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Einsatz der Armee rührt zu Tränen

Schnell, flexibel und unkompliziert unterstützte das Geniebataillon 6 das Dorf Cressier. Mit Pickeln, Schaufeln und schweren Geräten halfen die Angehörigen der Armee, die Verwüstungen zu beseitigen, die ein Unwetter hinterlassen hatte. Das Engagement schätzte die Bevölkerung und berührte den Gemeindepräsidenten zutiefst.

07.07.2021 | Kommunikation Verteidigung, Christoph Merki und Roland Studer

Angehörige des Geniebataillon 6 beseitigen in Cressier NE den meterdicken Schlamm und Dreck, den ein Unwetter hinterlassen hat.
Angehörige des Geniebataillon 6 beseitigen in Cressier NE den meterdicken Schlamm und Dreck, den ein Unwetter hinterlassen hat. ©VBS/DDPS, Giuliano Borter

Der Einsatzbefehl kam kurzfristig. Das Geniebataillon 6 war in einem Wiederholungskurs, als Cressier NE um Hilfe bat. Kaum war das Gesuch um Unterstützung durch die Armee bewilligt, trafen die ersten Angehörigen des Geniebataillons 6 in Cressier ein. Die Schäden, die ein Unwetter verursacht hatte, waren beträchtlich. Das Dorf zwischen Neuenburger- und Bielersee war meterdick von Schlamm und Dreck bedeckt.

Die prioritäre Aufmerksamkeit galt jedoch der Ruhaut. «Im Bachbett hatten sich Unmengen an Geröll, Holz und Schlamm angesammelt. Das beseitigten wir schnellstmöglich, damit bei weiterem Regen das Wasser abfliessen konnte», erinnert sich Giuliano Borter, der Presse- und Informationsoffizier. Zudem erstellten die Angehörigen des Geniebataillons 6 oberhalb des Dorfes ein Auffangbecken, um bei wiederkehrenden Gewittern die Wassermassen und das Geröll aufzufangen und abzutransportieren. Und sie entfernten in den unterirdischen Bachläufen festgekeilte Äste und andere Hindernisse.

Bevölkerung applaudierte

Im Dorf arbeiteten die Soldaten zum einen mit schweren Baumaschinen wie Raupenbaggern und Lastwagen. Hauptsächlich räumten sie aber mit Pickel und Schaufel auf. «Es war sehr anstrengend, ein Knochenjob. Doch waren alle top motiviert und legten sich mächtig ins Zeug», blickt Giuliano Borter zurück. Es sei toll gewesen, zu zeigen, was ein Geniebataillon könne, bilanziert er. Dieses Engagement schätzten die Bewohner von Cressier sehr. Sie applaudierten der Armee, als diese mit Maschinen, dringend benötigen Geräten und Spezialisten eintraf.

Von der kompetenten Arbeit des Geniebataillons 6 machten sich auch die Verantwortlichen der Armee ein Bild. Dabei zeigten sich sowohl der Chef Kommando Operationen, Korpskommandant Laurant Michaud, als auch die Kommandanten der Territorialdivisionen 1 und 2, Divisionär Yvon Langel und Divisionär Daniel Keller, beeindruckt.

«Bloss unseren Job erledigt»

Bleibende Eindrücke hinterlassen hat die «schnelle und effiziente» Hilfe der Armee auch bei Jean-Bernard Simonet. «Mich hat zutiefst berührt, mit welcher Selbstverständlichkeit und Ausdauer sie diese harte Arbeit verrichtet haben», sagt der Gemeindepräsident von Cressier. Der Einsatz der Armee habe das Allerschlimmste verhindert. Als «kleiner Ausdruck der grossen Dankbarkeit» für die wertvolle Arbeit überreichte Jean-Bernard Simonet beim Abschied jedem Soldaten eine kleine Aufmerksamkeit aus der Region. «Dabei hatte ich fast Tränen in den Augen», sagt er.

Wie hochwillkommen die Unterstützung des Geniebataillons 6 war, ist Fachoffizier Giuliano Borter bewusst, doch bleibt er bescheiden: «Wir haben bloss unseren Job erledigt.» Dafür sei die Armee und das Geniebataillon 6 schliesslich da: Um zu helfen, wenn Hilfe benötigt wird.