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Die Spitzensportförderung der Armee ist ein Geben und Nehmen

12.03.2021 | Komp Zen Sport A, Kurt Henauer

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Wenige Tage vor Ende der Spitzensport-RS 79 (2/20) machte sich Korpskommandant Hans-Peter Walser in der Halle End der Welt in Magglingen ein Bild über das Training der Spitzensport-Rekruten und -Soldaten. Der Ausbildungschef der Schweizer Armee zeigte sich erfreut über den Einsatzwillen der Athletinnen und Athleten.

«Erfolg beginnt bei uns» lautet der Leitgedanken des Kommandos Ausbildung, dem Hans-Peter Walser als Chef vorsteht. «Emotionen transportieren, Herzen bewegen und die Schweiz zum Träumen bringen!», das ist der Auftrag des Kompetenzzentrums Sport der Armee, der Doktrinstelle für den Sport in der Armee, die von Oberst i Gst Marco Mudry geführt wird. «Die Spitzensportförderung der Armee ist ein Geben und ein Nehmen», sagte der Ausbildungschef im Kraftraum zu den Schwingern. «Für uns ist es wichtig, dass die Emotionen rüber kommen durch die Sportlerinnen und Sportler.» Er sieht aber auch eine Symbiose zwischen der Armee und dem Spitzensport: «Im Sägemehl geht es wie bei der militärischen Ausbildung um Taktik, das Beobachten des Gegners, zu spüren, was er für Absichten hat», sagte der Ausbildungschef zu den Gemeinsamkeiten.

Vorbilder – mit und ohne Uniform

Von Schwingerkönig Matthias Glarner liess sich Walser erklären, wie das Training strukturiert ist, wie die Zusammenarbeit zwischen den WK- und den RS-Schwingern geplant wird, so dass sie voneinander profitieren können. Und der militarisierte Spitzensport-RS-Trainer, der vom Eidgenössischen Schwingerverband ESV angestellt ist, wagte auch einen Ausblick: «Wenn wir dann in Magglingen den Schwingkeller haben, können wir im Sägemehl noch optimaler trainieren und die Fahrzeit in den Schwingkeller nach Aarberg fällt weg.» Der Keller ist Bestandteil der neuen Ausbildungshalle des Bundesamts für Sport, die Mitte 2022 in Betrieb genommen werden soll. «Ich danke euch, dass ihr diesen Weg wählt», richtete sich Walser an die Schwinger. «Es braucht Energie und Willen, oft muss man den inneren Schweinehund überwinden. Ihr seid Vorbilder mit und ohne Uniform für die Jungen, für alle, die vielleicht auch diesen Weg wählen wollen.» Den Dank zurück gab der ebenfalls anwesende Stefan Strebel, der Ressortleiter Technik im ESV: «Es ist nicht selbstverständlich, dass die Schwinger Spitzensport-Wiederholungskurse machen können, dafür danke ich der Schweizer Armee.»

Der Ausbildungschef, der früher selber in der Nationalliga B Handball gespielt hatte, liess sich auch durch die Fussballerinnen und Leichtathleten über den Ablauf der RS informieren. Auch da lobte der aufstrebende Zehnkämpfer Simon Ehammer die guten Bedingungen in Magglingen: «Während der Spitzensport-RS konnte ich mich jeden Tag wirklich voll und ganz professionell auf den Sport konzentrieren», sagte der Appenzeller. Und der Speerwerfer Simon Wieland hob hervor, dass er auch in den übrigen Ausbildungsmodulen viel gelernt habe, «beispielsweise über Ernährung und Regeneration.» Und der Korpskommandant ergänzte: «Ihr seid ja auch ausgebildete Militär-Sportleiter.» Wenn eine Sportsoldatin oder ein Sportsoldat aus irgendeinem Grund die Karriere vor Beendigung der Dienstpflicht abbrechen oder nach dem Rücktritt vom Spitzensport noch WK-Tage leisten muss, kann er in anderen Einheiten für den Armeesport eingesetzt werden, sein Wissen und Können kommt also auch dem Breitensport zugute.