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Gemeinsam Lösungen finden

Der Sozialdienst der Armee hilft jenen Militärangehörigen, die durch ihren Dienst in familiäre, berufliche oder finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Er steht den Armeeangehörigen während ihres Militärdienstes zur Verfügung und unterstützt die Betroffenen bei der Suche nach individuellen Lösungen bei ihren Problemen.

04.12.2020 | Kommunikation Verteidigung, Anthony Favre

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Der Sozialdienst der Armee hilft den Militärangehörigen, die durch ihren Dienst in familiäre, berufliche oder finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. © VBS/DDPS

Angehäufte Rechnungen, eine ungerechtfertigte Kündigung, familiäre Schwierigkeiten: Probleme dieser Art können schnell und unerwartet auftreten und die Betroffenen verzweifeln lassen. Davon bleiben auch Angehörige der Armee nicht verschont. Der militärische Alltag, der durch lange Einsätze, Ausbildungen und wenig Freizeit gekennzeichnet ist, lässt den Dienstleistenden wenig Raum, sich um private Angelegenheiten wie Arbeit, Wohnung oder Rechnungen zu kümmern. Glücklicherweise sind die Angehörige in Schwierigkeiten nicht allein. Der Sozialdienst der Armee (SDA) steht ihnen bei der Suche nach Lösungen zur Verfügung.

Professionell, leicht zugänglich und vertraulich

Jeder Angehörige der Armee, das sich in Schwierigkeiten befindet, kann sich direkt an den SDA wenden, um die nötige Hilfe zu erhalten. Die professionellen Beraterinnen und Berater und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Sozialdienstes stehen den Betroffenen zur Verfügung, um massgeschneiderte Hilfe in Form von Information, Beratung und Vermittlung zu leisten. Falls es die Situation erfordert, kann der SDA auch finanzielle Unterstützung leisten. Selbstverständlich wird jeder Fall mit höchster Vertraulichkeit behandelt.

Wertvolle Hilfe während der Pandemie

Portraitbild Diego Kesseli
Diego Kesseli, Chef Bereich Sozialdienst der Armee. (©VBS/DDPS, Diego Kesseli)

Mit der Coronavirus-Pandemie hat die Arbeit des SDA eine neue Dimension erreicht. Tatsächlich mussten mit der Mobilisierung der Armee für den subsidiären Einsatz plötzlich Tausende von Soldaten im Frühling in den Dienst einrücken. «Sie hatten ganz konkrete Probleme, die sofortige Antworten verlangten, wie sie z.B. den Dienst mit der Kinderbetreuung oder der Haustierpflege vereinbaren oder ihr Geschäft führen konnten», erläutert Diego Kesseli, Chef Bereich Sozialdienst der Armee. «Es war denn auch eine sehr intensive Zeit.»

Die Zahlen sprechen für sich: Im Zusammenhang mit dem Assistenzdienst wurden in diesem Frühjahr alleine aus dem Assistenzdienst fast 1200 Anfragen an den SDA gestellt, 69% der gesamten Anfragen für diesen Zeitraum. Kesseli ist sich sicher, dass die gegenwärtige volatile und unsichere Situation die Dinge nicht einfacher machen werden. Doch auch für die Zukunft gilt: Der Sozialdienst der Armee hilft, hört zu und sucht gemeinsam mit den Betroffen nach Lösungen.

Militärangehörige rücken ein.
Der SDA leistete bedeutende Hilfe für die Militärangehörige, die im Frühjahr plötzlich zum Assistenzdienst «Corona 20» aufgeboten worden sind. (©VBS/DDPS, Philipp Schmidli)

Kontakt

Schwierigkeiten können jedem passieren. Wenn auch Sie Probleme aufgrund des Militärdienstes haben, wenden Sie sich an den Sozialdienst der Armee unter +41 800 855 844.

Einige Zahlen:

Der SDA besteht aus 7 zivilen Mitarbeitern und 23 Milizberatern. Zusammen mit der Armeeseelsorge und dem psychopädagogischen Dienst der Armee ist sie Teil des seelsorglich-psychosoziale Netzwerk (SPSN) der Armee. Im Jahr 2019 bearbeitete der SDA 2977 Berufungen und eröffnete 1971 neue Fälle.

Ein erweitertes Angebot

Die 2019 gestarteten Projekte PRO IURE und LAVORO ergänzen das Unterstützungsangebot des SDA weiter. Das Projekt PRO IURE bietet Militärangehörigen eine einmalige Rechtsberatung mit ausgebildeten Juristinnen und Juristen an. Diese Konsultation ermöglicht es den Militärangehörigen, ihre rechtlichen Probleme noch während des Dienstes zu besprechen und die richtigen Schritte zu unternehmen.

Das Projekt LAVORO richtet sich an Angehörige, die schon lange im Dienst sind. Es zielt darauf ab, ihre Wiedereingliederung in die Arbeitswelt zu erleichtern. Der Inhalt wird je nach Situation auf die Truppe massgeschneidert und beinhaltet beispielsweise Orientierung und Beratung im Hinblick auf eine Anmeldung bei den Regionalen Arbeitsvermittlern (RAV) nach dem geleisteten Dienst. Ein weiteres Ziel ist es, Unterstützung in der (allenfalls erstmaligen) Erstellung eines Lebenslaufes oder Motivationsschreibens zu bieten. Je nach persönlichem Vorbereitungsstand wird das Angebot durch Trainings von Vorstellungsgesprächen abgerundet. Sie erhalten wertvolle Ratschläge, die ihnen helfen, ihren eigenen Auftritt gegenüber potenziellen Arbeitgeberinnen oder Arbeitgebern zu verbessern. «Diese neuen Angebote entsprechen gerade jetzt einem konkreten Bedarf», erklärt Diego Kesseli, Chef Bereich Sozialdienst der Armee.

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