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Eine Premiere auf Schweizer Gleisen

Erstmals fand der Transport eines Brückensystems auf Schienen statt.

13.06.2022 | Kommunikation ODESCALCHI

 

Es war ein aussergewöhnlicher Transport. Nicht nur wegen seiner Grösse, sondern vor allem wegen seines Pioniercharakters. So kann die Aktion bezeichnet werden, die am vergangenen Montagmorgen in der Aargauer Gemeinde Lupfig ihren Anfang nahm: Der erste Transport eines Pontonierbückensystems mittels Eisenbahn. 

Die umfangreichen Koordinierungsarbeiten, die viele Stunden für die Erkundung des Schienennetzes sowie die Planung für den Verlad des Brückensystems beanspruchte, erforderten grosses Know-how der Beteiligten. Weiter steht der aussergewöhnliche Transport im Zusammenhang mit der aktuellen globalen Situation, die eine quasi «Wiederentdeckung» des Schienenverkehrs mit sich bringt. Hierzu sagt Oberstleutnant Gregory Delessert, der als Eisenbahnoffizier im Stab der Ter Div 3 zu den Hauptverantwortlichen für diesen aussergewöhnlichen Transport gehört: «In den letzten fünf Jahren haben wir eine Wiederbelebung der Funktion des Eisenbahnoffiziers erlebt und wir haben die Vorgaben , wo nötig, angepasst und aktualisiert. Damit besitzen wir nun ein Konzept, das in der heutigen Zeit wohl wieder mehr von Bedeutung sein wird», so Delessert. Als Beispiel nennt er etwa die Tatsache, dass der Schienenverkehr deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht und insbesondere auch den Strassenverkehr entlastet.

 

Die drei Schlüsselwörter bei diesem aussergewöhnlichen Transport sind: Sicherheit, Lernen und Timing.


– Oberstleutnant Gregory Delesert, Eisenbahnoffizier

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Es geht  darum, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen und die Eisenbahn für militärische Transporte wiederzuentdecken. Für dirkete Verbindungen,  die für den motorisierten Schwerverkehr mit vielen Auflagen verbunden sind, ist die Eisenbahn  ein optimales Transportmittel. «In diesem speziellen Fall des alpenquerenden Verkehrs bietet uns die Schiene eine valide Alternative», so Oberstleutnant Gregory Delessert weiter. «Aufgrund der vielen Baustellen, die sich derzeit auf der Strecke von der Deutschschweiz ins Tessin befinden, wurde uns kein Sondertransport auf der Strasse gewährt. Dieses Problem konnten wir durch den Einsatz der Eisenbahn lösen». 

Zusammenfassend kann gesagt werden: Aus der Not heraus wurden frühere Methoden wiederentdeckt, die sich in der heutigen Welt, begründete zunehmend am Umweltschutz und an der Reduktion entsprechener Emissionen orientiert, ein Comeback erleben.


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