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«Ich werde von der militärischen Kaderausbildung profitieren»

Leutnant Celine Schneider ist der Quartiermeister des Panzerbataillons 12. Im Zivilleben arbeitet sie als persönliche Assistentin eines höheren Kaders der Post. Im Interview beantwortet sie Fragen über die militärische Karriere und deren Einfluss auf ihr ziviles Leben.

30.07.2021 | Kommunikation Verteidigung, Nicola Jorio, PIO Pz Bat 12

Leutnant Celine Schneider ist Quartiermeister des Panzerbataillons 12. Das strukturierte Arbeiten und das Verantwortungsbewusstsein, das sie in der Kaderausbildung erworben hat, sind auch in ihrem Zivilleben ein echtes Plus.
Leutnant Celine Schneider ist Quartiermeister des Panzerbataillons 12. Das strukturierte Arbeiten und das Verantwortungsbewusstsein, das sie in der Kaderausbildung erworben hat, sind auch in ihrem Zivilleben ein echtes Plus. ©VBS/DDPS, Nicola Jorio

Leutnant Celine Schneider, was hat Sie zur Ausbildung als Quartiermeister bewegt?

Gute Frage! Sie ist sehr vielfältig. Die Arbeit beschränkt sich zwar vor allem auf die «rückwertige Arbeit», aber ich habe Einsicht in viele Aspekte der Armee. Ausserdem sind die Fähigkeiten, die man in der Ausbildung zum Quartiermeister und zur Führungsperson erlernt, auch im zivilen Leben von Nutzen.

Inwiefern haben Sie von der militärischen Ausbildung profitiert?

Sie hat mir vor allem persönlich viel gebracht. Ich habe insbesondere gelernt, strukturiert zu arbeiten. Struktur bekommt eine neue Bedeutung, wenn man Verantwortung und Unterstellte hat und die Struktur vorleben muss. Falls ich zukünftig eine Führungsposition einnehmen würde, werde ich stark von der militärischen Kaderausbildung profitieren. Im militärischen Alltag ist man sich bei jeder Handlung und Entscheidung bewusst, welche Folgen diese für alle anderen hat. Ausserdem ist es wichtig, bei der Arbeit einem roten Faden zu folgen und nicht «kreuz und quer» zu handeln. Dies ist wichtig, um für die Unterstellten, aber auch für die Vorgesetzten, Konstanz an den Tag zu legen. Diese Konsequenz musste ich während meiner Zeit in der Armee ausbauen.

Hatte die militärische Ausbildung auch einen Einfluss auf Ihre zivile Arbeit?

In meinem zivilen Job habe ich die Verantwortung vor allem gegenüber meinen Vorgesetzten. Daher muss ich genau abwägen, welche Auswirkungen meine Handlungen auf diese haben und welche Folgen beispielsweise eine Fehlplanung haben könnte. Die militärische Ausbildung und der militärische Alltag haben dieses Bewusstsein geschärft.

Wem würden Sie eine Militärkarriere empfehlen?

Eine militärische Karriere empfehle ich vor allem jungen Leuten, die ihre Führungsqualitäten auf- oder ausbauen und strukturiertes Arbeiten erlernen wollen. Man sollte auch ein Interesse an der Armee an sich mitbringen. Zudem denke ich, dass man Selbstvertrauen mitbringen muss. So traut man sich eher, sich vor Leute hinzustellen und seine Meinung zu sagen. Kritikfähigkeit ist ebenfalls wichtig und ein dickes Fell ist von Vorteil. So bereitet die Armee uns darauf vor, auch im Zivilleben Verantwortung zu tragen.

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