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Erster Schritt in die elektromobile Welt

Bundesrätin Viola Amherd setzt auf Ökologie. Die Logistikbasis der Armee hat mit der Umsetzung dieses Ziels begonnen, indem die Fachstelle für Personenwagen auf ökologische Alternativen setzt. Berufsmilitärs werden mit Elektro- und Hybridfahrzeugen ausgestattet.

08.02.2021 | Kommunikation Verteidigung, Gwendolyn Schmidt und Simon Grunder

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Zum ersten Mal liefert die Fachstelle Personenwagen den Berufsoffizier-Anwärtern an der MILAK eine grosse Tranche an Hybridfahrzeugen aus. © VBS/DDPS Gwendolyn Schmidt

Zufrieden betritt Daniel Schumacher, Chef der Fachstelle Personenwagen der Logistikbasis der Armee (LBA), mit Berufsunteroffizier René Pfau die Garage. Es ist so weit. Dank seines grossen Engagements für eine ökologischere Autoflotte in den letzten Monaten wird ein weiteres Elektrofahrzeug in Verkehr gesetzt.

Von CO2 zu frischer Luft

Im Frühling 2020 gab der Chef LBA, Divisionär Thomas Kaiser, Schumacher den Auftrag, den ökologischen Umbau des Berufsmilitär-Autoparks in Angriff zu nehmen. Damit leitete die LBA ein Pilotprojekt in die Wege, das Schumacher besonders am Herzen liegt. Er glaubt daran, dass Elektro- und Hybridfahrzeuge die Zukunft der Mobilität sind. «Ich möchte heute die Weichen dafür stellen, CO2-Emissionen zu senken und meinen Beitrag an eine ökologischere Gesellschaft zu leisten.»

Das Interesse bei den Berufsmilitärs ist gross. Seit dem Startschuss der Kampagne im März erhielten zehn Berufsmilitärs die Möglichkeit, einen Elektrowagen zu beziehen.

Von verschlossenen zu eingerannten Türen

Schumacher hat sich im Frühling 2020 mit Vollgas an die Arbeit gemacht. Er erstellte einen Katalog, der heute 26 Fahrzeuge und Wissenswertes rund um die Elektromobilität und den Pilotversuch beinhaltet. Doch dann kam der Lockdown. Das Pilotprojekt wurde ausgebremst. Besichtigungen und Probefahrten waren unmöglich, es konnten nicht einmal Fahrzeuge bestellt werden. Da weder Garagen noch Fabriken offen waren, stand nur zur Verfügung, was bereits auf dem Markt war.

Von leeren Tanks zu vollen Akkus  

Eine Ladestation in Reichweite ist ein wichtiger Aspekt, der beim Aufbau einer Elektroflotte beachtet werden muss. So werden im Rahmen des Pilotversuchs nach Möglichkeit an den Arbeitsorten und zu Hause an den Wohnorten der Berufsmilitärs Ladestationen installiert. «Zum Glück gibt es als Ergänzung in der Schweiz schon bald mehr öffentliche Ladestationen als Tankstellen», betont Schumacher.

Am Ende entscheidet der Berufsmilitär, welchen Wagen er im Rahmen eines vorgegebenen Budgets möchte. Zurzeit sind bereits mehrere Elektrofahrzeuge aus Schumachers Flotte unterwegs – und weitere sind bestellt.

Das Pilotprojekt ist ins Rollen gekommen, und Schumacher ist überzeugt, das Projekt ohne Verzug in eine neue, elektromobile Ära von Dienstfahrzeugen für Berufsmilitärs zu führen. «Es ist gut zu wissen, dass die Führung hinter einem steht», denn Schumacher weiss, dass es sich besser mit Rückenwind fahren lässt. Sein Ziel ist es, dass die Fahrzeugflotte der Berufsmilitärs in Zukunft mit weiteren Elektrofahrzeugen ausgestattet werden kann. 

Elektrofahrzeuge für die Bundesverwaltung

Die Chefin VBS, Bundesrätin Viola Amherd, hat neue Regelungen für die Beschaffung der Fahrzeuge für die Bundesverwaltung erlassen. Um die CO2-Emissionen zu reduzieren, beschafft das VBS ab diesem Jahr für die Departemente im Grundsatz nur noch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge. Diese Massnahme wurde im Zuge des Klimapaketes des Bundesrates für die Bundesverwaltung beschlossen.

Neue Weisung des VBS