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Täglich im Einsatz

Die Luftwaffe ist nicht nur im Einsatz, wenn ein Notfall eintritt, sondern sie erbringt an 365 Tagen im Jahr unverzichtbare Leistungen. So wahrt sie die Lufthoheit, erfüllt den Luftpolizeidienst, schützt internationale Konferenzen, sucht vermisste Personen, hilft bei Naturkatastrophen und transportiert Truppen, Material oder Personen.

14.08.2020 | Kommunikation Verteidigung, Eve Hug

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Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe: F/A-18, PC-21 und PC-7 (Foto: VBS/DDPS, Alexander Kühni)

Die Luftwaffe ist täglich im Einsatz, um die Sicherheit in und aus der Luft jederzeit zu gewährleisten. Sie überwacht den Schweizer Luftraum rund um die Uhr mittels Radar und überprüft die Einhaltung der Luftverkehrsregeln. Nur die Luftwaffe besitzt die nötigen Mittel, um zivilen Flugzeugen in Not zu helfen und eine missbräuchliche Nutzung des Schweizer Luftraums zu verhindern.

Luftpolizeidienst

Die Luftwaffe ist bis Ende 2020 jeden Tag des Jahres von 6 bis 22 Uhr bereit, um innert maximal 15 Minuten mit zwei F/A-18 abzuheben. Ab Januar 2021 wird diese Bereitschaft rund um die Uhr gewährleistet sein. Die F/A-18 sind jedes Jahr über 600 Flugstunden im Luftpolizeieinsatz, davon fliegen sie 20 bis 40 Hot Missions bei schwerwiegenden Verletzungen der Luftverkehrsregeln oder der Lufthoheit und 250 bis 350 Live Missions, sprich Kontrollen von ausländischen Staatsluftfahrzeugen im Schweizer Luftraum.

Konferenzschutz

Wenn die Luftraumnutzung während einer internationalen Konferenz auf Schweizer Boden eingeschränkt wird, setzt die Luftwaffe diese Einschränkungen durch. Seit 2003 stellt die Luftwaffe beispielsweise den Konferenzschutz am WEF in Davos sicher. Bei solchen Einsätzen kommen neben den F/A-18-Kampfflugzeugen auch Super-Puma-Helikopter und PC-7-Flugzeuge zum Einsatz. Auch die bodengestützte Luftverteidigung wird zur Sicherung in Position gebracht.

Personensuche

Die Luftwaffe hat permanent an 365 Tagen einen Super Puma mit Infrarotsuchgerät (FLIR) auf hoher Bereitschaft, um innerhalb einer Stunde zu jeder Tages- und Nachtzeit starten zu können. Diese Bereitschaft dient für Suche und Rettung, insbesondere von vermissten Personen, seltener, um abgestürzte Flugzeuge zu lokalisieren. Die Luftwaffe unterstützt die Polizei und das Grenzwachtkorps jährlich bei 20 bis 50 Personensuchen.

Hilfe und Unterstützung

Die Helikopter werden aber auch bei Katastrophen wie Waldbränden, anhaltender Trockenheit, Unwettern und weiteren Naturereignissen eingesetzt. Erst kürzlich hat die Luftwaffe geholfen, einen Waldbrand im Tessin zu löschen. Des Weiteren erbringt die Luftwaffe diverse Unterstützungsleistungen zugunsten der Polizei und des Grenzwachtkorps, beispielsweise bei der Überwachung der Grenzen oder mit Transportleistungen. Die anfallenden Flugstunden im Rahmen der Katastrophenhilfe und für Unterstützungsleistungen variieren von Jahr zu Jahr stark und sind grösstenteils nicht planbar.

Einsatz im Ausland

Die Schweizer Luftwaffe fliegt nicht nur im Inland, sondern ist im Rahmen der Friedensförderung sowie der internationalen Katastrophenhilfe und humanitären Hilfe auch im Ausland im Einsatz. Seit 2002 sind beispielsweise zwei bis drei Super-Puma-Helikopter im Kosovo, um dort Transportleistungen für die Truppen im Friedensförderungseinsatz sicherzustellen. Auch dort gilt: Die Schweizer Luftwaffe ist nicht nur im Einsatz, wenn etwas passiert, sondern sie erbringt unverzichtbare Leistungen an jedem Tag des Jahres.

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