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Niklaus Franz von Bachmann (1740–1831)

Niklaus Franz von Bachmann, ehemaliger Soldat im Dienste der Fürsten von Frankreich, Sardinien und Österreich, starb am 11. Februar 1831 im hohen Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Näfels. Im Jahr 1800 übergab er seinen Truppen das im Mittelalter in Vergessenheit geratene rote Feldzeichen mit dem weissen Kreuz, das zum Symbol der Eidgenossenschaft wurde. 1815 wurde ihm das Oberkommando der eidgenössischen Truppen übertragen, mit denen er in die Franche-Comté und damit als letzter Schweizer General in fremdes Gebiet eindrang.

11.02.2020 | Kommunikation Verteidigung

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Niklaus Franz von Bachmann wurde am 27. März 1740 als Nachfahre einer Glarner Familie mit militärischer Tradition (zu seinen Vorfahren gehörten der erste und der vierte Kommandant des Regiments der Schweizergarde des Königs von Frankreich) in Näfels geboren. Nach dem Studium am Jesuitenkollegium in Feldkirch und am Nazarenerkollegium in Rom trat er 1756 in die Kompanie seines Bruders Karl Josef Anton Leodegar als Fähnrich in den Dienst Frankreichs ein. 1759 wurde er zum Kommandant einer eigenen Kompanie, 1768 zum Major, 1773 zum Oberstleutnant, 1778 zum Ausbildner der Infanterietruppen in der Bretagne für den Einsatz in Amerika und 1779 zum Oberst ernannt.

Nach dem Sturz der Monarchie stand er 1793 als Regimentskommandant und im Jahr danach als Generalleutnant im Solddienst des Königreichs Sardinien. Mit der Proklamation der Cisalpinischen Republik 1797 kehrte er als Kriegsgefangener in die Schweiz zurück und wurde vom Helvetischen Direktorium unter Hausarrest gestellt. Während des Zweiten Koalitionskriegs kommandierte er die Schweizer Emigrantenregimenter im Dienste Österreichs und Grossbritanniens. Im Frühjahr 1800 übergab er seinen Truppen, erstmals seit dem Mittelalter wieder, das weisse Kreuz auf rotem Grund als Feldzeichen.

1802, während des Stecklikriegs, erteilte die Tagsatzung zu Schwyz Niklaus Franz von Bachmann den Oberbefehl über die föderalistischen Truppen, die das Heer der Helvetischen Republik besiegten. Während Napoleons Herrschaft der Hundert Tage im Jahr 1815 verfügte die Tagsatzung am 12. März die Teilmobilmachung der Armee mit dem Auftrag, die Grenzen zu bewachen, und übertrug am 20. März das Oberkommando an von Bachmann, der vom Dienste bei den Bourbonen in Paris als Generalleutnant am 23. März in die Schweiz zurückkehrte. Bei der Mobilmachung war er der erste Schweizer Oberbefehlshaber, der die Armee nicht entlang der Grenze aufstellte, sondern mit ihr im Gebiet zwischen dem Neuenburgersee, Solothurn und Aarberg eine konzentrierte Bereitschaftsstellung bezog und damit den Grundstein für das nationale Reduit-Konzept legte. Zur Sicherung der Grenze marschierte er in die Franche-Comté ein. Damit war er der letzte Schweizer General, der mit seinen Truppen in fremdes Hoheitsgebiet eindrang. Er musste die Offensive jedoch wegen Meutereien, Schwierigkeiten beim Nachschub von Lebensmitteln und Uneinigkeit innerhalb der Tagsatzung abbrechen (über diese Mängel beschwerte er sich in seinem Rechtfertigungsbericht). Am Ende des Konflikts, nach einem intensiven Leben, das ihm Ehrungen und Titel einbrachte (darunter ein Zeremonienschwert mit goldenem Griff von der schweizerischen Tagsatzung, die keine Orden vergab), zog er sich im Alter von 75 Jahren als Privatmann in sein Haus in Näfels zurück. Ludwig XVIII. bot ihm den Posten des Generalinspektors aller Schweizer Regimenter in Frankreich an, aber er lehnte das Angebot aus Altersgründen ab. Im Jahr 1819 nahm er in Luzern als Ehrengast an der Einweihung des Löwendenkmals, das an das Opfer der Schweizergarde erinnert, teil. Der Name seines Bruders steht auf der Liste der gefallenen Soldaten an zweiter Stelle. Niklaus Franz von Bachmann starb am 11. Februar 1831 im Alter von 91 Jahren.

11.02.2020

Niklaus Franz von Bachmann
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Niklaus Franz von Bachmann, ehemaliger Soldat im Dienste der Fürsten von Frankreich, Sardinien und Österreich, starb am 11. Februar 1831 im hohen Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Näfels. Im Jahr 1800 übergab er seinen Truppen das im Mittelalter in Vergessenheit geratene rote Feldzeichen mit dem weissen Kreuz, das zum Symbol der Eidgenossenschaft wurde. 1815 wurde ihm das Oberkommando der eidgenössischen Truppen übertragen, mit denen er in die Franche-Comté und damit als letzter Schweizer General in fremdes Gebiet eindrang.

03.01.2020

Niklaus Rudolf von Wattenwyl
Wattenwyl

Niklaus Rudolf von Wattenwyl wurde am 3. Januar 1760 in Bern geboren. Er entstammte einer der grössten und in der Stadtregierung vertretenen Berner Patrizierfamilien. Unter anderem war er Offizier in ausländischen Solddiensten, gehörte der provisorischen Regierung an, war Mitglied der Consulta in Paris, Schultheiss von Bern, Landammann der Schweiz und Präsident der eidgenössischen Tagsatzung. In den Jahren 1805, 1809 und 1816 übertrug ihm die Tagsatzung den Oberbefehl über die Armee.

08.12.2019

Peter Ludwig von Donatz
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Am 8. Dezember 1844 fand der erste der beiden Versuche statt, die Luzerner Kantonsregierung gewaltsam zu stürzen. Diesen als Freischarenzüge bekannten Aufständen ging der Beschluss der Luzerner Regierung voraus, den Unterricht an den höheren Schulen den Jesuiten anzuvertrauen. Die Aufstände hatten die Gründung des Sonderbunds zur Folge. Sie führten zu einer Reihe von Unruhen, aufgrund deren die Tagsatzung ihre Truppen unter dem Kommando von General Peter Ludwig von Donatz mobilisierte.

04.11.2019

Guillaume Henri Dufour
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Wohlwissend, dass sich die Schweiz in einer dramatischen Zeit befand, forderte General Dufour, der Oberbefehlshaber der Armee, am 4. November 1847 (dem Tag, nachdem die Kantone des Sonderbunds den Kanton Tessin angegriffen und damit die Feindseligkeiten ausgelöst hatten) seine Divisionen auf, ihre Hassgefühle gegenüber den Kantonen des Sonderbunds zu unterdrücken und jegliche Form von Ausschreitungen zu vermeiden, um den zukünftigen Zusammenhalt des Bundes nicht zu gefährden. 25 Tage später endete der letzte Bürgerkrieg des Bundes, der weniger als 100 Tote auf dem Feld zurückliess, und der Grundstein für eine neue Verfassung wurde gelegt.

28.10.2019

Hans Herzog
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Vor 200 Jahren, am 28. Oktober 1819, wurde Hans Herzog, Sohn von Johann und Franziska Salomea geb. Herosé, in Aarau geboren. Während des Deutsch-Französischen Kriegs übernahm er vom 19. Juli 1870 bis 15. Juli 1871 das Oberkommando über die Schweizer Armee. Hans Herzog war der zweite General der modernen Schweiz (und der 15. in der Geschichte der Eidgenossenschaft).

25.09.2019

Wilhelm Bernhard von Muralt
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Am 25. September 1792 wurde der Berner Wilhelm Bernhard von Muralt zum Oberbefehlshaber der Schweizer Armee mit Befehlsgewalt über die Truppen aller Kantone ernannt. Stationiert im Hauptquartier in Nyon, bereitete sich von Muralt darauf vor, mit den von ihm befehligten 20'000 aufgebotenen Soldaten und 12'000 Reservisten Genf vor der französischen Bedrohung zu schützen. Nach langen Verhandlungen versicherten die Franzosen am 27. Oktober, Genf nicht zu überfallen, und zogen ihre Truppen zurück. Am 30. November verliess die letzte Berner Garnison die Stadt und im Dezember wurde die Schweizer Armee demobilisiert.

30.08.2019

Joseph Leonz Andermatt
Andermatt

Die Meuterei in der Garnison von Nancy (F) wurde am 31. August 1790 unterdrückt. Die Rebellion der Soldaten hatte am 5. August begonnen. Diese waren aufgrund von einer Reihe von nicht ausgewiesenen Abzügen überzeugt, dass die Offiziere sie eines Teiles ihres Soldes beraubt hatten. Als Offizier des Schweizer Châteauvieux-Regiments spielte Joseph Leonz Andermatt eine wichtige Rolle bei der Niederschlagung des Aufstandes. Andermatt erhielt für seine Verdienste den Titel eines Ritters des Ordre de Saint-Louis.

25.07.2019

Henri Guisan
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Am 25. Juli 1940 rief General Henri Guisan alle Truppenkommandanten vom Grad des Major aufwärts auf der Rütliwiese zusammen, um ihnen den Plan eines allfälligen Rückzugs der Armee ins Réduit zu erläutern. Frankreich hatte einen Monat zuvor kapituliert, die Schweiz war von den Achsenmächten umgeben und die Radioansprache des Bundespräsidenten, Marcel Pilet-Golaz, vom 25. Juni 1940, in welcher die Neue Europäische Ordnung erwähnt wurde, sorgte in der Bevölkerung für Verwirrung. In seiner Rede betonte der General daher den Willen der Armee, bedingungslosen Widerstand zu leisten.

27.06.2019

Sebastian Peregrin Zwyer von Evibach
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Ende Juni 1630, im Erbfolgekrieg von Mantua und Monferrato, belagerte die kaiserliche Armee die Hauptstadt. Die Stadt wird am 18. Juli eingenommen und geplündert. Unter kaiserlicher Flagge und inmitten der von Matthias Gallas befehligten Männern ist auch Oberstleutnant Sebastian Peregrin Zwyer von Evibach.

22.05.2019

Johann Ulrich von Salis Soglio
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Am 22. Mai 1844 war Oberst im eidgenössischen Generalstab Johann Ulrich von Salis Soglio im Wallis. Er hatte vom Bundesrat das Kommando über die eidgenössischen Truppen erhalten, um die Junge Schweiz aufzulösen. Diese war eine revolutionäre liberale Gesellschaft nach dem Model von Mazzinis Jungem Italien, das am 26. Juli 1835 gegründet wurde. Als Teil der Bewegung Junges Europa waren sie für Unruhen im Wallis verantwortlich. Im August 1847 wurde von Salis als zu konservativ befunden und aus dem Dienst entlassen. Kurz darauf konnte er jedoch die Militärkleidung wieder anziehen und das Kommando der Sonderbundsarmee – nicht ohne Vorbehalte – übernehmen.

18.04.2019

Ulrich von Hohensax
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Am 19. April 1512 setzte die eidgenössische Tagsatzung Ulrich von Hohensax zum Oberbefehlshaber des eidgenössischen Heeres ein, das in die Lombardei ziehen sollte. Der Befehl der Tagsatzung wurde am 30. Mai vom Kriegsrat bestätigt. Er war der erste Oberbefehlshaber der Schweizer Geschichte. Der Feldzug endete am 31. Dezember, als Ulrich von Hohensax an der Spitze des Schweizer Heeres in Mailand einzog und den Thron für Massimiliano Sforza zurückgewann. Mit diesem erfolgreichen Unternehmen erlangten die Eidgenossen eine Position der Stärke, die sie zu ebenbürtigen Partnern der europäischen Mächte machte.

28.03.2019

Augustin Keller
Keller

Am 28. März 1799, inmitten einer Zeit des Umbruchs, wurde der Kommandant der helvetischen Legion, Oberst Augustin Keller, zum Brigadegeneral befördert und zum Oberbefehlshaber der helvetischen Truppen ernannt. Die eiligst eingezogenen Truppen erwiesen sich jedoch als völlig kampfuntauglich. Bereits am 24. Mai 1799 wurde Augustin Keller wegen Versagens von seinen Aufgaben entbunden und die Milizarmee am 12. August desselben Jahres faktisch abgeschafft.

28.02.2019

Johann Ludwig von Erlach
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Am 28. Februar 1638, während des Dreissigjährigen Kriegs, kam es zur ersten Schlacht bei Rheinfelden. Der Berner Johann Ludwig von Erlach hatte als Stabschef von Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar den Feldzug am Hochrhein organisiert, der schliesslich mit der Abtretung des Elsass an Frankreich endete. Von Erlach beendete seine Karriere als Marschall von Frankreich und einer der grössten Generäle in fremden Diensten des 17. Jahrhunderts.

24.01.2019

Charles-Jules Guiguer de Prangins
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Am 24. Januar 1798 erklärten die Vertreter des Waadtlandes die Unabhängigkeit. Der 17-jährige Charles-Jules Guiguer de Prangins trat als Leutnant in die Waadtländer Truppen ein, die sich erhoben, um das Land von der bernischen Herrschaft zu befreien und an der Seite der Franzosen zu kämpfen. So begann seine militärische Laufbahn, die ihn noch vor Ende des Jahres zum Hauptmann und in den Jahren 1831 und 1838 zum General und Oberbefehlshaber der eidgenössischen Armee aufsteigen liess.

11.12.2018

Ulrich Wille
Wille

Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandabkommens von Compiègne am 11. November 1918 kam der Erste Weltkrieg zu einem Ende. Der erste Generalstreik des Landes vom 12. bis 14. November schürte jedoch Ängste, die zu einer Verlängerung der Mobilmachung in der Schweiz führten. Am 11. Dezember 1918 übergab General Wille schliesslich das Kommando über die Schweizer Armee und wurde aus dem Dienst entlassen.