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Dem Laserpointer das Licht ausknipsen

Laserangriffe gefährden die Sicherheit. Jedes Jahr kommt es in der Schweiz zu ungefähr zehn Angriffen mit Laserpointern auf Piloten der Schweizer Luftwaffe. Dabei ist die Benutzung dieser Geräte im Freien hierzulande streng verboten. Nicht grundlos, denn derartige Blendversuche können zu schweren Unfällen führen.

18.09.2020 | Kommunikation Verteidigung, Giorgio Krüsi

Jedes Jahr kommt es in der Schweiz zu ungefähr zehn Angriffen mit Laserpointern auf Piloten der Schweizer Luftwaffe. (Foto: VBS/DDPS)

Soldaten im Wachdienst oder Polizisten auf Streife, Grenzwächter im Helikopter oder Piloten und Flugassistenten, selbst die Rettungskräfte der Rega sind vor Laserangriffen nicht gefeit. Unter den achtzig Fällen, die dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) jährlich gemeldet werden, sind es etwa zehn Fälle, in denen Piloten der Schweizer Luftwaffe mit einem Laserpointer angegangen werden. Eine Realität, die Sicherheitsverantwortliche seit rund zehn Jahren beunruhigt. Dass bisher noch nichts Ernsthaftes am Schweizer Himmel passiert ist, ist reiner Zufall.

Denn Angriffe mit Laserquellen sind vor allem in den entscheidenden Phasen des An- und Abflugs oder im Tiefflug besonders gefährlich. Piloten, die durch einen Laser geblendet werden, können von einer kurzen Ablenkung oder von einer temporären Blindheit betroffen sein oder sogar eine dauerhafte Schädigung der Augen erleiden. Deshalb müssen die Täter solcher gezielten Angriffe auf Luftfahrzeuge mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Strafrechtliche Konsequenzen

Aufgrund der Tragweite eines solchen Vorfalls hat der Bundesrat am 27. Februar 2019 die Verordnung zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nicht ionisierende Strahlung und Schall (V-NISSG) verabschiedet. Seit dem 1. Juni letzten Jahres sind in der Schweiz alle als gefährlich eingestuften Laserpointer verboten (mit Ausnahme jener der Klasse 2, die noch bis zum 1. Juni 2021 in Innenräumen verwendet werden dürfen). Handlungen mit Laserquellen gegen die körperliche Integrität von Personen (Art. 122 StGB) sind justiziabel. Zudem liegen strafbare Handlungen gegen die öffentliche Gewalt vor (Art. 278 StGB), die empfindliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Das Blenden von Piloten kann diese nicht nur verletzen, sondern auch die Sicherheit im Luftraum gefährden und zu schweren Unfällen führen, die Menschenleben kosten. Deshalb ist es der Schweizer Armee ein Anliegen, dass den Laserpointern für die Sicherheit im Schweizer Luftraum das Licht ausgeknipst wird.