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Gemeinsam für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung

Das Kommando Militärpolizei mit seinen Berufs- sowie Milizangehörigen hat fast aus dem Stand das Grenzwachtkorps (GWK) bei der Durchsetzung der restriktiven Auflagen an der Grenze unterstützt. Dabei haben alle Angehörigen der Militärpolizei grosse Motivation für den übertragenen Auftrag gezeigt. Während das MP Bat 3 wieder entlassen wurde, sind die Berufsmilitärpolizisten weiterhin zur Unterstützung des GWK im Einsatz.

04.05.2020 | Kommunikation Kommando Militärpolizei

Militärpolizei und Grenzwache gemeinsam auf Patrouille

 

Im Fokus des Armeeeinsatzes «CORONA 20» standen in erster Linie die Spitalbataillone und Sanitätsformationen, welche unmittelbar den Auswirkungen des Virus ausgesetzt waren und immer noch sind. Damit das Gesamtkonzept des Bundesrates für die aktuelle Krise jedoch umgesetzt werden kann, ist auch die Eidgenössische Zollverwaltung und damit das Grenzwachtkorps auf die Unterstützung der Armee angewiesen. Zum einen stehen die Berufsmilitärpolizisten an den noch offenen Grenzübergängen und helfen mit, den Personen- und Warenfluss zu überprüfen. Der Einsatz zusammen mit den Grenzwächtern verlaufe reibungslos, unterstreicht Militärpolizist Oberwachtmeister Sandro Röschli, der in der Ostschweiz eingesetzt ist. Die ähnliche Ausbildung und damit verbunden fast die gleichen Kompetenzen wie die der Grenzwächter würde dabei von Vorteil sein und dazu beitragen, dass die Berufskomponente der Militärpolizei an den Grenzübergängen einen klaren Mehrwert bringt. Im Gegenzug könnten die Militärpolizisten dabei auch von der damit gesammelten Erfahrung profitieren.

Bevölkerung schätzt Engagement

Nebst der Berufskomponente sind vor allem an der grünen Grenze Milizsoldaten im Einsatz. Ob stationär oder im Rahmen von Patrouillentätigkeiten überwachen die Bürger in Uniform den Grenzverlauf und sorgen dafür, dass keine illegalen Grenzübertritte stattfinden. Direkt aus dem Wiederholungskurs (WK) wurde das Militärpolizeibataillon 3 als erste Formation in den Assistenzdienst an die Grenze befohlen. «Es ist interessant und wir können hier anwenden, was wir in der Rekrutenschule und jeweils in den WKs sowie bei der einsatzbezogenen Ausbildung gelernt haben», zeigte sich der Gefreite Yves Wieser motiviert, «es ist auch eine Ehre, dass uns das Vertrauen für einen solchen Einsatz entgegengebracht wurde.» Drei Wochen dauerte der Ernsteinsatz für Wieser und seine Kameraden. Auch wenn vielleicht nicht immer viel los war, seien sie sich der ihrer Verantwortung bewusst gewesen. «Wichtig ist, dass wir auch in Phasen wo nicht so viel läuft bereit sind, damit wir unseren Auftrag erfüllen können», erklärte Soldat Gian Gmünder in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen für die Sendung «10 vor 10». Die militärische Präsenz habe gleichzeitig auch Begleiterscheinungen gezeigt. «Es seien viel weniger Einbruchdiebstähle in der Grenzregion begangen worden, wussten Wieser und Gmünder. Zudem habe die Bevölkerung das Engagement sehr geschätzt. Nebst interessierten Besuchen von Anwohnern wurden die im Einsatz an der Grenze stehenden Soldaten zuweilen auch mit Gebäck oder Kaffee versorgt. Auch von den Schweizer Grenzbeamten war die Zusammenarbeit mit den Milizsoldaten ein Erfolg. «Wir haben den Auftrag die Grenzen zu schützen, dabei sind uns die Milizsoldaten eine grosse Hilfe», tönt es von Seiten der Grenzwächter.

Die Angehörigen des Militärpolizeibataillons 3 konnten nach drei Wochen Assistenzdienst und insgesamt sechs bis sieben Wochen Militärdienst ohne Urlaub wieder nach Hause entlassen werden. Dies mit dem Wissen, durch das motivierte Engagement einen wichtigen Teil zur Bewältigung der aktuellen Krise beigetragen zu haben. Das Militärpolizeibataillon 1, welches für einen WK in diesen Wochen geplant war, hat nur den Kadervorkurs durchgeführt und ist anschliessend mit Bereitschaftsauflagen wieder aus dem Dienst entlassen worden.