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Die Miliz als wichtiger Partner in der Schweizer Kultur- und Sportlandschaft

Viele kulturellen oder sportlichen Anlässe könnten ohne Unterstützung der Armee nicht durchgeführt werden. Auch in diesem Jahr unterstützt die Miliz eine Vielfalt von Anlässen mit personellen oder materiellen Ressourcen. Dies ist eine Win-Win Situation für die Veranstalter sowie für die Truppe.

19.08.2021 | Kommunikation Verteidigung, Claudia Hofer

Auch beim Winterfest waren die AdA im Einsatz. Ohne die Unterstützung der Armee wären viele sportlichen und kulturellen Veranstaltungen unmöglich. ©VBS/DDPS, Komm V

Das Winzerfest, die Tour de Suisse, das Eidgenössische Schwingfest oder die Skirennen: das sind nur einige Beispiele von Veranstaltungen, die ohne die Hilfe der Schweizer Armee nicht stattfinden könnten. Das Milizsystem ermöglicht es, jedes Jahr auf Anfrage der Organisatoren, Truppen zur Unterstützung von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen von nationaler und internationaler Bedeutung einzusetzen. Diese Unterstützung durch die Armee ist in der Verordnung über die Unterstützung ziviler oder ausserdienstlicher Tätigkeiten mit militärischen Mitteln VUM geregelt.

Klare Vorraussetzungen

Der erste Kontakt findet zwischen Veranstalter und der zuständigen Territorialdivision in der Regel zwei Jahre im Voraus statt. Bei diesen Treffen werden die Bedürfnisse und Machbarkeiten des Veranstalters geprüft. Die VUM-Verordnung enthält eine Reihe von Kriterien, die den Einsatz der Armee bedingen. Zum Beispiel dürfen die beantragten Leistungen von der Truppe nur dann erbracht werden, wenn sie einen wesentlichen Mehrwert für die Ausbildung der Truppe bringen. Zudem dürfen die zivilen Unternehmen dürfen dabei nicht übermässig konkurrenziert werden.

«Angenehm, unkompliziert und professionell»

Aufgrund der Pandemie wurden in den letzten zwei Jahren viele der Anlässe verschoben oder abgesagt. Dennoch ist die Armee auch in diesem Jahr an verschiedenen Anlässen im Einsatz und unterstützt rund 86 Veranstaltungen. Anfang September werden Armeeangehörige rund 500 Diensttagen zugunsten des UCI Mountain Bike Worldcup in Lenzerheide leisten, vor allem für Sanitätsleistungen und Holzarbeiten. «Die Zusammenarbeit mit der Armee ist sehr angenehm, unkompliziert und professionell. Wir schätzen es sehr, dass wir auf die Unterstützung der Armee zurückgreifen können», so Christoph Müller, OK-Präsident des UCI Mountain Bike World Cups in Lenzerheide. Als Gegenleistung verpflichtet sich der Veranstalter, die Arbeit der Armee gemäss den abgesprochenen Kommunikationsmassnahmen gebührend zu würdigen.

Eine Win-Win Situation

Die Aufgaben bei den Anlässen sind sehr vielseitig; vom Verkehrsdienst, über Tribünenbau, Sanitätsleistungen, Holzbauten, Bau von Entlastungsbrücken und vielem mehr. Dank dem bewährten Milizsystem können die Veranstalter mit der Hilfe der Armeespezialisten zur Durchführung der Veranstaltungen rechnen. Die Armee profitiert ihrerseits von einem wesentlichen Ausbildungs- und Übungsnutzen vor allem in den Bereichen Führung und Zuverlässigkeit im Rahmen eines Echteinsatzes.

Anfang September werden Armeeangehörige rund 500 Diensttagen zugunsten des UCI Mountain Bike Worldcup in Lenzerheide leisten, vor allem für Sanitätsleistungen und Holzarbeiten. Archivbild, ©Kommunikation Mountainbike Worldcup Lenzerheide.

Gut zu Wissen

Gut zu wissen

Unterstützungen gemäss der Verordnung über die Unterstützung ziviler oder ausserdienstlicher Tätigkeiten mit militärischen Mitteln VUM (SR 513.74) sind subsidiäre Beiträge der Armee an die Realisierung von grossen zivilen Anlässen von nationaler/internationaler Bedeutung. Dienstleistungen nach VUM sind nicht Teil von Einsätzen für die Katastrophenhilfe, die Humanitäre Hilfe oder die subsidiären Sicherungseinsätze.

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