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Gebirgsinfanteriebataillon 91: Wo waren wir – sind wir – gehen wir hin?

2021, Kalenderwoche 25: Über ein Jahr nach dem Ausrücken aus dem Assistenzdienst an den Schweizer Grenzen steht für die Angehörigen des Gebirgsinfanteriebataillon 91 der nächste Wiederholungskurs an. Motiviert und inspiriert vom letztjährigen Einsatz erwarten die «91er» in diesem Ausbildungsdienst der Formation (ADF) in der Region Zentralschweiz neue Aufgaben. Nebst der praxisbezogenen Ausbildung stehen dabei mit der Einführung des Führungs- und Informationssystems Heer (Technologie Anpassung) «FIS HE TA» auch neue Herausforderungen in Sachen Digitalisierung im Zentrum.

21.06.2021 | Stabsadj Bangerter Manuel

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Im März 2020 verkündete Maj i Gst Michael Lampert, dass das Geb Inf Bat 91 in den Assistenzdienst aufgeboten wird. ©VBS/DDPS

Wo …waren wir…?

Das Gebirgsinfanteriebataillon 91 (Geb Inf Bat 91) wurde im Jahr 2018 mit dem Projekt «Weiterentwicklung der Armee» reaktiviert und besteht seither mehrheitlich aus dem mittlerweile nicht mehr aktiven Geb Inf Bat 77. Dabei hätte wohl kaum ein Verantwortlicher AdA sich zu dieser Zeit gedacht, dass das Geb Inf Bat 91 einige Jahre später Teil der grössten militärischen Mobilmachung seit dem zweiten Weltkrieg werden würde – doch als sich im März 2020 die Situation rund um das Coronavirus in der Schweiz zuspitzte, war es so weit:  Maj i Gst Michael Lampert, welcher damals seinen ersten ADF als Bat Kdt leitete, wurde vor die Herausforderung des subsidiären Einsatzes an den Schweizer Grenzen gestellt. An drei verschiedenen Standorten in der Schweiz konnte seine Truppe die eidgenössische Zollverwaltung bei der Überwachung und der Sicherung der Grenzabschnitte unterstützen.

…sind wir…?

Der vergangene ADF konnte durchaus als aussergewöhnlich betrachtet werden. Das Coronavirus hat sowohl den WK-Alltag in den Unterkünften als auch den Ausbildungsinhalt für die Truppe stark beeinflusst. Die Motivation der AdA litt jedoch keineswegs unter den Umständen. Auch waren sie motiviert und einsatzwillig, als dem WK ein mehrwöchiger Assistenzdienst angehängt wurde.

Die Kompanien sowie auch der Stab des Geb Inf Bat 91 sind seit dem Einsatz 2020 eine noch eingeschworenere Einheit geworden. Sie sprechen sich besser und intensiver ab, nutzen Synergien effizienter und denken vermehrt über den Zaun hinaus, als es vor dem intensiven Einsatz der Fall gewesen ist. Während der letzte ADF ganz im Zeichen des Corona-Einsatzes stand, liegt der Fokus in diesen drei, bzw. vier Wochen darin, das Erlernte aus dem letztem Jahr in den militärischen Alltag einzubauen und entdeckte Mängel zu beseitigen.

…gehen wir…?

Getreu ihrem Motto «Gemeinsam in der Verantwortung, gemeinsam erfolgreich!» Hat das Geb Inf Bat 91 den Assistenzdienst gemeinsam hinter sich gebracht und kann mit dem dabei erlernten Wissen in eine aufregende und vielversprechende Zukunft blicken. Der nächste Meilenstein, welcher gemeinsam bewältigt werden muss, ist die Einführung des FIS HE TA. Die Einführung wird durch das Kompetenzzentrum Führungs- und Fachsysteme geleitet. Mit der Etablierung dieses Systems soll die Führungsfähigkeit der Armeeangehörigen auf Stufe Bataillon vereinfacht und digital verbessert werden. In Zukunft werden so beispielsweise Land- und Strategiekarten nicht mehr nur in Papierform, sondern als digitales Bild an eine Leinwand projiziert.

Die Einführung von FIS HE TA und die damit verbundene grossflächige Vernetzung der Führungselemente in eine digitale Welt wird einige Herausforderungen und Neuerungen, aber auch viele neue Möglichkeiten mit sich bringen. 

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