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SWISSCOY Update - Schweizer Militärpolizei – Für die SWISSCOY und KFOR

Die internationale Militärpolizei (IMP) besteht derzeit aus Armeeangehörigen der Nationen Polen, Österreich und der Schweiz. Sie haben den Auftrag, das gesamte Spektrum militärpolizeilicher Aktivitäten auszuführen. Daneben sind die Schweizer Militärpolizisten aber nicht nur für internationale Belange zuständig, sondern gleichzeitig auch für nationale Angelegenheiten der SWISSCOY zuständig.

14.06.2021 | FO Michelle Steinemann, PIO SWISSCOY 44

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Mehrere Schweizer sind derzeit im Korps der IMP vertreten. Sie erbringen für die KFOR die polizeiliche Grund- und eine sicherheitspolizeiliche Zusatzversorgung. Dazu gehören herausfordernde Aufgaben wie die Routenaufklärung und -überwachung, Konvoibegleitungen sowie der Transport- und Veranstaltungsschutz. 

 

Antrag auf Unterstützung

Vier Nationen haben eine nationale Militärpolizei im Einsatzraum, die sich primär um nationale – also interne – Belange kümmern. In Koordination mit dem Force Provost Marshal, arbeiten sie mit der IMP zusammen.

Die anderen 23 Nationen zählen auf die IMP, sei es bei Sachschaden, bei Verkehrs- oder Arbeitsunfällen. Auf Anfrage bietet die IMP auch zeitlich begrenzte Leistungen für die anderen Nationen an. Um für Transporte mit sensiblen Gütern, wie beispielsweise Bargeld oder sensitives Material, nicht alleine in einem ungepanzerten Geländewagen herumfahren zu müssen, eskortiert eine Patrouille der IMP die betroffenen AdSWISSCOY. Die Polizisten sind bei den Einsätzen motiviert: Sie verlangen Anpassungsfähigkeit an andere Militärkulturen und sind spannend in der gemeinsamen Umsetzung. Ausserdem zeigen sich die Betroffenen dankbar für den erhaltenen Schutz und die Sicherheit. Im Gegensatz dazu stehen Unterstützungsanträge der Campsicherheit zur Durchsetzung von Ruhe und Ordnung: Da brauchen unsere Schweizer Militärpolizisten Verständnis und Durchsetzungsvermögen.

 

Schweizer ist höchster Militärpolizist

Der Force Provost Marshal ist der oberste Militärpolizist der KFOR. In der Regel wechseln sich die Schweizer und die Österreicher halbjährlich in der Funktion ab. In diesem Sommerhalbjahr hat der Schweizer Oberstleutnant Matthias Jahn die Funktion inne. Der derzeitige Kommandant Stellvertreter des Einsatzkommandos Militärpolizei Sicherheitsdienst bringt vielseitige Erfahrung und umfassende Kompetenzen mit in den Einsatz.

Was ihm an seiner Position gefällt, ist die Vielfalt, das breite Spektrum an Einsätzen, die Herausforderungen, denen er sich zum Wohle der KFOR stelle, seine Verantwortung gegenüber den IMPs und der Truppe. Er sieht seine Funktion als Dienstleister, als Unterstützer der KFOR-Führung. Und das wird breit geschätzt: Er ist in vielen Arbeitsgruppen und Besprechungen dabei. Von den Angehörigen der KFOR fordert er: «Ich möchte, dass wir (als IMP) bei Vorfällen frühzeitig informiert und – beispielsweise bei einem Unfall – einbezogen werden. Auf diese Weise kann sich die IMP effektiv und effizient einbringen. Mit unserem Sachverständnis können wir schnell abschätzen, was die Folgen sein könnten – auch zum Schutz unserer KFOR-Soldaten.»