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Logistik der Armee für Corona-Impfungen

13 Millionen Dosen Corona-Impfstoff hat der Bund bei drei Herstellern bestellt. Die ersten Dosen sollen Anfang 2021 angeliefert werden. Die Armee ist mit der Logistik betraut und zuständig für die geschützte Lagerung sowie die fachgerechte Verteilung an die Kantone.

03.12.2020 | Kommunikation Verteidigung, Fahrettin Calislar

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Dass ein Corona-Impfstoff schon Anfang 2021 verfügbar sein wird, ist ebenso erfreulich wie überraschend. Bund und Kantone hatten damit erst im Frühling 2021 gerechnet und richten sich nun darauf ein, dass die Hersteller schon zu Beginn des Jahres ausliefern. 13 Millionen Dosen müssen gelagert und transportiert werden.

Armeeapotheke sorgt für Lagerung und Logistik

Die Armee ist für diesen Moment vorbereitet. Sie nimmt die angelieferten Produkte entgegnen, lagert sie und bringt sie weiter zu den Anlieferstellen der Kantone. «Wir lagern die Impfstoffe in eigenen, gut geschützten Infrastrukturen der Armee», gibt Daniel Aeschbach, Chef Armeeapotheke, Auskunft. «Die Lagerorte verfügen über einen hohen Schutzgrad.» Damit der Schutz dieses wichtigen Gutes gewahrt werden kann, sind Standorte geheim.

Die Armee wird bis Ende Jahr die nötigen Lagerinfrastrukturen hochgefahren haben. Sie hat die dafür nötigen Kühl-, Tiefkühl- und Ultratiefkühlgeräte beschafft und richtet sie nun ein. Aber auch Materialien für die Abgabe der Impfungen wie Spritzen wird die Armee aufbewahren und geschützt ausliefern.

Das Ziel sei, so Aeschbach, die Abgabestellen mit den erforderlichen Mengen an Impfstoffen zur richtigen Zeit bestücken zu können. Es gehe total um nicht weniger als 400 Transporte. Sobald das BAG grünes Licht gibt, verteilt die Armee die Dosen gemäss einem Verteilschlüssel an die Kantone.

Korrekte Lagerung und fachgerechter Transport

Die Kantone sind auf die sicheren Lagerkapazitäten und die sachgerechten Transporte der Armee angewiesen, damit sie dann die Feinverteilung in die Impfzentren übernehmen können. Die Impfstoffe müssen unbeschadet in den Kantonen und an den Impfstellen ankommen.

Aeschbachs Fazit: «Wir werden zeitverzugslos lieferbereit sein, sobald die Impfstoffe bei uns eingetroffen und freigegeben sind.» Die Armee garantiert derweil in ihren geschützten Infrastrukturen die korrekte Lagerung der Impfstoffe und deren fachgerechten Transport. 

Sicherheit

Sicherheit der Impfstoffe

Wie der Chef der Armeeapotheke, Daniel Aeschbach, sagt, sei die Armee verantwortlich für die Logistik und damit auch für den Schutz der Impfstoffe und Impfmaterialien. Die Armee nimmt diese Aufgabe und die damit verbundene Verantwortung sehr ernst. Dazu gehört, dass sie die Erfüllung dieses Auftrags jederzeit sicherstellen kann. Deshalb werden diese für die ganze Bevölkerung wichtigen Güter entsprechend geschützt. Sie werden in Einrichtungen der Armee gelagert, die über die erforderlichen Schutzvorkehrungen verfügen und entsprechend auch klassifiziert sind. Eine fortlaufende Bedrohungsanalyse gehört zu den Standardtätigkeiten der Armee.

Zusammenarbeit

Zusammenarbeit von Armee, Bund und Kantonen

Die gemeinsame Logistik fusst auf drei Säulen: der bewährten Zusammenarbeit der Armee mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), ihren geschützten Lagerinfrastrukturen und der Verteillogistik, die sie nun zusammen mit den Kantonen auf die Beine stellt. Die Armee stellt zudem die Lageverfolgung sicher. Sie behält etwa die Übersicht über die Eingänge der Impfstoffe von den Lieferanten, über den Lagerbestand und die Bestellungen der Kantone. Die Partner stehen in ständigem Kontakt, um die Konzepte zur Logistik und der Abgabe der Impfungen optimal aufeinander abstimmen zu können.