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IKT-Entflechtung der ehemaligen RUAG erfolgreich abgeschlossen

In den vergangenen Wochen wurde ein weiterer wichtiger Schritt in der Entflechtung der IT-Systeme der ehemaligen RUAG geschafft. Datenbestände und Anwendungen der neu gebildeten MRO Schweiz (Maintenance, Repair and Overhaul) wurden aus der IT-Umgebung der ehemaligen RUAG in die IT-Infrastrukturen der Führungsunterstützungsbasis transferiert. Was nach einer simplen Tätigkeit klingt, ist in Wahrheit harte Arbeit.

29.04.2020 | Kommunikation Verteidigung, Anna Muser

Divisionär Alain Vuitel, Chef der FUB, Andreas Berger, CEO MRO Schweiz (4.v.l), und Luca Antoniolli, Chef Erneuerung (3.v.l), im Gespräch mit Mitarbeitenden aus der FUB, die in den vergangenen Monaten an der Entflechtung gearbeitet haben.

2500 Personen mit einem Laptop ausrüsten, die IT-Infrastruktur für den Betrieb von rund 300 Fachanwendungen vorbereiten und bereitstellen, 130 Terabyte an Daten überprüfen und transferieren und 17 neue Standorte an die Netzinfrastruktur der Bundesverwaltung anschliessen. Dafür eine eigene Sicherheitszone innerhalb der IT-Infrastruktur der Armee bauen und das alles einrichten. So lautete die Pendenzenliste des Projektteams für die IKT-Entflechtung der MRO CH seit Dezember 2018. Für Ostern dieses Jahres war dann die Bewährungsprobe angesetzt. «Über das Osterwochenende wurden die Geld- und Werteflussrelevanten Anwendungen migriert. Zu diesem Zeitpunkt musste alles andere bereit sein und funktionieren», sagt Peter Josi, Projektleiter der IKT-Entflechtung MRO CH bei der Führungsunterstützungsbasis (FUB).

Robustheit und Hochsicherheit für die IKT-Leistungen der Armee

Die Grundlegende Absicht der IKT-Entflechtung ist, dass die FUB zugunsten der MRO CH Leistungen auf Basis der IKT-Infrastrukturen der Armee erbringt, mit denen die MRO CH dann ihre eigenen Anwendungen betreiben kann. «Die Herausforderung für uns bei dieser Entflechtung war, dass wir unter sehr hohem Zeitdruck und mit unseren hohen Sicherheitsauflagen ein neues Provider-Modell zugunsten der MRO CH aufzubauen hatten», sagt Luca Antoniolli, Chef Erneuerung bei der FUB. Es sei nur aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit zwischen der FUB und MRO CH überhaupt möglich gewesen, dieses Ziel zu erreichen. Und es musste auch unbedingt klappen. Die MRO CH ist für die Wartung und die Instandhaltung der meisten Systeme der Armee zuständig, so auch für die Flugzeuge und Helikopter der Luftwaffe. Ein Fehler bei der IKT-Entflechtung würde bedeuten, dass Abläufe in Wartung und Bereitstellung der Flugzeuge der Luftwaffe unterbrochen werden. Dies hätte einen massiven Einfluss auf die Einsatzbereitschaft der Armee gehabt. «Mit der Überführung unserer IT-Systeme auf die Systemlandschaft der FUB haben wir einen der wichtigsten Schritte der Entflechtung erfolgreich abgeschlossen. Somit können wir unseren Leistungsauftrag zugunsten der Schweizer Armee ohne Unterbruch sicherstellen», sagt Andreas Berger, CEO von RUAG MRO Schweiz.

In den nächsten Wochen geht es nun darum, die neue IKT-Umgebung intensiv zu nutzen und zu prüfen, ob es noch einen Feinschliff braucht. Bisher sind die involvierten Parteien aber sehr zufrieden mit den Arbeiten. «Bei dieser Entflechtung der IKT wurde sehr gründlich und effizient gearbeitet. Ich bin stolz, dass die FUB dieses Projekt in so kurzer Zeit mit dieser Qualität hat durchführen können», sagt Alain Vuitel, Chef der FUB.