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Wasser marsch!

Die Übung «ACQUA DUE» spielt so nahe an der Wirklichkeit wie nur irgend möglich. In Preonzo, wo bereits im Mai 2012 ein grosser Erdrutsch das Leben in dem idyllisch gelegenen Dörfchen komplett veränderte hatte, konnte das Rettungsbataillon 3 den Einsatz ihrer Wasserwerfer für den Ernstfall testen.

16.06.2022 | JA

 

Nachdem man bei der Übung «FUOCO UNO» noch mit zivilen Kräften und der Luftwaffe zusammenarbeitete, war man dieses Mal ganz auf sich gestellt. Trotzdem gab es Parallelen im Vorgehen. Es wurde erneut das Wasser mit einer schwimmenden Motorpumpe aus dem Fluss Ticino entnommen. Die Pumpe, welche das Wasser mit einer Leistung von 10’000 Liter pro Minute durch die Schläuche jagte, transportierte das Wasser ca. 2 km zum Ersten der beiden Reservoire. Die Reservoire, welche ca. 50 m³ gross sind, werden benötigt, weil der Ticino einen sehr niedrigen Wasserstand hatte und dadurch die Kontinuität für die Arbeiten nicht gewährleistet werden konnte. Auf das Kommando «WASSER MARSCH!» öffneten die Soldaten die Ventile und feuerten in Richtung des Zieles. Das Ziel der Übung war es, das verstopfte Auffangbecken mittels Wasserwerfer vom Schlamm zu befreien, damit das Wasser wieder seinen gewohnten Weg gehen konnte. 

Während dem ein Teil des Bataillones mit dem Bereitstellen des Wassers sowie dem Bekämpfen des Schlammes beschäftigt war, mussten die restlichen Kameraden die Aufbauten beschützen. In der Region wurden mehrere feindliche Truppen gesichtet, welche immer wieder versuchten, den regulären Betrieb zu stören. Weiter mussten auch noch kleine Leckagen an den Schläuchen beseitigt werden. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Arbeitsgruppen, ob via Funk oder persönlich, war durch den gesamten Prozess sehr wichtig, da nur so im richtigen Moment die gewünschte menge Wasser mit dem richtigen Druck im Ziel ankommen konnte. 

Die Truppen haben den Auftrag gut gemeistert und man kann sagen, dass das Rettungsbataillon 3 auch auf sich alleine gestellt bereit ist, komplexe Aufgaben zu lösen. Trotzdem kann weiter an dem Routinierten vorgehen sowie der Kommunikation gearbeitet werden, damit mit bei zukünftigen Einsätzen noch schneller reagiert werden kann.

 


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