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Wirkungsvoller Schutz dank ständigem Training

Um ihre Aufgaben in allen Lagen erfüllen zu können, trainiert die Luftwaffe täglich für ihre vielfältigen Einsätze. Die Trainings sind notwendig, um in jeder Lage Sicherheit, Qualität und Präzision sicherstellen zu können. Nur so kann der Schutz des Schweizer Luftraums und der Bevölkerung gewährleistet werden.

07.10.2020 | Kommunikation Verteidigung, Anthony Favre und Saskia Graber

Um jegliche Situation meistern zu können, ist für die Militärpiloten ein wiederholtes Trainieren unabdingbar. (VBS/DDPS, Alexander Kühni)

Die Aufträge der Armee sind in der Bundesverfassung und im Militärgesetz niedergeschrieben. Der Luftwaffe obliegen dabei folgende Aufgaben: Schutz des Luftraums – darunter subsumiert die Wahrung der Lufthoheit und die Luftverteidigung –, Lufttransport und luftgestützte Nachrichtenbeschaffung. Um diese erfolgreich erfüllen zu können, ist sie auf bestausgebildetes und trainiertes Personal angewiesen.

Schlüsselfaktor Training

In den Trainingsräumen der Luftwaffe ist es sicht- und hörbar, wenn die Militärpiloten für ihre Einsätze zum Schutz des Luftraums oder den Lufttransport trainieren. Die Trainings sind notwendig, um in jeder Lage Sicherheit, Qualität und Präzision sicherstellen zu können. Die Abläufe in der Luft und mögliche Einsatzszenarien müssen im Ernstfall sitzen. Zudem haben die Militärpiloten – wie auch zivile Linienpiloten – eine bestimmte Anzahl Flugstunden pro Jahr zu absolvieren, damit sie ihre Fluglizenz nicht verlieren.

Massnahmen zur Lärmreduktion

Ein Training unter möglichst realen Bedingungen ist unverzichtbar. Ergänzend dazu finden Ausbildungssequenzen in Flugsimulatoren statt, die unter anderem zu einer Lärmreduktion beitragen. Um die Lärmbelastung beim Training sowie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben auf ein Minimum zu reduzieren, hat die Luftwaffe weitere Vorkehrungen getroffen: Unter anderem wird auf eine möglichst gleichmässige Verteilung innerhalb der Trainingsräume geachtet und die Flugbetriebszeiten berücksichtigt. Überschallflüge werden restriktiv gehandhabt (siehe Kasten). Zudem werden im Sommer die Schweizer Militärflugplätze mit Jetflugbetrieb für Unterhaltsarbeiten abwechselnd geschlossen.

Ein geschützter Luftraum dank Training

Mit diesen Massnahmen ist die Luftwaffe bestrebt, die Lärmbelastung für die Bevölkerung weitestgehend zu reduzieren und zeitgleich zu jedem Zeitpunkt ihre durch die Bundesverfassung vorgegebenen Aufgaben in allen Lagen erfüllen zu können. Dank regelmässigen Trainings erhalten die Militärpiloten ihre Fähigkeiten, sammeln Erfahrungen und gewinnen zusätzliche Sicherheit. Trainings sind unverzichtbar für den Schutz des Luftraums.

Überschallflüge und Überschallknall

Grundsätzlich gilt, dass die Schweizer Luftwaffe restriktive Vorgaben betreffend Überschallflüge erlässt und einhält. Für das Durchführen eines Überschallfluges braucht es eine Bewilligung der Operationszentrale der Luftwaffe. Insbesondere werden Überschallflüge in den Monaten Juli und August, aus Rücksicht auf den Tourismus, möglichst vermieden. Zudem sind sie bei grosser Lawinengefahr untersagt. Weiter finden Überschallflüge aus Rücksicht auf die Bevölkerung in der Regel nicht über dem Mittelland und auf einer Minimalhöhe von 10'000 Metern über Meer statt. Dies bedeutet, dass Überschallflüge innerhalb der Trainingsgebiete im Luftraum über den Alpen verteilt werden. Dabei wird Wert auf eine ausgewogene Lärmverteilung gelegt. Zu beachten gilt es allerdings, dass ein einzelner Überschallflug – physikalisch bedingt – einen Lärmkegel hinter sich herzieht, der bis zu 35 Kilometer links und rechts des eigentlichen Flugweges hörbar sein kann.