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Erste Erfahrungen mit dem Cyber-Lehrgang der Armee

Die Armee hat am 6. August den ersten Cyber-Lehrgang im Rahmen der laufenden Rekrutenschule gestartet. Damit hat sie einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des Aktionsplans für Cyber-Defence erreicht, der zum Ziel hat, die Cyber-Abwehr der Armee zu stärken. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Zwischenbilanz.

21.09.2018 | Kommunikation Verteidigung

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Die ersten Erfahrungen mit dem Cyber-Lehrgang der Schweizer Armee sind erfolgversprechend. Bild VBS/Jonas Kambli

 

In weniger als einem Jahr hat die Armee gemeinsam mit ihren Partnern einen neuen Cyber-Lehrgang für Rekruten konzipiert und auf die Beine gestellt. 18 Rekruten sind am 6. August zum Lehrgang angetreten, nachdem sie in den ersten RS-Wochen eine entsprechende Selektion bestanden haben. Heute Vormittag haben an einer Medienkonferenz der Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, der Chef der Führungsunterstützungsbasis FUB der Armee, Divisionär Thomas Süssli und Andreas Kälin, Präsident des Verbandes für die Berufsbildung im Umfeld der Informations-und Kommunikationstechnologie (ICT) Schweiz, eine erste Bilanz gezogen. 

Korpskommandant Philippe Rebord und ICT-Präsident Kälin stellten dabei die Miliz und die Win-win-Situation für Wirtschaft und Armee ins Zentrum. Die Armee kann vom Vorwissen der jungen Rekruten profitieren, bildet sie im Cyber-Lehrgang auch zum Nutzen der Wirtschaft weiter und kann später in den Wiederholungskursen von der zivilen Berufserfahrung der Cyber-Soldaten profitieren. Auch Divisionär Süssli betonte die ausgezeichnete Zusammenarbeit und stellte in Aussicht, dass voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 im Rahmen des Lehrganges die Berufsprüfung "Cyber Security Spezialist" mit eidgenössischen Fachausweis abgelegt werden könne. 

Der erste Cyber-Lehrgang bildet für die Armee einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans für Cyber-Defence des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vom November 2017. Dieser ist auf die Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken abgestimmt, die unter anderem festhält, dass jeder Akteur im Cyber-Raum selbst für den Schutz vor und für die Bewältigung von Cyber-Angriffen zuständig ist.