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Das Tüpfelchen auf dem i kommt noch

Wie jedes Jahr seit 2012 gastieren in Magglingen derzeit die Schwinger für ihren Spitzensport-WK. Seit Anfang Woche absolviert rund ein Dutzend Athleten am Morgen oberhalb des Bielersees das vielfältige Konditionstraining, ehe am Nachmittag im Schwingkeller in Aarberg geschwungen wird. Der «Mann der ersten Stunde» ist Schwingerkönig Kilian Wenger. Der 29-jährige Berner Oberländer, der sich den Titel 2010 in Frauenfeld gesichert hatte, und der Nordwestschweizer Roger Erb absolvierten im Herbst/Winter 2012 als Erste dieser Sportart die Spitzensport-RS. Seither profitiert Wenger jedes Jahr von Januar bis März während ein paar Wochen von diesem Angebot der Spitzensportförderung der Schweizer Armee.

14.01.2020 | Kommunikation BASPO, Kurt Henauer

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Der vierfache «Eidgenosse» und 21-fache Kranzfestsieger beantwortete ein paar Fragen zum Spitzensport-WK der Schwinger.

 

Kilian Wenger, wer ist jetzt im Schwinger-WK nach dem Rücktritt des bisherigen Leiters, dem Schwingerkönig Matthias Glarner, für einen geordneten Tagesablauf und die verschiedenen Reservationen für Autos und Räumlichkeiten verantwortlich?

Diese Woche hat das Florian Gnägi (der Sachbearbeiter Finanzen des Kompetenzzentrums Sport der Armee absolviert den WK ebenfalls, Anm. d. Red.) übernommen. Nächste Woche bin dann vielleicht ich dran. Aber eigentlich ist es fast ein Selbstläufer, denn jeder weiss, wie der Karren läuft. Einzig den Neulingen muss man noch das eine oder andere zeigen.

 

Du bist von Januar bis März während dreimal zwei Wochen zum Training in Magglingen. Wieso gerade in diesem Intervall?

Früher war ich drei Wochen am Stück da. Ich habe aber gemerkt, dass ich dann in der dritten Woche ziemlich müde war und die Qualität der Trainings gelitten hat. Und seit ich Familie habe ist es auch ein Vorteil, wenn ich dazwischen zehn Tage zuhause bin.

 

Wie muss man sich die Trainings in Magglingen und Aarberg vorstellen?

Das Konditions- und Krafttraining macht jeder individuell. Ich trainiere nach den Plänen von Roli Fuchs (ist auch Konditrainer des SC Bern, Anm. d. Red.). Am Nachmittag trainieren wir dann im Sägemehl bei jeweils wechselnder Trainingsleitung gemeinsam.

 

Wie wichtig ist dieses Trainingsangebot im Rahmen der Spitzensportförderung der Armee für dich?

Ich erachte es als grosses Privileg, dass wir als Berufstätige, von denen die meisten zwischen 60 und 100 Prozent angestellt sind, das machen können. Es ist auch schön, dass die Arbeitgeber das zulassen. Für mich bedeuten die Trainings in Magglingen mehr Erholung und gute Qualität der Trainings in Kraftraum und Schwingkeller. Und das Tüpfelchen auf dem i kommt erst noch, wenn wir nach der Fertigstellung der neuen Ausbildungshalle (Mitte 2022, Anm. d. Red.) den Schwingkeller auch in Magglingen haben.