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Jolanda Neff klassiert sich als beste Sportsoldatin im vierten Rang

07.06.2021 | Komp Zen Sport A, Kurt Henauer

TdSW-PM
Bild: Arne Mill

 

Nicht weniger als 28 Schweizerinnen waren bei der ersten Tour de Suisse Women seit 20 Jahren in Frauenfeld am Start. Jolanda Neff wurde als beste Sportsoldatin Vierte. Sie hoffe, dass diese Tour zu einem Aufschwung im Frauen-Radsport in der Schweiz führe, sagte Bundesrätin Viola Amherd. Die VBS-Chefin gab am Samstag mit der Schweizer Fahne das Startzeichen.

Kurt Henauer, Komp Zen Sport Armee

Es sei cool, dass sozusagen «unsere Chefin» den Start freigab, sagte Joland Neff, als eine von acht Schweizer Sportsoldatinnen, die am Start standen.  Die Rheintalerin zeigte als Vierte mit einem beherzten Rennen am Samstag, dass sie nicht nur im Gelände, sondern auch auf der Strasse zuhause ist. Die frühere Mountainbike-Weltmeisterin überzeugte in der 1. Etappe inmitten der besten Schweizer Strassenfahrerinnen, der späteren Gesamtzeiten Elise Chabbey und der Gesamtdritten Marlen Reusser, mit einem aktiven Rennen und musste erst am Schluss abreissen lassen. Neff führte das Team von Swiss Cycling an, in dem fünf von sechs Fahrerinnen im Sportstab der Armee eingeteilt sind. Dazu gehörte auch die Zeitmilitär-Spitzensportlerin Linda Indergand, die am Sonntag im Sprint den vierten Platz belegte. Die Urnerin, die mehrmals versuchte die Spitzengruppe zu sprengen, wurde verdient zur aktivsten Fahrerin ausgezeichnet.

Insgesamt 96 Fahrerinnen aus 17 Teams

Die erste Tour de Suisse Women war noch kein Frauen-Rennen der höchsten Kategorie des Weltverbandes UCI, aber immerhin waren 96 Fahrerinnen aus 17 Teams am Start, darunter vier World-Tour-Equipen. Mit Elizabeth Deignan, der Weltmeisterin von 2015, gewann eine Britin, aber mit Chabbey (2.), Reuser (3.), Neff (4.) und der Sportsoldatin Sina Frei als Gesamt-10. lässt sich das Schweizer Ergebnis mehr als sehen lassen. Wie hoch die Akzeptanz der Tour de Suisse Women in der Gesellschaft ist, offenbart das Ergebnis der unter der Obhut des Swiss Cycling-Frauenförderprojekts #fastandfemaleSUI durchgeführten Kilometersammelaktion. Wegen Corona wurden die Hobby-Velofahrerinnen und -Velofahrer ermuntert, selbst in die Pedale zu treten, die Athletinnen auf diese Weise zu unterstützen und gleichzeitig in Zeichen zu setzen. 500'000 Kilometer in 50 Tagen wurden angestrebt, etwas über eine Million Kilometer in 55 Tagen sind es geworden, ein starkes Zeichen für den Frauen-Radsport.

Die erste Tour de Suisse Women soll nicht die einzige bleiben – im Gegenteil: Mittelfristig ist ein Ausbau auf vier bis sechs Etappen vorgesehen, die Vorbereitungen für die Tour de Suisse Women 2022 sind bereits am Laufen. «Die spannenden Wettkämpfe und die gewaltige Anteilnahme in der Öffentlichkeit bestärken uns im Bestreben, die Entwicklung des Schweizer Frauenradsports voranzutreiben. Wir sind auf dem richtigen Weg», sagt Thomas Peter, Geschäftsführer des Landesverbandes Swiss Cycling, der die Lancierung der Tour de Suisse Women initiiert hat.