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Arbeiten auf hoher See für die Armee

«Alle Mann an Deck! » hiess es anfangs September für Martin Cabalzar, freischaffender IKT –Architekt bei der Führungsunterstützungsbasis. Auf seiner einjährigen Segeltour von der Karibik durch den Panamakanal bis in den Südpazifik ist er weiterhin aus dem "Bootoffice" für die FUB tätig.

12.11.2020 | Kommunikation Verteidigung, Kristelle Plüss

Arbeiten auf Boot_Martin
Die Disziplin zum effizienten Arbeiten wird eine Herausforderung werden, da sich die anderen Crewmitglieder ausschliesslich auf das Segeln konzentrieren können. (Foto: VBS/DDPS)

Seit August 2019 arbeitet Martin Cabalzar als IKT-Architekt bei der Führungsunterstützungsbasis (FUB) in der Abteilung Erneuerung in Bern. Seit August 2020 befindet sich sein Arbeitsort auf einem Segelboot. Während dem Segeltrip arbeitet Cabalzar, abhängig von Standort, Internetempfang und Wetterbedingungen, im Stundenlohn weiter für die FUB.

Dabei stellen sich dem IKT-Architekten einige Herausforderungen: Unter anderem ist der Abgleich mit seinen Mitarbeitenden bei der FUB manchmal schwierig. «Es wird unmöglich sein, zu planen wann genau ich online bin. » erzählte Cabalzar, bevor er in See stach. «Trotzdem müssen die Zeitpläne der Projekte eingehalten werden». Nebst dem Zeitdruck könnte auch die Informationssicherheit eine Herausforderung sein, da er für eine sichere Internetverbindung jeweils in einen Hafen einlaufen muss und ein öffentliches WLAN für die Verbindung braucht. Deswegen plante der IKT-Architekt, hauptsächlich neutral und als Berater zu fungieren.

«Innerhalb des Teams in der FUB kam die Idee sehr gut an», freute sich Martin Cabalzar.

Auch der Vorgesetzte von Cabalzar, Hans-Heinrich Aenishaensli, Sektionsleiter Service Design bei der Führungsunterstützungsbasis, war von Beginn an offen für die Idee. «Wir orientieren uns gerne an den Bedürfnissen von unseren Experten, um die besten Fachkräfte vom Arbeitsmarkt zu gewinnen. Am Schluss zählt das Ergebnis».

Das Abenteuer begann mit der Reise nach Antiqua, wo das Boot stationiert war. Das Segelteam, bestehend aus vier Personen, plant innert einem Jahr von der Karibik aus durch den Panama-Kanal in den Südpazifik zu segeln. Das Endziel ist es, Mitte 2021 in Neuseeland einen Hafen anzusteuern.