print preview Zurück zur Übersicht Startseite

Benjamin Weger: «Dank dieser Anstellung konnte ich konsequent Sport treiben»

29.07.2021 | Komp Zen Sport A, Kurt Henauer

11

 

Beim Waldhaus des Bundesamts für Sport BASPO in Magglingen wurde Benjamin Weger von Oberst i Gst Marco Mudry, Kommandant des Kompetenzzentrums Sport der Armee, als Zeitmilitär-Spitzensportler verabschiedet. Die Anstellung des 31-jährigen Obergommser Biathleten lief nach zehn Jahren aus.

Mit zwei Olympia-Diplomen und vier Weltcup-Podestplätzen ist Benjamin Weger der erfolgreichste Schweizer Biathlet. Im April 2011 hatte er unmittelbar nach dem letzten Weltcup-Rennen in Oslo in Lyss die allgemeine militärische Grundausbildung im Rahmen der Spitzensport-RS 1/20111 begonnen. Ab dem 1. August in selben Jahr begann die Anstellung als Zeitmilitär-Spitzensportler bei der Armee. «Ohne diese Anstellung hätte ich den Sport auf dem Niveau nicht so konsequent betreiben können», zog Weger ein sehr positives Fazit. Der Vertrag des Geschiners läuft nun Ende Juli aus. Die 100-Prozent-Anstellung als Zeitmilitär-Spitzensportler, die mit 50 Prozent Lohn pro Monat entschädigt wird und die Militär-Versicherung beinhaltet, ist auf maximal 10 Jahre beschränkt.

Ein Jahr vor Sotschi für Armee entschieden

Ein grosser Teil des Schweizer Biathlon-Kaders ist beim Grenzwacht-Korps angestellt. Nicht aber Benjamin Weger: «Ich hatte auch ein Angebot für eine Anstellung. Aber ich wollte mich ein Jahr vor den Olympischen Spielen von Sotschi auf den Sport konzentrieren, diese Möglichkeit hatte ich nur bei der Armee», so Weger, der sonst während dieser Periode die Grundausbildung beim Zoll hätte machen müssen. Am Anfang sei das Geld, dass er von der Armee als Zeitmilitär-Spitzensportler erhielt, nicht so zentral gewesen, «aber dann fiel die Unterstützung einer Stiftung und von Sponsoren weg», blickt er zurück. «Das ging dann fast um die Existenz, und der Lohn von der Armee in Sachen Unterstützung nahm dann den grössten Platz ein», zeigt er sich sehr dankbar.

Ein- bis zweimal im Jahr stand er an Grossanlässen, unter anderen an der OLMA in St. Gallen, in seiner Funktion als Zeitmilitär-Spitzensportler auch als Botschafter für die Schweizer Armee im Einsatz. «Das habe ich sehr gerne gemacht, der Aufwand hielt sich immer in Grenzen. Da konnte ich zeigen, was die Armee für den Sport macht», sagt er dazu. Und er habe jeweils auch den Austausch mit anderen Athletinnen und Athleten geschätzt, die von derselben Unterstützung profitierten. Aktuell bereitet sich Benjamin Weger auf die nächste Saison vor. «Das Training wird langsam intensiver, wir kombinieren Laufen und Schiessen jetzt wieder, machen das sogenannte Komplex-Training», sagt der Obergommer, der nach Saison und zum Abschalten den Fliegenfischen frönt.

Immer guten Eindruck hinterlassen

Oberst im Gst Marco Mudry, der erst im Dezember das Kommando in Magglingen übernommen hatte, kannt Benjamin Weger vor der Verabschiedung noch nicht persönlich. Aber die beiden fanden sich rasch und Mudry sagte bei der Verabschiedung: «Ich habe mir sagen lassen, dass du immer einen guten Eindruck hinterlassen hast. Ich danke dir für deinen Einsatz, für die Schweiz und die Armee»

Neben dem zehnfachen Schweizer Meister  Benjamin Weger, der auch an den CISM-WM einige Titel und Medaillen für die Schweiz gewonnen hat, verabschiedete der Kommandant zwei Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Sport der Armee: Hauptfeldweibel Martin Schacher und Hochschul-Praktikant Manuel Simonet.

Link zu Website Benjamin Weger:

Willkommen | Benjamin Weger - Biathlet (benjamin-weger.ch)