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Die Schweizer Armee kocht für Kirchberg

In der Übung INDUCERE lernen die Küchenchefanwärtern das Kochen und Führen auf dem Mobilen Verpflegungssystem. Sie verbringen spannende Tage im Feld, lassen die trockene Theorie weg und holen sich mit dieser Erfahrung das Rüstzeug für ihre Zukunft.

15.11.2018 | Kommunikation Verteidigung

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Den Kindern scheinen die Hörnli mit Ghackets zu schmecken.

Ungewohntes Bild vor dem Feuerwehrmagazin in Kirchberg: Grüne Küchencontainer, Soldaten in weissen Schürzen und eine Menschenschlange welche vor der Fassstrasse steht.

Eine Klasse der Küchenchef Unteroffiziersschule 48-1/2018 kochte vergangenen Mittwoch "Hörnli und Ghackets" für die Bevölkerung von Kirchberg BE.

Eine mobile Küche

Im Rahmen der Übung INDUCERE kochen die Küchenchefanwärter mit dem "Mobilen Verpflegungssystem MVS" für verschiedene Gemeinden oder Institutionen. Es steht dabei das Führen und der direkte Kontakt zur Bevölkerung, zu Lieferanten und Behörden im Mittelpunkt.

Dank dem modularen Containersystem kann jederzeit auch ausserhalb der gewohnten Kücheninfrastruktur gemäss dem Motto "gut, gesund und in genügender Menge" die Verpflegung sichergestellt werden. Das Handwerk des Truppenkochs beherrschen die Unteroffiziersanwärter bereits. In dieser Übung trainieren die Soldaten die Rolle des Küchenchefs und da sie hier echte Gäste haben, bekommen sie auch gleich ein ehrliches Feedback.

Besuch vom Lebensmittelinspektor

Während der Weiterausbildung zum Küchenchef erhalten die Teilnehmenden in den Lehrgängen eine hochstehende und anspruchsvolle Ausbildung sagt Stabsadjutant Bernhard Frautschi, Chef Fachausbildung Küchencheflehrgang. Er ist stolz auf seine Leute. Weil in der Armee werden rund 13 Millionen Mahlzeiten pro Jahr produziert. Die 19- bis 22-jährigen Armeeangehörigen leisten dabei tagtäglich hervorragende Arbeit. Dieser Meinung ist auch der anwesende Chef des Lebensmittelhygieneinspektorat der Armee LIA, Oberst Paul Boss. Er, der auch in seiner zivilen Tätigkeit als Lebensmittelinspektor im Kanton Bern Küchen unter die Lupe nimmt, hat meistens wenig zu beanstanden. Dank einfachen Prozessen und guter Ausbildung herrsche im Vergleich zu zivilen Betrieben ein hohes Niveau in den Armeeküchen.

Oberst Paul Boss nimmt die Unteroffiziersklasse nach dem Anlass in einen Halbkreis und gibt ihnen nach seinen Beobachtungen die Rückmeldung zum Thema Lebensmittelhygiene. Persönlich, mündlich und vor Ort.

Der Rucksack mit wertvollen Erfahrungen füllt sich damit weiter, so Stabsadjutant Frautschi. Dieser Mehrwert hilft den jungen Leuten auch in der beruflichen Karriere weiter. Das sei ein wichtiger Aspekt bei der Nachwuchsgewinnung von Küchenchefs.

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