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Das Beste aus zwei Welten

Im Gesamtsystem Armee arbeiten zivile Mitarbeitende und Berufsmilitärs Hand in Hand. Diese Zusammenarbeit zwischen Zivilen und Uniformierten erfordert viel Verständnis für die Dynamik der Armee und das System der Militärverwaltung. Im Kommando «Systeme – Kaderausbildung – Support» steht beim Teamwork ein respektvoller Umgang an erster Stelle. Man arbeitet für das gemeinsame Ziel: die Sicherheit der Schweiz.

18.03.2021 | Kommunikation Verteidigung, Lorena Castelberg

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In der Armee arbeiten zivile Mitarbeitende und Berufsmilitaristen Hand in Hand. © VBS/DDPS, Dominique Schütz

Weit vom Dorfkern entfernt liegt in Rümlang ZH, umgeben von Bäumen und Wiesen, der Standort des Kommandos Systeme – Kaderausbildung – Support (FU SKS). Hier arbeiten 25 Festangestellte, darunter 16 Zivile, und häufig auch Externe. Dies widerspiegelt auch die Gesamtverhältnisse in der Verteidigung: Sie beschäftigt rund 9500 Angestellte, davon sind zwei Drittel Zivilangestellte und ein Drittel Berufsmilitärs. Diese Zusammenarbeit ist einzigartig.

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Nicki Styner, Sachbearbeiter Kommando FU SKS © VBS/DDPS, Dominique Schütz

Das militärische Umfeld ist für mich Berufsalltag. Der Umgang miteinander ist geprägt von gegenseitigem Respekt.

Vom Militärdienst zum zivilen Armeeangestellten

Im Kommando FU SKS haben die meisten Zivilangestellten einen militärischen Hintergrund. Wie Nicki Styner, der nach seiner Ausbildung zum Detailhandelsfachmann die Rekrutenschule absolvierte und nicht mehr vom Militär loskam: Heute ist er an diversen Projekten und Truppenversuchen beteiligt. Er sieht seinen militärischen Background als Vorteil: «Die Sprache und das Miteinander sind vermutlich einfacher, weil man gewisse Einstellungen und Vorstellungen vom Militär mitbringt.»

Hochtechnische Geräte müssen bedienbar bleiben

Heute steht für Nicki Styner zusammen mit Patrik Köchli und Thomas Salzmann, beide Chef der Fachausbildung IKT 2 (Informations- und Kommunikationstechnologie 2), die Überprüfung der Kurzanleitung für ein Vermittlerfahrzeug an. Der sogenannte «Kleinvermittler mobil» ist ein Fahrzeug, an das sich analoge und digitale Telefone sowie Faxgeräte anschliessen lassen, um damit bei unterschiedlichen Einsätzen der Armee die Kommunikation zu ermöglichen. «Wir überprüfen, ob das Armeematerial, in diesem Fall der Kleinvermittler, für unsere Milizsoldaten bedienbar ist», erläutert Salzmann. Da diese Fahrzeuge nur punktuell im Dienst stehen, müsse die Anwendung mithilfe der Anleitung in einer vernünftigen Zeit erlernbar sein, auch wenn die Geräte hochtechnisch und hochmodern sind.

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Thomas Salzmann, Chef Fachausbildung IKT 2 © VBS/DDPS, Dominique Schütz

Wenn ich mit Leuten zusammenarbeite, die genauso angefressen von der Technik sind wie ich, rückt der TAZ in den Hintergrund.

Im Zentrum steht der Mensch

Das Trio überprüft die Bedienungsanleitung des Kleinvermittlers, diskutiert Ungenauigkeiten und nimmt Verbesserungen vor, bis die Anleitung verständlich und realitätsnah geschrieben ist. Das ist keine einfache sprachliche Aufgabe.

Für die Zusammenarbeit im Gesamtsystem Armee spielt es keine Rolle, ob jemand in Uniform oder in Zivil gekleidet ist wie Styner. Auch für Salzmann ist die Thematik entscheidend, nicht die unterschiedliche Kleidung. In der Armee steht der Mensch im Zentrum, wie dieses Beispiel der Teamarbeit zeigt – stets darum bemüht, die Fähigkeiten jedes Einzelnen ideal nutzen zu können. Für das gemeinsame Ziel: die Sicherheit der Schweiz.

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Patrik Köchli, Chef Fachausbildung IKT 2 © VBS/DDPS, Dominique Schütz

Bei uns sind alle Meinungen wichtig und es herrscht eine familiäre Atmosphäre.

Zahlen und Fakten zum Personal

9 331 FTE (Anzahl der Vollzeitstellen, Stand Dezember 2020)

 

200 verschiedene Berufsfelder an 134 Dienstorten

500 Lernende in 30 Ausbildungsberufen

Geschlechterverteilung in der Schweizer Armee

Im Gesamtsystem Armee arbeiten 89 Prozent Männer, 11 Prozent Frauen. Der Frauenanteil soll künftig erhöht werden.

Die Personalaufteilung im Gesamtsystem Armee

Das Personal in der Armee besteht zu je einem Drittel aus Betriebs-, Verwaltungs- und Militärpersonal.

Sprachdiversität in der Armee

Die dominierende Sprache in der Armee ist Deutsch, gefolgt von 19 Prozent französischsprachigen und fünf Prozent Italienisch sprechendem Personal.