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«MACCAGNO»: die Pontoniere sind bereit

In den nächsten Tagen wird der Lago Maggiore zum Trainingsgelände für schweizerische und italienische Pontonboote. In Maccagno wird die Kompatibilität der Schweizer Schwimmbrücke 85 mit dem der italienischen Armee getestet.

13.06.2022 | Kommunikation ODESCALCHI

 

Die Pontonierkompanie (die dem Rettungsbataillon 3 zugeteilt ist) begann am Montag, 13. Juni mit den Vorbereitungen für die Übung «MACCAGNO». In Magadino luden Lastwagen aus der Innerschweiz insgesamt 10 Module und 3 Rampen ins Wasser, die zusammengebaut eine 6+2 und eine 4+1 Fähre bildeten. Auf ihnen wurde eine Reihe von Militärfahrzeugen verladen, die dann über die Grenze transportiert wurden. Der Konvoi verliess am Morgen die Schweizer Gewässer, fuhr mit einer Geschwindigkeit von etwa 10 km/h und erreichte Maccagno um 10:30 Uhr. Dabei konnte dank der günstigen Strömung anderthalb Stunden Zeit gewonnen werden.

Oberst im Generalstab Alessio Marazza, übernimmt während der Übung «ODESCALCHI» die Rolle des Stabs Coach für alles, was auf dem Wasser und auf italienischem Boden geschieht. Er hat diese ersten Manöver mit wachsamem Auge überwacht und uns freundlicherweise einige spannende Details über die Operation erzählt.

«Die Pontonierkompanie ist bereit für diese Übung. Sobald wir unser Gerät, die Schwimmbrücke, verlegt haben, werden wir mit den Verbindungstests der Schweizer Module mit den italienischen Modulen beginnen. Wir verwenden beide in Frankreich hergestellte Komponente, so dass sie zusammenpassen sollten. Wenn nicht, tauschen die Besatzungen die Plätze und lernen, die Systeme des anderen zu beherrschen. Eine weitere Herausforderung wird sicherlich die Sprache sein, da unsere Pontoniere ausschliesslich aus der Deutschschweiz sind. Ich bin aber überzeugt, dass wir uns verständigen werden können», erklärt Marazza.

Neben der technischen Herausforderung ist auch das sprachliche Hindernis zu überwinden.


– Oberst i Gst Alessio Marazza
 

Welche personellen und materiellen Ressourcen werden benötigt? «Jedes Modul hat zwei Motoren, die jeweils einem Maschinisten zugewiesen sind. Darüber hinaus gibt es einen Pontonier, der die Besatzung koordiniert, um die Fähre zu steuern. Es ist ein sehr effektives und sicheres System, so dass die Behörden uns gebeten haben, es auch bei der «PANCRAZIO»-Übung einzusetzen. Dabei werden wir ein seltenes Fossil von den Brissago-Inseln nach Porto Ronco transportieren», sagt der Oberst i Gst. 

Divisionär Lucas Caduff war beim Wasserentlad ebenfalls anwesend, zeigte grosses Interesse an dieser Übung und motivierte die Pontonbesatzung, ihr Bestes zu geben.

«Was die Sicherheit während des Transports nach Maccagno anbelangt, so werden die Boote von fünf weiteren Schiffen begleitet. Zwei Schiffe sind für die Rettung von Personen zuständig und drei für die Einhaltung eines Abstands von 80 Metern zu den zivilen Motorbooten. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Lastwagen mit ihren Modulen rechtzeitig für die WEMA auf der Schiene in Richtung der Alpen zurückkehren, nicht auf der Strasse, da der Gotthardtunnel dann in einer Richtung gesperrt werden müsste», so Marazza abschliessend.

 


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