print preview Zurück zur Übersicht Startseite

Mit Hufen, Hund und Herz

Hufe klappern auf Asphalt, auf der benachbarten Wiese rufen angehende Unteroffiziere ihren Hunden Befehle zu. Die Train- und Hundeführersoldaten sind die Spezialisten für Transporte in unwegsamem Gelände oder wenn es um Schutz und Rettung geht. In der Kaserne Sand in Schönbühl werden sie unter anderem von Oberstleutnant Ralph Lutz ausgebildet.

10.02.2021 | Kommunikation Verteidigung, Helen Alt

Hundeführer_01
© VBS/DDPS

Die Arbeit mit den vierbeinigen Kameraden ist abwechslungsreich und vielfältig. Während bei den Ställen der Kaserne Sand die Pferde gestriegelt und gesattelt werden, ist eine kleine Gruppe Hundeführer bereits mitten in der Ausbildung. Es gilt, die Hunde im Bereich Unterordnung zu trainieren. Die angehenden Unteroffiziere werden dabei zum Übungsleiter ausgebildet, sodass sie später die Rekruten schulen können.

Kadergewinnung, Kaderausbildung und Kaderbetreuung

Der Kommandant Stellvertreter Oberstleutnant Ralph Lutz besucht die Ausbildung und richtet ein paar Worte an die Hundeführer. Als Berufsoffizier des Kompetenzzentrums Veterinärdienst und Armeetiere ist er mitverantwortlich für die Aus- und Weiterbildung des Milizkaders. Konkret bedeutet das: Kadergewinnung, Kaderausbildung und Kaderbetreuung. Sei es bei der Durchführung der Veterinärarztoffiziersschule, bei der Führung des Stabes oder bei der Mehrjahresplanung des Kompetenzzentrums – der Alltag des Berufsoffiziers ist geprägt von der Abwechslung zwischen Planen, Entscheiden und Führen.

Zwei- und vierbeinige Kameraden

«Die Herausforderung ist, täglich all die verschiedenen Aufgaben zu jonglieren, die meine Funktion mit sich bringt», erzählt der 48-Jährige. Als Schnittstelle zwischen dem Veterinär-dienst, dem Stab und dem Kommandanten sieht bei ihm kein Tag wie der andere aus. Gerade diese Vielfältigkeit schätze er aber auch, betont Lutz. Bevor er 2013 die Stelle auf dem Waffenplatz Sand antrat, arbeitete er 14 Jahre lang als Tierarzt – hauptsächlich mit Pferden. Heute sind es tatsächlich eher die zweibeinigen Kameraden, mit denen Lutz beruflich direkt zu tun hat. Menschen führen und dabei mit Blick in die Zukunft konsequent, fokussiert sowie konstruktiv entscheiden – das sind die Kerngebiete des Berufsoffiziers.

Oder wie Lutz selber es ausdrückt: «Für unseren Beruf ist eines unverzichtbar: Man muss Menschen mögen.» Und während er sich einem stattlichen Freiberger zuwendet, ergänzt er mit einem Lächeln: «Und Tiere auch – besonders hier im Sand!»