print preview Zurück zur Übersicht Startseite

SWISSCOY Update - Das Nationale Support Element im Einsatz

Sie reparieren und warten Fahrzeuge, eilen zur Hilfe, wenn in den Camps eine Leitung verstopft ist oder transportieren Material und Güter – das Arbeitsgebiet des Nationalen Support Elements (NSE) der SWISSCOY im Kosovo ist vielfältig. Dabei führen sie sowohl Aufträge zugunsten des Schweizer Kontingents als auch direkt für die Kosovo Force (KFOR) aus. Ein solcher Spezialauftrag zugunsten der KFOR stellte der Abbau eines Wachhauses bei der Multinational Specialized Unit (MSU) dar, welche durch italienische Carabinieri gestellt wird.

23.02.2021 | PIO SWISSCOY Kontingent 43, Fachof Christian Busenhart und Wm Laura Marty

Das Arbeitsgebiet des Nationalen Support Elements (NSE) der SWISSCOY im Kosovo ist vielfältig
Das Arbeitsgebiet des Nationalen Support Elements (NSE) der SWISSCOY im Kosovo ist vielfältig

 

Bereits im Voraus führte Oblt Fabio Prata, Zugführer des Verkehr- und Transportzuges, eine Erkundung bei der MSU durch, um sich ein Lagebild zu verschaffen. Schliesslich geht die Sicherheit vor. Das Wachhaus, welches abtransportiert werden sollte stand bei den Carabinieris im Camp, in der Industriezone von Pristina. Es soll von einem gut zwei Meter hohen Betonsockel weggehoben und für die Kollegen der italienischen Armee zum Abtransport bereitgemacht werden – ganz klar ein Job für die Lastwagen- und Kranfahrer der NSE. Nachdem Oblt Prata die nötigen Absprachen getroffen hat, kann das Team zwei Tage später loslegen. Schon von weitem ist der grosse Kran der NSE zu sehen und auf dem Platz des Geschehens herrscht reger Betrieb. Da und dort leuchtet ein gelber Arbeitshelm auf und durch Rufen und Handzeichen werden Instruktionen gegeben.

 

In der Kabine eines Pneukrans sitzt Sdt Sven Künzli. Hochkonzentriert und mit ruhiger Hand bedient er die schwere Maschine. Langsam hebt sich das gepanzerte Häuschen von seinem Sockel, währenddessen Gfr Nico Palumbo auf einer Leiter danebensteht und nötige Feinjustierungen ausführt. In der Zwischenzeit weisen Gfr Marco Pletscher und Sdt Thomas Lächler den Lastwagen der italienischen Armee ein auf dem das Wachhaus platziert werden soll.

 

Es herrscht eine konzentrierte Betriebsamkeit. Noch während das Haus auf den Lastwagen abgesenkt wird, klettert Wm André Berger bereits wieder auf den Betonsockel. Dort liegt noch die Tür des Wachhauses, die als nächstes auf den Lastwagen manövriert wird. Nachdem alle Gurten gelöst und entfernt sind, ist der Lastwagen zur Abfahrt bereit und somit Zeit für eine kurze Verschnaufpause vorhanden bevor es weitergeht. Sdt Künzli ist zufrieden: «Es ist cool, dass wir diese Kranausbildung bei SWISSINT in Stans machen konnten. Je nachdem wie weit der Kran ausgefahren wird, kann dieses Modell hier bis zu 40 Tonnen verschieben. Das Wachhaus war rund elf Tonnen schwer. » Er lacht, denn angegeben hatte der Auftraggeber ein Gewicht von nur neun Tonnen.

 

Nebst dem schweren Pneukran hat die Flotte der NSE auch kleinere Krane, welche auf der Ladefläche eines Lastwagens montiert sind. Diese durfte Std Künzli als gelernter Chauffeur bereits vor seinem Einsatz bedienen. Welche Maschinen zum Einsatz kommen ist vom Auftrag und dem Gelände abhängig. «Jeder Auftrag ist anders», erklärt Gfr Palumbo. «Hier mussten wir mit der Höhe des Krans aufpassen. Ganz in der Nähe geht eine Stromleitung durch und wenn wir zu nahe herangehen würden, könnte es gefährlich werden. »  

 

Nach einigen Minuten Pause wartet bereits der nächste Auftrag – Container sollen verschoben werden, der Kran ist wieder gefragt und es könnte aufwändig werden. «Eventuell müssen wir die Container einzeln verschieben, das ist zeitintensiv», so Sdt Lächler. Was ebenfalls viel Zeit in Anspruch nimmt, ist auch das Anschlagen, sprich das Befestigen, der Container. Zum Glück sind sie zu fünft und so machen sie sich nach einer kurzen Absprache sogleich ans Werk, damit bald ein weiterer Auftrag durch das Nationale Support Element der SWISSCOY zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt ist.