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Spatenstich zu weiteren Jahrzehnten der Zusammenarbeit

Auf dem Waffenplatz Wangen an der Aare fand am 9. Juli 2021 der Spatenstich zum Neubau der Kaserne statt. Die Bauarbeiten, die sich über rund vier Jahre erstrecken werden, bedeuten eine grosse Herausforderung für alle Involvierten. Armee, Behörden und Baugewerbe arbeiten jedoch bereits jetzt erfolgreich zusammen. Die Region Oberaargau und die Schweizer Armee schaffen damit eine Win-win-Situation.

14.07.2021 | Kommunikation Kommando Ausbildung, Michael Senn

Aufbruchsstimmung in Wangen a.A. Frau Beatrice Gfüllner (armasuisse), Korpskommandant Hans-Peter Walser, Regierungsrat Philippe Müller, Oberst i Gst Roland Hämmerli und Generalplaner Marcos Burillo (v.l.n.r.) beim Spatenstich.
Aufbruchsstimmung in Wangen a.A. Frau Beatrice Gfüllner (armasuisse), Korpskommandant Hans-Peter Walser, Regierungsrat Philippe Müller, Oberst i Gst Roland Hämmerli und Generalplaner Marcos Burillo (v.l.n.r.) beim Spatenstich. ©VBS/DDPS Nique Nager

Seit 50 Jahren steht sie bereits, die sogenannte Rettungskaserne auf dem Waffenplatz Wangen an der Aare-Wiedlisbach. Die «Erfolgsgeschichte zwischen der Armee und Wangen an der Aare», wie der Waffenplatzkommandant Oberst im Generalstab Roland Hämmerli es benennt, dauert aber schon viel länger an. Nachdem der Ort bereits im 19. Jahrhundert als Korpssammelplatz gedient hatte, wurde im Jahre 1923 das alte Salzhaus zur militärischen Nutzung umgestaltet. 1968 wurde dann der Bau der heutigen Kaserne bewilligt. Später kam unter anderem das Übungsdorf dazu. Die Ausbildungsinfrastruktur wurde laufend den Bedürfnissen angepasst, nicht aber die Hauptgebäude.

Mehr Rekruten pro Schulstart

Ein weiterer Grund für einen Neubau liegt aber auch in der Umgestaltung des Dienstleistungsmodells. Dadurch, dass seit 2018 nur noch zwei statt drei Rekrutenschulen pro Jahr stattfinden, umfassen die Schulen mehr Rekruten pro Start. In der neuen Kaserne wird es Platz für 822 Angehörige der Armee geben. Dieser wird von Rettungs-Rekrutenschule, -Unteroffiziersschule und einer Kompanie der Verkehrs- und Transportschule 47 beansprucht werden.

Gewinn für die Region

Neben der Unterbringung der Armeeangehörigen bietet der Neubau auch Platz für rund 50 Mitarbeitende. Die Region Oberaargau profitiert aber nicht nur durch die Arbeitsplätze vom Waffenplatz. Herr Roland Wüthrich von der Bauherrin armasuisse berichtete, dass trotz öffentlicher Ausschreibung rund 80% des bisher vergebenen Auftragsvolumens an Unternehmen aus der Grossregion vergeben wurden.

Erinnerungen fürs Leben

Korpskommandant Hans-Peter Walser, der Chef Kommando Ausbildung, sprach von der Bedeutung der Kaserne für die Rekruten, die dort den Wandel von der Zivilistin oder dem Zivilisten hin zur Bürgerin oder Bürger in Uniform durchlaufen. «In der Kaserne werden Erinnerungen fürs Leben geschmiedet. Sorgen wir dafür, dass es schöne Erinnerungen sind», appellierte er ans Berufspersonal und sich selbst. Regierungsrat Philippe Müller, Sicherheitsdirektor des Kantons Bern sagte er sei «froh, die hier stationierten Profis als Sicherheitselement vor Ort zu haben». Um auch in Zukunft darauf zählen zu können, müsse die Armee mit der Zeit gehen und moderne Infrastruktur zur Verfügung stellen, um auch genügend junge Leute bei sich ausbilden zu können.

Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt

Um den Hauptzugang zum Areal zu entlasten, haben Angehörige des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsbataillons vergangenen Herbst eine Brücke auf der Südseite des Geländes errichtet. «Es war eindrücklich zu sehen, wie der Panzer die Brückenelemente vorschob. Die Zusammenarbeit zwischen Armee, der armasuisse, den Behörden und den Planern funktioniert bestens», fasste es Marcos Burillo von der Firma ANS Architekten und Planer SIA zusammen. Mit dem Neubau der Kaserne wird die Erfolgsgeschichte um weitere Jahrzehnte reicher werden.