print preview Zurück zur Übersicht Startseite

Armee als Partner im Sicherheitsverbund

Die Schweizer Armee hat während dem Gipfeltreffen in Genf einen essentiellen Beitrag zur Wahrung der Sicherheit geleistet. Die Zusammenarbeit der Spezialisten innerhalb der Armee sowie mit externen Partnern war dabei ein Schlüsselfaktor.

18.06.2021 | Kommunikation Verteidigung, Christoph Merki

Spezialisten aus verschiedenen Bereichen haben mit ihrem Engagement zur Wahrung der Sicherheit während des ganzen Anlasses beigetragen. © VBS/DDPS, Bernhard Aebersold

Die Armee hilft, wenn sie gebraucht wird. Dieses Kredo wurde mit dem Besuch der Präsidenten der USA und Russlands, Joe Biden und Wladimir Putin, ein weiteres Mal bestätigt. Während zwei Tagen war Genf im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Im medialen Fokus standen die politischen Akteure, im Hintergrund jedoch haben verschiedene Partner des Sicherheitsverbundes Schweiz zusammen für die Sicherheit der Gäste gesorgt. Darunter auch die Schweizer Armee.

Sichere Verbindungen

Mit kurzer Vorbereitungs- und Planungszeit wurde das Dispositiv hochgefahren. Dabei war die Synchronisation der verschiedenen Spezialisten essentiell. Nebst der Artillerieabteilung 49, welche sich zurzeit im Wiederholungskurs befindet, waren ebenso Angehörige der Militärpolizei und der Mobilen Luftwaffen Radarabteilung 2 im Einsatz. Letztere sogar freiwillig. «Es war sehr spannend endlich wieder einmal einen Einsatz zu haben und das TAFLIR zu Gunsten des Schweizer Luftlagebildes zu betreiben», freute sich Soldat Nico Herger aus Schattdorf (UR). Vor allem im Bereich der Luftraumüberwachung war der Schulterschluss von Systemen und Partnern zentral. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu Frankreich spielte ebenso der Datenaustausch in diesem Bereich eine wichtige Rolle. Ermöglich hat dies unter anderem die Führungsunterstützungsbasis (FUB) der Armee. Die FUB hat für die Luftwaffe eine sichere Kommunikationsverbindung hergestellt. Die FU Bereitschaftskompanie 204 und im Vorfeld ein Detachement des HQ Bat 11 unterstützten die Fachspezialisten der FUB dabei.

Flexible Unterstützung

Um die zivile Polizei zu entlasten, haben Mittel der ersten Stunde (Berufsmilitär und Durchdiener), Milizverbände und Freiwillige Angehörige der Armee kurzfristig unterstützt. Zudem war die Logistikbasis der Armee (LBA) sehr gefragt. Nicht nur stellte diese Material für die Auftragserfüllung der militärischen Komponenten sicher, auch die zivilen Sicherheitskräfte konnten auf die Kompetenzen der LBA zurückgreifen. Die Fäden der gesamten Operation sind im Lageverfolgungszentrum der Armee im Kommando Operationen zusammengelaufen.

Mit der Abreise der beiden Präsidenten war jedoch der Auftrag noch nicht vollends erfüllt. Die Wiedererstellung der Grundbereitschaft gehört genauso dazu, damit die Schweizer Armee wieder bereit ist, wenn sie gebraucht wird. Für die eingesetzten Angehörigen der Armee wird dieser Einsatz sicher in Erinnerung bleiben, wie etwa für Soldat Herger: «Am Mittwochabend konnte ich am Radar mitverfolgen, wie der russische Präsident unseren Einsatzraum verliess. Das war ein spannendes Erlebnis.»

Fotos