print preview Zurück zur Übersicht Startseite

Armeechef über den Corona-Einsatz: «Es war ein prägendes Gefühl, die Armee dort einsetzen zu können, wo es sie braucht.»

Kaum war er im Amt, musste er den grössten Ernsteinsatz seit dem Zweiten Weltkrieg auslösen. Bald schickt Thomas Süssli aber bereits wieder erste Soldaten nach Hause. Im Interview spricht der neue Armeechef über Corona, flache Hierarchien und den Kulturwandel, den er durchsetzen will.

17.04.2020 | Neue Zürcher Zeitung, Georg Häsler Sansano, Larissa Rhyn

Korpskommandant Thomas Süssli

Sie haben in der Corona-Krise den Auftrag gefasst, notfalls bis zu 8000 Soldatinnen und Soldaten aufzubieten. Da waren Sie noch keine 100 Tage im Amt. Wie erlebten Sie diese Zeit als oberster Soldat der Schweiz?

Anfang März prägten uns die Bilder aus Italien. Für uns war klar, dass wir bereit sein müssen, sobald die Kantone Leistungen der Armee anfordern. Wir haben früh mit der Planung und Vorbereitung begonnen. Als wir schliesslich die Mobilmachung auslösten, kam für mich die Sorge um die Gesundheit der Truppe dazu. Ich war viel vor Ort, um mit eigenen Augen zu sehen, wie gearbeitet wird und wie die Schutzmassnahmen eingehalten werden. Was ich gesehen habe, hat mich beeindruckt: Chefs, die sich um ihre Truppe kümmern, die Sorgen der Leute ernst nehmen und sie seriös auf den anspruchsvollen Einsatz vorbereiten.

Wie verlief die Mobilmachung? Das neue System wurde erst vor zwei Jahren wieder eingeführt…

Ja, die Mobilmachung hat sehr gut funktioniert. Die Armee konnte zeigen, dass die geplante Erhöhung der Bereitschaft richtig und wichtig ist. Unsere Milizarmee hat bewiesen, dass sie innert Stunden eine Mobilmachung durchführen und unsere Bevölkerung schützen und unterstützen kann. Auch das Aufgebot per SMS hat sich bewährt. Über 80 Prozent der Aufgebotenen haben innert einer Stunde geantwortet. Auch im Ausland wurde der Prozess mit Interesse verfolgt. Der Umstand, dass mit unserem Milizsystem in Rekordzeit aus Bürgerinnen und Bürgern Soldaten werden, ist sicher eine Besonderheit der Schweiz.

Was ziehen Sie bis jetzt für eine Bilanz dieses Ernstfalls?

Für eine umfassende Bilanz ist es noch zu früh. Wir stehen noch mitten im Einsatz.

Gut, dann fragen wir anders: Womit haben Sie zu kämpfen?

Zu Beginn war vor allem die Durchsetzung der Hygienevorschriften eine grosse Herausforderung. Aber unser Führungsrhythmus hat sich einmal mehr bewährt: Wir erfassen das Problem, beurteilen die Lage, fassen einen Entscheid und planen. Danach erteilen wir die Aufträge und passen später die Pläne wenn nötig an. Und ich denke, unsere Milizkader werden von der Führungserfahrung aus dieser anspruchsvollen Zeit noch lange profitieren.

Trotzdem haben Sie Mühe, genügend Leute zu finden, die in Kaderpositionen wollen. Was machen Sie falsch?

Das stimmt zum Glück so nicht. Wir finden auf allen Stufen genügend geeignete Anwärterinnen und Anwärter. Diese wollen als Milizkader Leadership lernen und leben. Sie wissen, dass unsere Ausbildung kombiniert mit dem «Abverdienen» nach wie vor die beste praktische Führungsschule der Schweiz ist. Wo sonst können sie in diesem jungen Alter so viel praktische Führungsverantwortung übernehmen und aus Erfahrung lernen?

Wo sehen Sie sonstige Herausforderungen?

Man muss ja nicht immer nur die Herausforderungen und Probleme anschauen. Die zurzeit wahrgenommene Wertschätzung durch die Bevölkerung tut unseren Bürgerinnen und Bürgern in Uniform gut – und sie haben es verdient.

Trotzdem ist nicht alles reibungslos gelaufen. Der Gewerbeverband kritisierte die Kommunikation an die Arbeitgeber.

Ich habe Verständnis für die Kritik. Der Brief an die Arbeitgeber kam erst nach einer Woche, was primär der hohen Geschwindigkeit der Entscheidungen in den ersten Tagen nach der Mobilmachung geschuldet war. Viele Angehörige der Armee fehlen noch immer in der Arbeitswelt, teilweise in der Grundversorgung. Nach dem neusten Entscheid des Bundesrates können wir nun einige hundert Armeeangehörige wieder ins Arbeitsleben zurückschicken - und so die Folgen des Assistenzdiensts für die Wirtschaft gezielt mindern.

Weshalb so schnell?

Inzwischen haben die Massnahmen des Bundes und der Kantone offenbar Wirkung gezeigt. Der Bedarf an Unterstützungsleistungen für das schweizerische Gesundheitswesen ist tiefer als damals befürchtet. Nun geht es uns darum, aktuell nicht direkt benötigte Truppen – mit Bereitschaftsauflagen – zu entlassen. Die Armee bleibt damit bereit, auch bei einer Lageverschlechterung die betroffenen Behörden von Bund und Kantonen zeitgerecht mit Leistungen zu unterstützen.

Offenbar haben viele Soldaten keinen Auftrag. Hat man mit «all in» zu viel aufgeboten?

Nein. Wir stützten uns auf den raschen Anstieg an der zivilen Unterstützungsgesuche der Kantone und den damaligen Stand der möglichen Pandemie-Szenarien. Für uns ging es darum, in der Pflege sofort ein Maximum an Unterstützung bieten zu können, falls sich die Befürchtungen bewahrheitet hätten und die Spitäler überlastet gewesen wären. Darauf haben wir uns eingestellt. Zum Glück bewältigt das zivile Gesundheitswesen die Lage nun weitgehend selbständig. Darum können wir nun erste Soldaten entlassen. Doch falls sich die Lage wieder verschärft, bieten wir sie erneut auf.

«Stressen und warten». Diese Erinnerung prägt bei vielen die Erinnerung an die Armee. Auch beim Corona-Einsatz müssen verschiedene Soldatinnen und Soldaten einfach warten.

Es liegt in der Natur des militärischen Handwerks, dass man sich gezielt vorbereitet, um dann meist nur einen kurzen, aber entscheidenden Einsatz zu leisten. Das geht ja auch der Feuerwehr so. Sie übt das ganze Jahr, ist bereit und auf Pikett, und wenn es einmal brennt, muss sie sofort bereit sein.

Wie sollen die Kommandanten mit der Wartezeit umgehen?

Die Kommandanten leben Leadership vor und erläutern den Sinn des Assistenzdienstes. Dabei erklären sie auch, warum es eine Reserve braucht. Die Soldatinnen und Soldaten sind äusserst motiviert, einen Beitrag zu leisten. Aber sie verstehen die Begründung mehrheitlich gut. Die Wartezeit ist somit nicht umsonst, sondern wird für die Ausbildung genutzt.

Weshalb lassen Sie die Rekrutenschulen einfach weiterlaufen? Viele Rekruten sind schon seit Wochen pausenlos in der Kaserne. Es gab sogar eine Petition, die fordert, dass sie nach Hause dürfen.

Es wurde in den letzten Wochen oft kritisiert, dass in den letzten Jahren Notlager und Reserven abgebaut wurden. Die Armee ist die letzte Sicherheitsreserve der Schweiz. Und wer weiss, was die nächste Krise ist? Wir müssen deshalb, nebst der Bewältigung der gegenwärtigen Situation, auch weiterhin bereit für andere Szenarien sein. Ich habe mit vielen Rekruten vor Ort gesprochen und glaube, dass sie dies mehrheitlich akzeptieren. Sie vermissen jedoch die Angehörigen und freuen sich, nach fünf Wochen wieder einen kurzen Urlaub antreten zu können.

Was ist Ihre Rolle als Armeechef im Corona-Einsatz?

Ich bin die Schnittstelle zwischen der Departementsvorsteherin Viola Amherd und dem Gesamtbundesrat auf der einen und dem Kommandanten der Operation auf der anderen Seite. Ich verantworte somit die Einsätze, führe sie aber nicht selbst. Es war das erste Mal, dass wir die neuen Armeestrukturen in einem längeren Einsatz in der ganzen Schweiz überprüfen konnten.

 Als ehemaliger Sanitätssoldat konnten Sie sogar Ihre eigenen Truppen in Marsch setzen…

Meine eigenen Erfahrungen in der Armee, vom Soldat der Sanitätstruppen bis hin zum Kommandanten der Logistikbrigade, gaben mir Vertrauen. Ich wusste: Die können das. Die Spitalbataillone haben seit mehreren Jahren genau das trainiert, was sie jetzt unter Beweis stellen. Aber nicht nur Sanitäts- und Spitalsoldaten sind gefordert. So hat beispielsweise die Infanterie Schutzaufgaben übernommen, und die Rekrutenschulen haben Infrastruktur für die einrückenden Truppen bereitgestellt.

Wie ist es bei Ihnen? Hatten Sie Anfangsschwierigkeiten?

Mir persönlich fiel meine Rolle nicht immer leicht. Ich musste mich teilweise bewusst in den Hintergrund nehmen. Dadurch hatte ich genug Zeit, um Kontakt mit der Truppe vor Ort zu haben. Es liegt mir viel daran, die Weiterentwicklung der Armee bis Ende 2022 konsequent umzusetzen, anschliessend die Stärken und Schwächen zu beurteilen und allenfalls gezielt Anpassungen vorzunehmen.

Wo braucht es denn aus Ihrer Sicht Anpassungen?

Wir stellen fest, dass wir in sehr vielen Bereichen Entscheidungswege und Prozesse verkürzen und optimieren können. Nicht nur innerhalb der Militärverwaltung und der Armee, sondern auch im Austausch mit den zivilen Partnern. Daran werden wir arbeiten. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Balance zwischen dem, was wir leisten sollen, und den Ressourcen. In den Wiederholungskursen haben wir immer weniger Leute, und es nicht sicher, dass wir langfristig die Bestände sichern können.

Wenn Sie mehr Frauen für den Dienst motivieren könnten, wäre das Bestandesproblem gelöst. Bundesrätin Viola Amherd erklärt schon seit ihrem Amtsantritt, dass sie den Frauenanteil in der Armee erhöhen will. Bis jetzt scheinen die Bemühungen aber wenig erfolgreich zu sein. Woran liegt das?

Ich glaube, Frauen bringen unserer Armee viel mehr, als nur die Bestände zu erhöhen. Sie bringen wertvolle andere Denkmuster ein, sind hoch motiviert und leisten gleich viel wie ihre männlichen Kameraden. Frauen kommen dann zu uns, wenn es uns gelingt, zu erklären, dass die Armee für sie spannende Herausforderungen und sinnvolle Aufgaben bereithält, an denen sie persönlich wachsen können. Das hat sich klar gezeigt. Einen Frauenanteil von 10 Prozent finde ich deshalb nicht unrealistisch. Wir wollen für jede Schweizerin und jeden Schweizer, die oder der zur Armee kommen will, den richtigen Platz finden.

Kommen wir zurück zur Bewältigung der Corona-Krise: Es heisst, Sie seien mit allen Ihren Kommandanten in täglichem Austausch. Machen Sie das bewusst anders als Ihr Vorgänger?

Eine Stärke unserer Milizarmee ist die Auftragstaktik. Damit alle Kommandanten vorausdenken und selbständig handeln können, müssen sie zeitnah die Pläne des Chefs kennen. Deshalb informieren wir sie jeden Tag in einer kurzen Telefonkonferenz über die Lageentwicklung und die Veränderungen im Einsatz. Die Kommandanten können neu auch in einem speziellen und sicheren Chat kommunizieren – untereinander und direkt mit mir. Wir haben so bewusst einen Schritt hin zu mehr Digitalisierung gemacht, und ich hoffe, dass wir damit einen Kulturwandel einleiten können.

Das klingt nach flachen Hierarchien.

Durchaus. Es ist mein Ziel, in der Armee flache Hierarchien zu schaffen. Aber ich möchte den Kulturwandel nicht primär daran festmachen. Die Digitalisierung der Armee und der Miliz nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Sie zwingt uns dazu, Fähigkeiten und Abläufe neu zu denken. Um neue Technologien einzuführen und sie effizient zu nutzen, brauchen wir einen Kulturwandel. Es muss möglich sein, in kleinen Schritten Neues zu versuchen, Fehler zu machen und daraus zu lernen, um sich rasch weiterzuentwickeln.

Da wir schon von Veränderungen sprechen: Wie können Armee und Bevölkerungsschutz künftig besser zusammenarbeiten?

Ich finde, die Zusammenarbeit funktioniert schon heute gut. Die Sicherheitsverbundsübung im letzten Herbst hat dazu beigetragen, dass die Verantwortlichen sich kennen und die Prozesse besser verstehen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, komplementäre Fähigkeiten und Kapazitäten besser zu nutzen.

Die Armee muss helfen, schützen und kämpfen. Der Aspekt Sicherheit hatte im Corona-Einsatz stets zweite Priorität. Trotzdem schicken Sie diejenigen Soldaten, die Polizei und Zollbehörden unterstützen, noch nicht nach Hause. Weshalb?

Der Aspekt der Sicherheit spielt bei jedem Armeeeinsatz eine Rolle. So hat die Truppe von Anfang an die eigenen Einrichtungen und Standorte geschützt. Aber wenn die Armee Assistenzdienst leistet, ist das immer subsidiär. Das heisst, sie kommt erst dann zum Einsatz, wenn die zivilen Mittel ausgeschöpft sind. Die Gesuche für die Unterstützung der Eidgenössischen Zollverwaltung und der Polizei kamen erst später. Und der Bedarf ist unverändert da. Die Truppen, die noch im Einsatz sind, müssen die Leistungen daher weiterhin erbringen.

Man könnte sagen: Bis jetzt war Corona eine gute Chance, «Süsslis Soft Power» zu demonstrieren. Dafür sind Sie bekannt. Aber eigentlich ist der Kernauftrag der Armee die Verteidigung…

Genau darin sehe ich meine Hauptaufgabe: Die Armee auf gegenwärtige und mögliche künftige Bedrohungen und Gefahren auszurichten. In letzter Konsequenz heisst das auch: die Schweiz in einem bewaffneten Konflikt verteidigen. Die neuen Bedrohungen zeichnen sich dadurch aus, dass der Gegner vernetzt agiert. Er wirkt so lange wie möglich unerkannt und auf Distanz. Sein Handeln richtet sich primär gegen die Bevölkerung und unsere kritische Infrastruktur. Sollte es in der Schweiz zu einem bewaffneten Konflikt kommen, wird dieser zwangsläufig im überbauten Gelände stattfinden. Nicht weil wir es wollen, sondern weil der Grossteil der Fläche im Mittelland überbaut ist.

Worin liegen in diesem Szenario die grössten Gefahren?

Die Gefahren sehe ich vor allem in der zunehmenden Abhängigkeit unserer Gesellschaft vom Strom sowie in der Digitalisierung. Gleichzeitig nimmt unsere Resilienz ab, das hat sich in der gegenwärtigen Krise gezeigt.

Ist die Schweiz für Cyberangriffe genügend gerüstet?

Ich kann nicht für die ganze Schweiz sprechen. Ich nehme jedoch wahr, dass vor allem grössere Firmen immer besser geschützt und vorbereitet sind. Viele KMU hingegen haben die Mittel dafür nicht. Auch die kritischen Infrastrukturen bereiten mir Sorgen. Nicht, weil sie sich nicht genügend schützen würden. Sondern weil in unserer optimierten und effizienten Welt wenig Reserven und Resilienz bestehen. Bezogen auf die Armee hören wir oft, dass Cyber die neue Bedrohung sei und deshalb keine schweren Mittel mehr notwendig seien. Aber Cyber ersetzt nicht die bestehenden Bedrohungen – sondern macht sie im Gegenteil noch gefährlicher.

Welches Erlebnis hat Sie in den ersten 100 Tagen als Armeechef am meisten geprägt?

Mir gehen verschiedene Bilder durch den Kopf. Es sind vor allem die Menschen, die ich getroffen habe. Ich empfinde es als ein absolutes Privileg, mich mit vielen interessanten Persönlichkeiten austauschen zu können. Auch den Moment, als die Mobilmachung ausgelöst wurde, werde ich sicher nie vergessen. Jeder im Raum spürte, wie bedeutend das war. Es war ein prägendes Gefühl, die Armee dort einsetzen zu können, wo es sie braucht.

News

Einsatz in der zweiten Welle


Rückblick: Einsatz «CORONA20» (Februar bis Juni 2020)


Medienmitteilungen

FAQ

Armee Aktuell

Es finden nur noch Wiederholungskurse statt, die für einen erneuten Assistenzdiensteinsatz der Armee im Rahmen der Covid-19-Pandemie notwendig wären; ebenfalls durchgeführt werden Wiederholungskurse, die notwendige Voraussetzungen schaffen, damit geplante Einsätze im nächsten Jahr, beispielsweise die Unterstützung der zivilen Behörden für die Durchführung des WEF, stattfinden können.

Alle weiteren Wiederholungskurse werden entweder vorzeitig beendet oder bis zum Ende dieses Jahres ausgesetzt. Auf diese Weise soll die Bereitschaft und Durchhaltefähigkeit der Armee im Hinblick auf einen möglichen Assistenzdiensteinsatz sichergestellt werden.

Liste der ausgesetzte Wiederholungskurse

Wiederholungskurse, die von der Armee ausgesetzt werden, haben keine Wehrpflichtersatz-Abgabe zur Folge. Die Dienstleistung wird in den Folgejahren wie geplant mit den ordentlichen Terminen erbracht.

Grundsätzlich gilt, dass die Armee ihre Aufgaben ungeachtet der Corona-Situation erfüllen und die erforderliche Bereitschaft aufrechterhalten muss. Dies ist nur möglich, wenn weiterhin Rekrutenschulen, Lehrgänge, aber auch die Rekrutierung stattfinden. Die Armee beurteilt laufend die aktuelle Lageentwicklung und ergreift Massnahmen zur Reduktion der Ausbreitung des Coronavirus. Vom 2. November bis 22. November wird die Rekrutierung daher voraussichtlich für drei Wochen vorübergehend ausgesetzt. Stand heute wird die Winter-Rekrutenschule 2021 Anfang Januar wie geplant durchgeführt, unter Einhaltung aller weiterhin geltenden Schutzmassnahmen.

Grundsätzliches

Die Armeeangehörigen können in den Bereichen Schützen, Retten und Helfen eingesetzt werden, wie dies bereits im Frühjahr 2020 der Fall war. Mögliche Aufgaben der Armee sind die Unterstützung des zivilen Gesundheitswesens mit sanitätsdienstlichen Leistungen bei der allgemeinen Grund- und Behandlungspflege, der Patientenüberwachung, bei sanitätsdienstlichen Transporten oder in der Spitallogistik. Auch die Unterstützung der Eidgenössischen Zollverwaltung bei der Überwachung der grünen Grenze oder die Entlastung der Kantonspolizei durch die Übernahme der Botschaftsbewachung ist möglich.

Die Armee ist gemäss Bundesverfassung verpflichtet, in allen Lagen die Einsatzbereitschaft ihrer Truppen sicherzustellen. Das abgestufte Bereitschaftssystem ermöglicht es der Armee, jederzeit aus dem Stand mit genügend und geeigneten Kräften auf ausserordentliche Ereignisse zu reagieren. Ein erneuter Assistenzdiensteinsatz, wie auch eine erneute Mobilmachung, würde jedoch einen vorgängigen Entscheid durch den Bundesrat erfordern.

Die Armee rekrutiert aus den eigenen Reihen gezielt Soldaten und Kader, welche sich freiwillig für einen Corona-Assistenzdienst melden können. Rund 5'000 Armeeangehörige aus den Sanitäts- und Spital-Bataillonen, den Sanitäts-Kompanien sowie einem Verkehr- und Transport-Bataillon wurden per SMS angefragt, ob sie sich freiwillig zu einem Assistenzdienst melden möchten. Auf diese Weise soll die Wirtschaft bei einem weiteren möglichen Einsatz der Armee entlastet werden, indem in einer ersten Phase auf Freiwillige zurückgegriffen wird.

Grundsätzlich entscheidet der Bundesrat über den Einsatz der Armee zu Gunsten der zivilen Behörden im Rahmen des Assistenzdienstes. Im Falle einer Katastrophe läge der Entscheid beim VBS. Werden mehr als 2000 Angehörige der Armee aufgeboten oder dauert der Einsatz länger als drei Wochen, ist die Bundesversammlung zuständig.

Über die Priorisierung der militärischen Unterstützungsleistungen und die Dauer der Zuweisung von Mitteln an die zivilen Behörden entscheidet der Bundesstab Bevölkerungsschutz unter der Leitung des Bundesamtes für Gesundheit in Absprache mit dem VBS.  

Der Assistenzdienst beruht auf dem Militärgesetz. Dieses sieht in Artikel 67 Assistenzdienst unter anderem vor bei der Bewältigung von Katastrophen, Spitzenbelastungen oder von Aufgaben, die die Behörden mangels geeigneter Personen oder Mittel nicht bewältigen können. Die folgenden Artikel regeln die Einzelheiten. Zum Beispiel schreibt Artikel 70 vor, dass die Bundesversammlung den Einsatz in der nächsten Session genehmigen muss, wenn er mehr als 2000 Armeeangehörige umfasst und auch die Dauer von drei Wochen übersteigt.

Zudem findet sich eine gesetzliche Grundlage auch im Artikel 1 des Militärgesetzes, der die Aufgaben der Armee festlegt. Unter anderem hat die Armee die Aufgabe, die zivilen Behörden im Inland zu unterstützen, wenn deren Mittel nicht mehr ausreichen. Dies unter anderem bei der Bewältigung von Katastrophen und anderen ausserordentlichen Lagen (Absatz 2 Buchstabe b), bei der Erfüllung von Aufgaben im Rahmen des Sicherheitsverbundes Schweiz und der koordinierten Dienste (Absatz 2 Buchstabe d) und bei der Bewältigung von Spitzenbelastungen oder von Aufgaben, die die Behörden mangels geeigneter Personen oder Mittel nicht bewältigen können (Absatz 2 Buchstabe e).

Gemäss Dienstreglement der Armee umfasst die die Militärdienstpflicht Pflichten ausser Dienst (z.B. obligatorisches Schiessen), Ausbildungsdienst (RS, WK etc.), Friedensförderungsdienst, Assistenzdienst sowie Aktivdienst.

  • Ausbildungsdienst
    In normaler Lage sind alle Angehörigen der Armee verpflichtet, entsprechend dem militärischen Grad eine bestimmte Anzahl Ausbildungsdiensttage zu leisten. Der Ausbildungsdienst umfasst die Rekrutenschule, die jährlichen Wiederholungskurse sowie die Teilnahme an Lehrgängen, Kursen, Übungen und Rapporten. Die Verordnung über die Militärdienstpflicht legt fest, wie viele Tage Ausbildungsdienst geleistet werden müssen.
  • Friedensförderungsdienst
    Der Einsatz in der Friedensförderung im Ausland ist freiwillig. Der Einsatz kann auf der Grundlage eines UNO- oder OSZE-Mandats erfolgen. Wer Friedensförderungsdienst leistet, wird auf der Basis eines öffentlich-rechtlichen Arbeitsvertrags angestellt. Diensttage werden in der einsatzbezogenen Ausbildung angerechnet.
  • Assistenzdienst
    Wenn die zivilen Mittel bei einer Aufgabe von nationaler Bedeutung nicht ausreichen, kann die Armee zur Unterstützung der zivilen Behörden mobilisiert werden. Der Assistenzdienst ist ein Einsatz der Armee und dient nicht der Ausbildung der Armeeangehörigen. Daher werden die im Assistenzdienst geleisteten Diensttage nur teilweise oder gar nicht an die Ausbildungsdienstpflicht angerechnet.
  • Aktivdienst
    Bei einer Bedrohung der nationalen Sicherheit kann die Armee von der Bundesversammlung zum Aktivdienst aufgeboten werden. Die zum Aktivdienst aufgebotenen Truppen werden vereidigt. Die Armee kann entweder im Landesverteidigungsdienst zur Abwehr äusserer Bedrohungen eingesetzt werden oder im Ordnungsdienst zur Abwehr schwerwiegender innerer Bedrohungen wie beispielsweise Terrorismus.

Schutzmassnahmen der Armee

Bei Covid-19-Symptomen vor Dienstantritt oder während des persönlichen Urlaubs gilt: Zuhause bleiben. Informieren Sie den zuständigen Kommandanten telefonisch und nehmen Sie mit dem Hausarzt / der Hausärztin Kontakt auf. Erst wenn eine ärztliche Erlaubnis vorliegt, dürfen Sie Einrücken, müssen jedoch zuerst Ihr Kommando informieren.

Bei Fragen können sich Armeeangehörige auch nach ihrer Dienstentlassung beim Militärärztlichen Dienst melden - 058 464 27 27, milazd.info@vtg.admin.ch Die Militärversicherung übernimmt die nachdienstlichen Behandlungskosten, sofern nachweislich ein Zusammenhang zwischen Erkrankung und Militärdienst besteht.

Alle einrückenden Soldatinnen, Soldaten und Kader werden vor Dienstantritt über die aktuelle Corona-Lage informiert und auf das Schutzkonzept und die darin enthaltenen Massnahmen aufmerksam gemacht. Dauert der Dienst fünf Tage oder länger, so werden die Armeeangehörigen gleich zu Beginn auf Covid-19 getestet. Wenn jemand trotz aller Vorsichtsmassnahmen im Dienst erkrankt, wird er sofort von der Truppe isoliert und steht bis zu seiner vollständigen Genesung unter Aufsicht eines Truppenarztes.

Die vom Bundesrat beschlossene Massnahmen und die persönlichen Hygiene- und Verhaltensmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit gelten auch für die Soldaten; sie sind strikte einzuhalten und der Dienstbetrieb hat sich diesen Massnahmen anzupassen.

Mit dem militärischen Gesundheitswesen stellt die Armee die Versorgung der Armeangehörigen sicher. COVID-19 führt bei den eingesetzten Armeeangehörigen altersmässig kaum zu schweren Verläufen. Sollte es dennoch zu einem schweren Fall kommen, so ist die Armee auf die Intensivpflegeplätze ziviler Spitäler angewiesen (Beatmung).

In der Regel kann das der Armeeangehörige selber übernehmen. Primär werden die Angehörigen also vom betroffenen Armeeangehörigen selbst informiert. Bei Bedarf und in Absprache mit der medizinischen Grundversorgung der Armee wird auch durch den entsprechenden Kommandanten respektive den Truppenarzt informiert.

Unter Quarantäne wird eine Person gesetzt, die nicht à priori krank ist; Es handelt sich um eine Absonderung aus Sicherheitsgründen. In Isolation wird ein Patient versetzt, der eindeutige Symptome zeigt oder bereits positiv auf das COVID-19-Virus getestet wurde. Die Quarantäne dient der Absonderung von Personen, die einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt waren jedoch nicht krank sind bzw. keine Symptome zeigen (Verdachtsfälle, Kontaktpersonen).

Die Quarantäne ist eine angeordnete Massnahme zur Eindämmung übertragbarer Krankheiten. Die Anordnung erfolgt in Absprache mit den zivilen und militärischen Behörden durch den Oberfeldarzt. Die Quarantäne SARS-CoV-2 dauert gemäss Vorgaben des BAG 10 Tage. Die Ausbildung kann in angepasster Form innerhalb des definierten Quarantäneperimeters trotzdem stattfinden.

Die Isolierung ist die Absonderung von kranken oder infizierten Personen. Eine sich in Quarantäne befindliche Person, die erkrankt, muss isoliert werden. Die Isolierung erfolgt in der Krankenabteilung oder im Medizinischen Zentrum der Region (MZR).

Die Isolierung ist eine angeordnete Massnahme zur Eindämmung übertragbarer Krankheiten. Die Anordnung erfolgt nach Entscheid des medizinischen Personals anhand der Vorgaben des BAG (Bundesamt für Gesundheit).

 

Diensttage, Entschädigung und Urlaube

Der Bundesrat hat entschieden, dass der Einsatz im Assistenzdienst als ordentlicher Wiederholungskurs gilt. Wer mehr Diensttage als einen ordentlichen Wiederholungskurs leistet, erhält bis zu einem zweiten Wiederholungskurs (insgesamt also maximal 38 Dienstage) an seine Ausbildungsdienstpflicht angerechnet.

 

Der Bundesrat hat beschlossen, dass die Differenz zwischen der Entschädigung aus der Erwerbsersatzordnung (EO) und dem vollen Erwerb bei Arbeitnehmenden und selbständig Erwerbenden vom Bund übernommen wird. Dieser Regelung gilt für die Dienstage, die die Armeeangehörigen über den Ausbildungsdienst hinaus leisten, der für das laufende Jahr vorgesehen war.

Sofern es die Lage erlaubt, wird Allgemeiner Urlaub durch den zuständigen Kommandanten gewährt. Die Bewilligung von Urlaub im Assistenzdienst erfolgt auf Vertrauensbasis. Als Gegenleistung wird von allen Angehörigen der Armee erwartet, dass sie sich strikt an die Hygienevorgaben halten.

Persönliche Urlaube kann der Armeeangehörige bei seinem vorgesetzten Kommandanten beantragen. Bewilligungsgründe sind Notfälle im familiären, beruflichen oder im persönlichen Umfeld. 

 

Leistungen und Ausbildung

Die Armee kommt subsidiär in den Einsatz, das heisst im Auftrag und mit der Einsatzverantwortung des zivilen Leistungsbezügers. In einer einsatzbezogenen Ausbildung werden die Armeeangehörigen befähigt, die ihnen zugewiesene Aufgaben zu erfüllen. Bezogen auf das Gesundheitswesen: Es wird also beispielsweise kein Soldat im Behandlungszimmer oder am Operationstisch stehen – dort arbeitet immer noch der qualifizierte Arzt. Aber im Hintergrund kann ein Soldat dafür sorgen, dass ausreichend sterile Geräte zur Verfügung stehen. Damit entlastet er das Spitalpersonal ganz allgemein. Zudem verfügt die Armee über in der Schweiz einmalige Mittel im Gesundheitswesen, zum Beispiel die leichten Sanitätswagen, in denen der Fahrer Patient räumlich getrennt ist. Die Armee trainiert solche subsidiären Einsätze im Rahmen der definierten Leistungsprofile.

In der «einsatzbezogenen Ausbildung» (EBA) wird ihnen das Wissen und Können vermittelt, das zur Erfüllung des Auftrages nötig ist. Die Inhalte der sanitätsdienstlichen EBA werden durch den ASTAB Sanität (Oberfeldarzt) definiert und sind auf die mögliche Leistungserbringung ausgerichtet.

  • Sanitätsdurchdiener (1 bis 2 Sanitätszüge)
  • 4 Spitalbataillone (alle Miliz mit erhöhter Bereitschaft)
  • 8 Sanitätskompanien (5 davon Miliz mit erhöhter Bereitschaft)
  • 1 Sanitäts Logistik Bataillon (zur Unterstützung der Armeeapotheke)
  • 1 Sanitäts Support Bataillon (ein Spezialisten Pool im medizinischen Bereich.
     

Weitere Aufgaben der Armee

Die Armee muss – ungeachtet der aktuellen Corona-Krise – die Bevölkerung vor dem gesamten Spektrum möglicher Bedrohungen und Gefahren schützen. Die Bundesverfassung gibt der Armee den Auftrag, in allen Lagen die Einsatzbereitschaft ihrer Truppen sicherzustellen. Das bedeutet, dass auch in dieser ausserordentlichen Lage Schiessausbildung betrieben werden muss und dass die Luftwaffe Luftpolizeidienst leistet. Wenn Jet-Piloten während Wochen oder gar Monaten nicht mehr trainieren könnten, würden sie ihre Fähigkeiten einbüssen, die Bevölkerung vor Bedrohungen im und aus dem Luftraum zu schützen, beispielsweise auch im Luftpolizeidienst. Zudem bedeutet das auch, dass die Armee Teile von Waffenplätzen, die sie sonst der Zivilbevölkerung für Freizeitaktivitäten zur Verfügung stellt, für die Ausbildungstätigkeiten sperren muss.

Die Armee prüft laufend, in welchen Bereichen es mit Blick auf die Bereitschaft angezeigt und möglich ist, Ausbildung und Training zu reduzieren.Der Kommandant Luftwaffe hat entschieden, den Trainingsbetrieb auf ein temporär vertretbares Minimum zu reduzieren. Damit soll bewusst auch die Bevölkerung geschont werden, die jetzt mehrheitlich zu Hause eingeschränkt ist. Die hoheitlichen Aufgaben der Luftwaffe (Luftpolizeidienst, Such- und Rettungsdienst, Lufttransportdienst des Bundes) sowie die zunehmenden Unterstützungsleistungen mit Helikoptern für die Polizei, das Grenzwachtkorps sowie die im Assistenzdienst vorgesehenen Truppen sind jedoch sichergestellt.

Der KSD unterstützt die Vorsorge- und Einsatzplanung. Er berät den Bundesstab Bevölkerungsschutz und unterstützt die Koordination auf Stufe Bund. Er unterstützt in diversen Bereichen das Ressourcenmanagement. Er erstellt und beurteilt die sanitätsdienstliche Lage, so z.B. im Bereich der nationalen Bettenkapazitäten und erhebt diese Daten mit dem Informations- und Einsatzsystem (IES). Der KSD steuert mit dem Sanitätsdienstlichen Koordinationsorgan (SANKO).

Der Oberfeldarzt berät den Chef der Armee in allen militärmedizinischen Bereichen und erlässt als Chef der Sanität die dazu notwendigen fachlichen Vorgaben. Er verantwortet zudem das militärische Gesundheitswesen.
 

Mobilmachung der Armee

Der Armeeangehörige muss vollständig (inklusive der persönlichen Waffe) ausgerüstet einrücken, analog zum Ausbildungsdienst.

Verpflegung (inklusive Trinken) für 2 Tage (Haltbare Lebensmittel, die ohne Kühlung aufbewahrt werden können und keiner Zubereitung bedürfen). Der Armeeangehörige erhält dafür eine Entschädigung.

Ja, bei Mobilmachung haben alle Eingeteilten der betroffenen Formationen einzurücken, unabhängig von geleisteten Ausbildungsdiensten.

Ja, die Alarmmitteilung per eAlarm gilt als Aufgebot. Das Tragen der Uniform berechtigt in den ersten 4 Tagen zur unentgeltlichen Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel. Marschbefehle werden im Nachhinein zugestellt.

In jedem Fall einrücken. Wenn später rechtliche Aspekte zum Tragen kommen, wird die Armee dies regeln.

Er muss seinen Kommandanten über Verspätung orientieren und so rasch wie möglich einrücken.

Ja, sofern er reisefähig ist. Er muss sich beim Einrücken beim Kommandanten oder Truppenarzt melden und ein Arztzeugnis vorweisen. Wenn er nicht reisefähig ist, muss er das Arztzeugnis seinem Kommandanten zukommen lassen.

Dokumente

Arbeitgeberbrief
Prävention
  • Schutzkonzept Kommando Operationen
    Die folgenden Vorgaben stützen sich auf gültige Befehle des Oberfeldarztes (Ofaz) und des Kommando Operationen (Kdo Op), entsprechende Arbeitshilfen und Merkblätter sowie auf die Empfehlungen zu Verhaltens- und Hygienemassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ab.
    27.10.2020 | PDF, 11 Seite[n], 280 KB, Deutsch
  • Schutzkonzept Kommando Ausbildung
    Alle in diesem Schutzkonzept erwähnten Punkte stützen sich auf gültige Befehle des Oberfeldarztes sowie entsprechende Arbeitshilfen und Merkblätter und auf die Empfehlungen zu Verhaltens- und Hygienemassnahmen des BAG ab.
    16.07.2020 | PDF, 13 Seite[n], 218 KB, Deutsch
  • Pocket card
    Coronavirus-Prävention der Armee: Massnahmen für alle Rekrutenschulen
    10.07.2020 | PDF, 2 Seite[n], 255 KB
Sozialdienst der Armee

Assistenzdienst im Rahmen von COVID-19

  • Fragen und Antworten
    Die Vereinbarkeit von Assistenzdienst, Familie und Arbeit stellt Angehörige der Armee vor grosse Herausforderungen. Der Sozialdienst der Armee (SDA) unterstützt Sie in dieser Situation und steht Ihnen beratend zur Seite.
    04.11.2020 | PDF, 2 Seite[n], 210 KB
  • Härtefallregelung Sozialdienst der Armee (SDA)
    Unerwartete Dienstleistungen oder deren Absage oder Verschiebung
    04.11.2020 | PDF, 1 Seite[n], 209 KB
  • LAVORO
    Stellensuche und Wiedereinstieg ins Berufsleben nach dem Asistenzdienst und der Rekrutenschule
    16.04.2020 | PDF, 1 Seite[n], 239 KB
  • Merkblatt Erwerbsersatzentschädigung
    23.03.2020 | PDF, 10 Seite[n], 612 KB