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Internationale Kooperation

Im Katastrophenfall helfen sie sich gegenseitig: die Schweiz und Italien. Im Rahmen der Übung «CONTI MOB» fand ein Treffen statt, bei dem die Behörden der Eidgenossenschaft und der Republik ihre bestehenden Beziehungen nochmals verstärkten.

20.06.2022 | Eb


Eine Unterschrift und ein Händedruck. Zwei einfache Gesten, zwei Alltagshandlungen, die aber in bestimmten Situationen eine viel tiefere Bedeutung haben. Das trifft auch auf ein Treffen zu, das im Infocentro AlpTransit in Pollegio stattfand. Hier wurde eine Zusammenarbeit, die bereits seit 1995 existiert, nochmals verstärkt. 

Mit dabei in Pollegio: die Präfekten von Varese, Como, Sondrio und Verbano Cusio Ossola. Auf Schweizer Seite war der Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi, Dr. Martin Bühler, Leiter des Amtes für Militär und Bevölkerungsschutz in Graubünden und der Walliser Regierungsrat Frédéric Favre. Von Seiten der Armee: Divisionär Lucas Caduff. 

Das Treffen diente der Festigung der gegenseitigen Verständigung. Diese hat sich schon bei mehreren Gelegenheiten als entscheidend erwiesen. Beispielsweise bei den Waldbränden, die in den vergangenen Jahren im schweiz-italienischen Grenzgebiet immer wieder vorgekommen sind. 

Politische, zivile und militärische Persönlichkeiten ändern sich, aber das gegenseitige Verständnis muss über die Zeit hinweg bestehen bleiben.


–Norman Gobbi, Regierungsrat Kanton Tessin

 

In Krisen Köpfe kennen. Das ist matchentscheidend. Dr. Salvatore Rosario Pasquariello, Präfekt von Varese unterstreicht das: «Durch gegenseitiges Kennenlernen und durch den persönlichen Austausch entsteht Vertrauen. Speziell in Krisen und wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen, ist das eine wesentliche Komponente.»

Regierungsrat Norman Gobbi teilt diese Einstellung. Er betont, dass auch wenn die politischen Persönlichkeiten zyklisch wechseln, die Verständigung zwischen den beiden Nationen unbedingt bestehen bleiben müsse. Es sei daher wichtig, die Verpflichtung zur gegenseitigen Hilfe aufs Papier zu bringen. Dabei spielen Übungen wie «ODESCALCHI» eine sehr wichtige Rolle. Die Übungen bieten wertvolle Gelegenheiten, gemeinsam zu üben, neue Taktiken und Strategien zu diskutieren und Freundschaften zu schliessen.  

Beide Staaten sehen vor allem einen Vorteil in dem Abkommen: Bei Katastrophen innert kurzer Zeit - und mit wenigen Formalitäten - Einsatzeinheiten aktivieren zu können. Letztlich geht es auch hier wieder um den zentralen Punkt von «ODESCALCHI»: die Zusammenarbeit. Nicht nur innerhalb der Armee, nicht nur zwischen der Armee und den zivilen Einsatzkräften, sondern auch zwischen den schweizerischen und italienischen Streitkräften. Daher die Unterschriften und das Händeschütteln. Ein Engagement, das mit seiner Kraft die Landesgrenzen überschreiten kann.


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