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Gebirgsinfanteriebataillon 91: Das Jahr nach dem Assistenzeinsatz

Das Gebirgsinfanteriebataillon 91 befindet sich zurzeit in der ersten Dienstleistung seit dem Assistenzeinsatz zum Schutz der Schweizer Grenzen im März 2020. Motiviert und inspiriert vom Einsatz durchleben die «91er» aktuell den WK in der Zentralschweiz. Zusammen mit Hauptmann Jonas Schäfli, Kompaniekommandant der Stabskompanie und Verantwortlicher für die Alltagsplanung seiner Truppe, blicken wir auf den Einsatz zurück.

06.07.2021 | Geb Inf Bat 91, Stabsadj Bangerter Manuel

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Die Soldaten des Gebirgsinfanterie Bataillon 91 trainieren mit Minenwerfern. ©VBS/DDPS, Marco Gräzer

Es war im Frühling 2020, als die Welt aufgrund des Coronavirus den Atem anhielt. Und während sich viele Menschen hinter verschlossenen Türen ins Homeoffice begaben, hatte die Truppe des Geb Inf Bat 91 andere Aufgaben: Ihnen wurde die Ehre zuteil, die Eidgenössische Zollverwaltung beim Schutz der Schweizer Grenzen zu unterstützen.

Das Virus ist gegenwärtig zwar noch vorhanden, und auch die «91er» sind wieder im Dienst, dieses Mal befinden sie sich jedoch in der Innenschweiz, weit weg der Grenzen, und bestreiten ihren regulären Wiederholungskurs. Doch was ist vom subsidiären Einsatz an den Grenzen geblieben? Was hat man daraus gelernt?

«Die AdA sind robuster als man denkt»

Im Gespräch mit dem Kompaniekommandanten der Stabskompanie, Hauptmann Jonas Schäfli zeigt sich, dass der subsidiäre Dienst bei der Vorbereitung des diesjährigen WKs durchaus präsent war: «Der Assistenzdienst hat gezeigt, dass unsere Methoden, unsere Führungsausbildung und unsere Stabsprozesse funktionieren!» Konkret beweisen konnten dies die AdA des Geb Inf Bat 91 während drei Wochen, in denen sie die Eidgenössische Zollverwaltung rund um die Uhr und voller Tatendrang bei der Überwachung und Sicherung der heimischen Grenzabschnitten unterstützten.

Was Hauptmann Schäfli dabei vor allem in Erinnerung geblieben ist, ist die Motivation seiner Truppe während des Einsatzes: «Die AdA sind robuster als man denkt. In der Ausbildung gibt es manche, die jammern und meckern, aber wenn sie im Einsatz stehen, geben alle Vollgas».

Aus diesem Grund musste auch die Konzeption des diesjährigen Wiederholungskurses nicht stark angepasst werden: «Was uns beigebracht wurde, hat Hand und Fuss und man musste nicht alles umstellen, nur weil ein überraschender Einsatz kam», erklärt Hauptmann Schäfli. Dass das Kader im Einsatz in Zusammenarbeit mit den Soldaten eine gute Arbeit geleistet hat, zahlt sich im gegenwärtigen Dienst aus, wie er weiter erläutert: «Ich habe gelernt, meinem Team zu vertrauen und meine Kontrollen auf das Wesentliche zu konzentrieren. Jeder hat seine Flughöhe und wenn ich den Job anderer Leute mache, mache ich meinen eigenen nicht mehr».

«Wir machen Militär, genau wie vor dem Assistenzdienst»

Einzig die weiterhin vorhandenen Covid-Massnahmen haben die Planung des WKs und den damit verbundenen Alltag der Truppe beeinträchtigt. Davon lassen sich die «91er» jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Geduldig und geübt verfolgen sie auch in diesem Ausbildungsdienst ein konkretes Schutzkonzept, welches rund um die Uhr gilt.

Der Alltag der Truppe besteht also auch in diesem WK aus fordernden Übungen und interessanten Fortbildungs- und Wiederholungseinheiten in ihren spezifischen Funktionen. Ob als Besatzer, Infanterist oder Büroordonnanz: «Wir machen Militär, wie vor dem Assistenzdiest!», ergänzt Hauptmann Schäfli abschliessend.

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