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«Es ist befriedigend, helfen zu können»

Sobald bekannt wurde, dass die Schweizer Armee im März im Kampf gegen das Coronavirus mobilisiert werden würde, meldeten sich viele Menschen, um freiwillig zu helfen. Unter ihnen war auch Oberleutnant Estelle Schwager. Nur wenige Monate nach Beendigung ihres Dienstes als Sanitätsoffizier-Durchdiener in Airolo zögerte sie nicht, sich zur Verfügung zu stellen. Seit dem 25. März ist sie im Spitalbataillon 2 eingesetzt und führt das Detachement zur Unterstützung des Freiburger Kantonsspitals.

26.05.2020 | Kommunikation Verteidigung, Anthony Favre

Oberleutnant Estelle Schwager führt seit dem 25. März das Detachement zur Unterstützung des Freiburger Kantonsspitals.

«Als ich am 17. März sah, dass die Armee Sanitätstruppen mobilisierte und Freiwillige aufnahm, habe ich mich sofort gemeldet. Ich hatte meinen Dienst als Durchdiener im November 2019 beendet und plante, im Herbst 2020 mit einem Studium im medizinischen Bereich zu beginnen. Als Sanitätsoffizier wollte ich nicht zu Hause bleiben und nichts tun. Nach einer Woche wurde ich vom Armeepersonal kontaktiert, und mir wurde mitgeteilt, dass ich zwei Tage später in Bière in den Dienst eintreten sollte. Zum Glück hatte ich noch meine komplette Ausrüstung zu Hause. So habe ich wieder meine Tasche gepackt und wurde am 25. März im Spitalbataillon 2 eingesetzt. Am 3. Mai konnte ich meinen 700. Diensttag feiern.

Ich bin für die Abteilung verantwortlich, die am Kantonsspital Freiburg tätig ist. Es handelt sich dabei um eine kleine Kompanie von etwa fünfzig Soldaten, bestehend aus Sanitätern, Köchen, Fahrern und weiteren Funktionsträgern. Meine Aufgabe ist es, diese Abteilung zu führen, dafür zu sorgen, dass der tägliche Dienstbetrieb funktioniert, und im Kontakt mit der Stabskompanie in Bière zu bleiben.

Im Laufe der Wochen haben wir uns an den Rhythmus gewöhnt. Um die freie Zeit zu nutzen, organisierten wir Freizeitaktivitäten wie Tischtennis oder Tischfussball. Die grösste Herausforderung bleibt weiter die Ungewissheit über die Einsatzdauer. Glücklicherweise ist die Motivation weiterhin gross. Die Kameradschaft und die sozialen Beziehungen innerhalb der Abteilung spielen dabei eine grundlegende Rolle: Da die Arbeit manchmal schwierig ist, ist es umso wichtiger, sich abends mit der Gruppe über den Tag auszutauschen, das bringt Entspannung.

Ich finde es befriedigend zu sehen, dass sich der Aufwand auszahlt. Die Rückmeldungen aus dem Spital sind sehr positiv, und es ist wirklich erfreulich, mit der Entlastung des medizinischen Personals helfen zu können. Wir müssen auf dieser Basis weitermachen und die Truppe gesund halten. Wir zählen auch darauf, dass die Bevölkerung die Vorschriften des BAG weiterhin einhält. So werden wir nach Hause zurückkehren können.»

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Dokumente

  • Schutzkonzept Kommando Ausbildung
    Alle in diesem Schutzkonzept erwähnten Punkte stützen sich auf gültige Befehle des Oberfeldarztes sowie entsprechende Arbeitshilfen und Merkblätter und auf die Empfehlungen zu Verhaltens- und Hygienemassnahmen des BAG ab.
    07.07.2020 | PDF, 16 Seite[n], 136 KB
  • Pocket card
    Coronavirus-Prävention der Armee: Massnahmen für alle Rekrutenschulen
    10.07.2020 | PDF, 2 Seite[n], 255 KB