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Premiere am WEF

Drei Küchencontainer der Schweizer Armee stehen im Raum Davos im Einsatz. Zum ersten Mal werden sie als eine Einheit benutzt. Küchenchef Valentin Genevaz zeigt uns die mobile Verpflegungsstation.

19.01.2024 | CUMINAIVEL | PS


Der frische Thai-Curry-Geruch dringt aus drei grünen Containern. Es ist eine Premiere für die Schweizer Armee. Nicht, dass die Fern-Ost-Mahlzeit gekocht wird, sondern der Einsatz dieser Container – besser bekannt als sogenannte Mobile Verpflegungsstation (MVS). Noch nie standen drei dieser Module in Kombination im Einsatz.

Mit Küchenchef Valentin Genevaz steigen wir über eine kleine Treppe in die Container. Von aussen schwer zu erahnen, gleicht das Innenleben des Containers einer Industrieküche. Das Thai-Curry mit Reis köchelt in grossen Töpfen. Nebenan stehen riesige Backöfen, Kühlschränke, Herdplatten und alles, was es für hunderte Mahlzeiten am Tag braucht. 

Während des Assistenzdienstes der Armee zugunsten der Sicherheit am Weltwirtschaftsforum (WEF) wird hier für rund 350 Angehörige der Armee im Einsatzraum gekocht. Weil die Küche im Gebäude nicht reicht, setzt die Küchenmannschaft der Armee das erste Mal auf die zusammengesetzten MVS-Elemente. Normalerweise werden diese mobilen Küchen einzeln eingesetzt.

«Das war eine Herkulesaufgabe», betont Wm Genevaz. Die MVS-Elemente mussten von mehreren Logistikbasen der Armee in das verschneite Bündnerland geliefert und hier zu einer Einheit installiert werden. Betrieben wird sie mit Treibstoff. Nur so kann sie autark und flexibel überall im Einsatz stehen. Auf einem Kontrollpanel steuert und überwacht Küchenchef Genevaz die mobile Verpflegungsstation. «Das ist quasi mein Armaturenbrett», meint der Küchenchef. 

Bevor das Thai-Curry serviert wird, führt uns der Romand weiter durch sein Küchen-Reich. Nebenan stehen die Abwasch-Zentrale und das Vorratslager in einem provisorischen Bau. Valentin Genevaz ist stolz auf das, was seine Kameraden hier erstmals aufgebaut haben. «Sogar der Chef der Armee hat hier gegessen», erzählt er und bringt uns in den Speisesaal. A Guata!


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