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Die Luftwaffe, ein Arbeitgeber erster Wahl

Um den Flugdienst und den reibungslosen Betrieb ihrer fünf Flugplätze zu gewährleisten, benötigt die Schweizer Luftwaffe eine grosse Zahl von qualifiziertem Personal. Wie das Beispiel Payerne zeigt, schaffen die Militärflugplätze Arbeitsplätze und positive wirtschaftliche Nebeneffekte für die gesamte Region.

30.07.2020 | Kommunikation Verteidigung, Anthony Favre

Titelbild
(Foto: ZEM, Ueli Liechti)

Die Schweizer Luftwaffe und Payerne können auf eine lange gemeinsame Geschichte zurückblicken. Der 1921 gegründete Flugplatz hat sich im Laufe der Zeit kontinuierlich zur Speerspitze der Schweizer Luftwaffe entwickelt. Nicht nur dank der Arbeitsplätze, sondern auch dank ihrer Öffnung für zivile Geschäftsflüge im Jahr 2013 stellt der Flugplatz einen unbestreitbaren Vorteil für die Region dar.

Ein wichtiger Arbeitgeber

Von Flugzeugmechanikern über Piloten bis hin zu Fluglotsen bieten Flugplätze viele abwechslungsreiche Jobs. Für Flugbetrieb und Wartungsarbeiten an Flugzeugen und Systemen bietet der Flugplatz rund 230 Arbeitsplätze.

Eine Vielzahl von Partnerorganisationen, die für den reibungslosen Ablauf des Flugdienstes notwendig sind, sind auch auf dem Flugplatz Payerne vertreten. So ist beispielsweise die Logistikbasis der Armee für den Betrieb und die Instandhaltung der Infrastruktur verantwortlich, während die Führungsunterstützungsbasis das Telekommunikationsnetz und die Navigationssysteme sicherstellt. Die Flugverkehrsleitung wird durch Skyguide gewahrt. Für die Sicherheit auf dem Militärflugplatz ist die Militärpolizei verantwortlich.

Um zudem die Nachfolge von qualifiziertem Personal sicherzustellen, bildet das Basisausbildungszentrum jedes Jahr vier Polymechaniker und vier Elektroniklehrlinge aus. Betreut von hauptamtlichen Lehrmeistern, profitieren diese jungen Menschen von optimalen Lernbedingungen in einem anregenden Umfeld. Gegenwärtig sind mehr als 600 Personen an den Aktivitäten des Flugplatzes beteiligt.

Positive Nebeneffekte für die Region:

Seit 2013 wird der Flugplatz für zivile Geschäftsflüge genutzt und seit 2015 auch für die Entwicklungszone «Aéropôle». Diese von der Communauté régionale de la Broye (Coreb) entwickelte und von Swiss Aeropole SA verwaltete Zone zielt darauf ab, Unternehmen anzuziehen und Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Luftfahrt zu schaffen. Der Flugplatzkommandant, Oberst i Gst Michael Leuthold, ist erfreut über diese Entwicklung: «Zusätzlich zu den durch die Aktivitäten des Militärflugplatzes direkt oder indirekt geschaffenen Arbeitsplätze bringt der politische Entscheid, den Flugplatz für die Geschäftsluftfahrt zu öffnen und ein Entwicklungszentrum für Luft- und Raumfahrt in Payerne zu errichten, der Region neue wirtschaftliche Möglichkeiten. Diese beiden Faktoren tragen zum guten Zusammenleben zwischen der Armee und der Bevölkerung bei. »

Der Militärflugplatz ist ein Arbeitgeber erster Wahl, der sich aktiv an der wirtschaftlichen Vitalität der Region beteiligt.

Das Nervenzentrum der Luftwaffe

Payerne spielt in mehr als einer Hinsicht eine Schlüsselrolle beim Schutz des schweizerischen Luftraums. Die Hälfte der F/A-18-Einsätze werden ab Payerne geflogen. Dort befindet sich auch der Hauptstandort des Luftpolizeidienstes 24 (LP24) mit zwei bewaffneten und einsatzbereiten Kampfjets. Zurzeit stellen die beiden F/A-18 die Einsatzbereitschaft von 6 bis 22 Uhr während 365 Tagen im Jahr sicher. Ab 2021 wird der LP24 die vollständige Einsatzbereitschaft rund um die Uhr erlangt haben. Diese Verlängerung hat sich positiv auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt, da sie die Schaffung von rund hundert zusätzlichen Arbeitsplätzen erforderlich machte.

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