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Vier Räder für acht Pfoten

Die Hundeführerkompanie hat neue Fahrzeuge erhalten. Mensch und Tier sind begeistert. CUMINAIVEL zeigt das neue Modell.

28.05.2022 | CUMINAIVEL | sf

 

Wer erinnert sich noch an die Verschiebungen im alten Saurer 10DM? Mit den Knien des Hintermanns im Rücken und dem Vordermann auf den Füssen sass man in Viererkollonen zusammengepfercht auf der Ladebrücke. Und ganz sicher drückte irgendwo ein Ladehebel gegen das Schienbein. In der Nase liegt ein feiner Duft von Diesel-Parfum. Nicht ganz zu Unrecht nannte man den alten Saurer auch «Schweinetransporter». Soviel zur nostalgisch-militärischen Erinnerungsfahrt im Saurer-Mobil.

Jetzt zu den modernen Transporter und damit zum neuen Fahrzeug für die Hundeführer und ihre Hunde. Die vierbeinigen Soldaten werden seit kurzer Zeit in top ausgerüsteten VW-Bussen durch die Lande kutschiert. Soldat Oppliger, Hundeführer einer Hundeführerkompanie zeigt Cuminaivel den neuen VW T6. Er ersetzt den bisherigen Mercedes Sprinter. Der Innenraum ist grosszügig gestaltet, im Fond befinden sich ein Metallaufbau für das Material und zwei Hundeboxen. «Im Sprinter gab es vier Boxen, zwei oben und zwei unten», erzählt Oppliger. «Manche Hunde hatten Mühe beim Ein- und Aussteigen in die obere Reihe.» Dieses Problem sei mit dem neuen Fahrzeug behoben. Zudem hätten die Hunde in den neuen Boxen mehr Platz.

Komfort für die Hunde

Der grösste Vorteil ist unsichtbar: «Die neuen Wagen verfügen über Standheizung und Klimaanlage, die endlich zuverlässig funktionieren. Das war vorher nicht immer der Fall», so Oppliger. Gerade bei hohen Temperaturen erleichtere die Klimaanlage den Einsatz für Mensch und Tier. «Früher mussten wir immer wieder kontrollieren, ob die Klimaanlage auch wirklich in Betrieb ist. Und wenn sie wieder einmal ausgefallen war, mussten wir ständig den Motor anlassen, um sicherzustellen, dass die Anlage läuft.» Was mit den neuen Fahrzeugen ebenfalls positiv hinzukommt, seien die Wassertanks in den Boxen. So hätten die Hunde immer genug zu trinken, sagt Oppliger.

Und was die Autofahrt betrifft, meint Oppliger, dass die Hunde damit generell gut zurecht kämen. Die Tiere seien das Autofahren schon aus der RS-Zeit gewohnt. Zudem würden die Hunde viel Zeit in den Privatautos der Hundeführer verbringen, etwa bei Fahrten in Trainings und Übungen. Länger als eineinhalb Stunden seien die Hunde aber nie in einem Auto. Spätestens dann werden sie rausgelassen, um mit ihnen zu laufen oder zu spielen. «Hier gibt es auch klare Vorschriften von Seiten des Tierschutzes», meint Oppliger.

Endlich Bluetooth

Nicht nur für die Hunde, auch für die zweibeinigen Soldaten bringen die neuen Fahrzeuge einige Annehmlichkeiten mit sich. So können sie ihr Material fein säuberlich geordnet verstauen. Unter den Hundeboxen hat es Schubladen, in denen der ganze Hundebedarf untergebracht ist. Wird die seitliche Schiebetüre geöffnet, steht man direkt vor einem Gestell mit Fächern und Behältern. Dort finden Splischu, MP-Gilet mit Beinholster, Schutzmaske und Handschellen ihren Platz. Zudem gibt es einen fest eingebauten Tresor für die persönliche Waffe.

Ein weiterer Vorteil des neuen Fahrzeuges sind die grosszügigen Platzverhältnisse. «Wir kommen nun viel besser an unser Material und sind schneller einsatzbereit», sagt Sdt Oppliger. Auch bei den Armaturen und der Mittelkonsole zeigt sich die moderne und benutzerfreundliche Ausstattung. «Jetzt haben sie endlich auch Bluetooth», freut sich Oppliger. Die Zeiten der alten Saur(i)er sind somit definitiv vorbei.


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