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Hinter Gittern

Feuer, Fluchtversuche, Flammen und fliegende Unterstützung. Die Übung «TORRE» hatte es in sich. In einem ehemaligen Gefängnis spielte sich eine einzigartige Übung ab.

18.06.2022 | EB

 

Ein ehemaliges Gefängnis in Torricella dient als Schauplatz für die Übung «TORRE». Im fiktiven Szenario wird das Gebäude wieder in Betrieb genommen, nachdem in der kantonalen Strafvollzugsanstalt La Stampa eine Epidemie ausgebrochen ist.  Die Übung ist ein hervorragendes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen der Schweizer Armee und anderen zivilen Behörden. Bei dieser Übung ist die Tessiner Kantonspolizei und der kantonale Strafvollzugsdienst mit dabei. 

«Die Übung hat bereits Anfang Woche begonnen. Dann hatte die Sappeurkompanie 9/2 mit der Befestigung der Anlage begonnen.», erklärt Major i Gst Nicholas Bosisio - der Übungsleiter. «Innert 36 Stunden konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Dies dank der reibungslosen Kooperation von etwa 70 Personen.» Dann übernahm eine Kompanie der Gebirgsinfanterie den Schutz des Gebäudes und der Umgebung. Nicht lange darauf trafen die ersten 15 Häftlinge ein, die in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei transportiert wurden.

Diese Simulationen dienen dazu, die Synergie zwischen den verschiedenen Behörden zu verbessern.


– Major i Gst Nicholas Bosisio

 

Das Übungsszenario bot vielseitige Herausforderungen: zu löschende Brände, Evakuationen unter hohem Zeitdruck sowie das Umgehen mit einem Fluchtversuch, der Einsatz von Schutzhunden sowie nicht-tödlichen Waffen. Dabei kam die dringend benötigte Unterstützung aus der Luft: Ein Super-Puma brachte innert kürzester Zeit ein Team von Militärs, Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften von Lugano aus zum Gefängnis. 

«Bei einer solchen Übung ist die Zusammenarbeit von grundlegender Bedeutung. Diese Simulationen dienen dazu, die Synergien zwischen den verschiedenen Behörden zu verfeinern», unterstreicht Major Bosisio. «Wir haben gezeigt, wie eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen Armee, Polizei, Feuerwehr, Krankendienst und Zivilschutz erfolgreich durchgeführt werden kann.»


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