Gold) und Sina Frei (Mountainbike, Silber) sowie Sportsoldat Mathias Flückiger (Mountainbike, Silber) sorgten für das weitere «militärische» Schweizer Edelmetall. Neben den 13 Medaillen gab es für das Schweizer Team für die Ränge 4 bis 8 noch 23 Diplome (Rio 2016: 7 Medaillen und 18 Diplome). Davon gingen 13 auf das Konto von militarisierten Athletinnen und Athleten.

Für die Schweiz und die Armee Ehre eingelegt

«Ich gratuliere allen Sportsoldatinnen und -soldaten, die in Tokio dank ihren ausgezeichneten Leistungen eine Medaille oder ein Diplom gewonnen haben. Sie haben für die Armee, ja für die Schweiz Ehre eingelegt», sagte dazu Oberst i Gst Marco Mudry, der Kommandant des Kompetenzzentrums Sport der Armee in Magglingen, in dem auch die Spitzensportförderung der Armee intergiert ist. «Sie haben die Schweiz mit Ihren Erfolgen auch als Botschafter der Armee zum Träumen gebracht», freute sich Mudry.

Zwölf Prozent mehr Sportsoldaten als in Rio

Im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro ist der Anteil Sportsoldaten der Schweizer Olympiadelegation bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio von 29 auf rund 41 Prozent gestiegen. Der Frauenanteil der Swiss-Olympic-Gesamtdelegation (47 in Rio, 56 in Tokio) stieg von 43 auf rund 49 Prozent; gleichzeitig stieg der Anteil Sportsoldatinnen von rund 6 auf 8 Prozent. Betrachtet man alle Schweizer Olympia-Teilnehmerinnen, erhöhte sich der Prozentsatz von 12,7 auf 16,1%.