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Covid-19-Impfung in der RS: Knapp 700 Freiwillige in Thun

Knapp 700 Rekrutinnen, Rekruten und Kader erhielten in Thun die erste von zwei Impfdosen. Die Angehörigen der Armee befinden sich in der 2. RS-Woche und hatten sich beim Einrücken freiwillig für den Termin angemeldet. Die Covid-19-Impfung wurde von speziell dafür geschultem militärischem Fachpersonal verabreicht.

21.07.2021 | Kommunikation Kommando Ausbildung, Michael Senn

Ein Kader der Panzerschulen 21 wird von einem WK-Soldaten der Sanitätskompanie 7 geimpft.
Ein Kader der Panzerschulen 21 wird von einem WK-Soldaten der Sanitätskompanie 7 geimpft. ©VBS/DDPS Alex Kühni, ZEM

Im Halbstundentakt trafen die einzelnen Kompanien in der Expo-Halle neben dem Waffenplatz Thun ein. Total konnten so knapp 700 Rekrutinnen, Rekruten und Kader an einem Tag geimpft werden. Der Ablauf der Covid-19-Impfung war dabei gleich wie im Zivilen. Beim Eintritt wurden die Personalien und der Gesundheitszustand der Angehörigen der Armee überprüft. Daraufhin wurden sie zu einem der acht Impfposten geschickt, wo sie ihre erste Dosis erhielten. Nach dem Eintrag im Impfausweis folgte die 15-minütige Überwachung. Danach ging es für die frisch Geimpften zurück in den Ausbildungsalltag, welcher in den nächsten 48 Stunden keine Märsche, keinen Sport oder sonstige grossen körperlichen Anstrengungen beinhalten darf.

Militärisches Fachpersonal führt Impfung durch

Von der Impfstofflogistik über das Impfen selbst bis hin zur Meldung an die kantonalen Behörden wird alles durch die Armee organisiert. Die Armeeapotheke, der militärärztliche Dienst und die ausführende Truppe arbeiten dabei erfolgreich zusammen. Angehörige der Sanitätskompanie 7 sowie Durchdienende der Logistikbereitschafts-Kompanie 104 führten in Kooperation mit dem Medizinischen Zentrum der Region (MZR) Thun die Impfung durch. Sie wurden zusätzlich zu ihrer sanitarischen Grundausbildung auf das Impfen und den Umgang mit dem Impfstoff geschult.

Ereignisreicher Dienst

Soldat Kumar Karunaratne leistet in der Sanitätskompanie 7 seinen diesjährigen WK. «Letztes Jahr war ich mit der Rettung St. Gallen im Corona-Einsatz», sagt er, «aber dieses Jahr ist es nochmals ein ganz spezieller WK». Zusammen mit seinen Kameradinnen und Kameraden führt er die Impfung routiniert und den Vorschriften gemäss durch. Nicht nur in Thun wird geimpft, sondern an zahlreichen Standorten in der Schweiz. «Wir sind für alle Aufgaben ausgebildet und wechseln uns regelmässig gegenseitig ab», erklärt der Soldat und fügt mit einem Schmunzeln an, dass es dieses Jahr bestimmt keine Sinnvermittlung für den Dienst brauche.

Hoher Anteil Geimpfter

Die Rekrutinnen, Rekruten und Kader konnten sich bei der sanitarischen Eintrittsmusterung (SEM) beim Einrücken freiwillig für die Impftermine anmelden. Zahlreiche von ihnen machten von diesem Angebot Gebrauch. Das bestätigt Oberst im Generalstab Daniel Bänziger, der Schulkommandant der Panzerschulen 21. Gesamthaft, also mit den bereits im Zivilen geimpften, den Genesenen und den jetzt in der RS geimpften Rekruten werden je nach Kompanie zwischen zwei Drittel bis drei Viertel über einen Impfschutz verfügen. In der RS-Woche 6 ist die 2. Impfung geplant.

Unterschiedliche Beweggründe

Die Beweggründe für eine Impfung sind derweil ganz unterschiedlicher Natur. Wachtmeister Dragan Antonijevic will als gutes Beispiel für seine Rekruten vorangehen. Fourier Yves Gubler hat schlichtweg das wöchentliche Testen satt. Und Rekrut Mark Brandenberger hat am Beispiel eines Arbeitskollegen gesehen, welche Auswirkungen das Virus haben kann. «Der ist eigentlich viel fitter als ich und lag wochenlang flach. Das möchte ich nicht erleben», sagt er. Was auch immer die Gründe für die Impfung sein mögen – die Impfkampagne ist ein entscheidender Faktor in der Gesunderhaltung der Truppe, der mit jeder verabreichten Dosis relevanter wird.

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