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Die Gesundheit hat oberste Priorität

Vor rund einem Jahr verzeichnete die Schweizer Armee ihren ersten Covid-positiven Angehörigen. Seitdem wurden viele Massnahmen ergriffen: Schutzkonzepte, Urlaubsperren und Anpassungen der Infrastrukturen. Die Armee tat und tut ihr Möglichstes, um die Gesundheit der Frauen und Männer zu schützen, die für ihr Land Militärdienst leisten.

04.03.2021 | Kommunikation Verteidigung, Anthony Favre

Seit Mitte Oktober 2020 gilt die Maskenpflicht für alle Armeeangehörige auf allen Waffenplätzen des Landes. ©VBS/DDPS, André Scheidegger

Am 3. März 2020 wurde auf dem Waffenplatz Wangen an der Aare BE der erste Armeeangehörige positiv auf Covid-19 getestet. Am nächsten Tag setzte die Armee den allgemeinen Urlaub für wichtige Formationen aus. Am 18. März ordnete der Oberfeldarzt die strikte Einhaltung der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen Schutzmassnahmen an, insbesondere Handhygiene und Abstandhalten. Der Wochenendurlaub wurde auch für die Rekrutenschulen ausgesetzt, um eine Ansteckung der Armeeangehörigen im zivilen Umfeld zu verhindern.

Ein bewährtes Schutzkonzept

Von Beginn der Pandemie an war die Gewährleistung der Gesundheit der Armeegehörigen die erste Priorität der Armee. Sie erstellte auf Grundlage der BAG-Vorschriften ein umfassendes Schutzkonzept, das für alle Armeeangehörigen gilt. Dieses Schutzkonzept wurde im Laufe der Zeit verfeinert und ist auch heute noch in Kraft. Darin geregelt sind unter anderem die Einhaltung von Abständen, die Händehygiene und das Tragen von Schutzmasken.

Pragmatismus als Schlüsselwort

Auf den verschiedenen Waffenplätzen bewiesen die Kommandos Flexibilität und Pragmatismus bei der kurzfristigen Anpassung der Infrastruktur. So wurden zum Beispiel Turnhallen zu zusätzlichen Schlafräumen umgebaut, um die Abstände in den Zimmern zu gewährleisten und die Truppe nicht in unterirdischen Unterkünften schlafen zu lassen. Darüber hinaus wurden an jedem Waffenplatz separate Quarantäne- und Isolationszonen eingerichtet, um Armeeangehörige zu isolieren, die entweder erkrankt waren oder in engem Kontakt mit einer Person standen, die positiv getestet wurde.

Lernen von der ersten Welle

Ab Mitte Oktober 2020, als die Zahl der Infektionen nach einer ruhigeren Phase im Sommer wieder zunahm und die zweite Welle sich aufbaute, verordnete der Oberfeldarzt das Tragen von Masken für alle Armeeangehörigen sowie das Personal der Gruppe Verteidigung. Der Wochenendurlaub in der Rekrutenschule, der zweiten unter Corona-Bedingungen, wurde erneut ausgesetzt. Damit sollte sichergestellt werden, dass alle Soldaten zum geplanten Termin gesund nach Hause entlassen werden konnten.

Im Hinblick auf einen erneuten Einsatz aufgrund sagte die Armee die geplanten grossen Truppenübungen ab und verzichtete auf sämtliche Wiederholungskurse, die nicht zur Unterstützung der zivilen Behörden oder für Basisleistungen der Armee notwendig waren.

Dritte RS unter Covid-19-Bedingungen

Rund 12'000 Rekruten und 2800 Kader rückten am 18. Januar und 8. Februar in die Winterrekrutenschule 1/2021 ein. Damit läuft aktuell die dritte RS unter Covid-19-Bedingungen. Das Schutzkonzept, das sich bereits in der RS 2/2020 bewährt hat, wird weiterhin konsequent umgesetzt. Die allgemeinen Urlaube wurden auch diesmal in den drei ersten Wochen gesperrt. Die getroffenen Schutzmassnahmen haben bisher die Einschleppung oder die Verbreitung des Virus innerhalb der Truppe und im zivilen Umfeld der Armeeangehörigen verhindert.

Die Armee hat im vergangenen Jahr alle Anstrengungen unternommen, um die Gesundheit ihrer militärischen und zivilen Angehörigen und damit ihre Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, und sie wird dies auch in Zukunft tun.