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Jahresrapport 2019 der Territorialdivision 3

Am Freitag, 13. Dezember 2019, begrüsste Divisionär Lucas Caduff, Kommandant der Territorialdivision 3, zahlreiche Gäste und Kader in seinem Wohnort Landquart zum Jahresrapport. Die Dichte an Einsätzen war etwas kleiner als im Vorjahr, dennoch war 2019 ein intensives Jahr. Alle der Territorialdivision 3 gestellten Aufträge konnten erfolgreich und professionell bewältigt werden.

13.12.2019 | Komm Ter Div 3

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Das Jahr begann – traditionsgemäss – mit dem Einsatz am WEF. Bundesrätin Viola Amherd konnte sich anlässlich ihres allersten Truppenbesuchs in ihrer Funktion als Vorsteherin des VBS von der Leistungsfähigkeit der Armee überzeugen. Ein ganz spezielles Ereignis war der Besuch des Königs von Tonga bei der Territorialdivision 3 (Ter Div 3). Knapp 8000 Diensttage wurden im Rahmen von Unterstützungsleistungen geleistet, so zum Beispiel am ESAF in Zug. Bei Schiessplatzräumungen konnten rund 18 Tonnen Schrott und zehn Blindgänger beseitigt werden. Sowohl der Stab der Division als auch die unterstellten Bataillone haben sehr gute Leistungen erbracht und so konnten alle gestellten Aufgaben auch erfolgreich gemeistert werden.

In Teilen stellt die personelle Alimentierung der Verbände die Kader vor Herausforderungen. Beim Kadernachwuchs sieht es in der Ter Div 3 hingegen sehr gut aus und es können sehr viele Leute für die militärische Führungsausbildung motiviert werden. Divisionär Lucas Caduff dankt seinen Kadern und allen Eingeteilten für die Leistung und das aktive Mitdenken: «Ich bin überzeugt, wir sind gut unterwegs!» Die Ehrenmedaille der Ter Div 3 für ausserordentliche Leistungen wurde dieses Jahr an Oberstleutnant im Generalstab Daniel Ambühl, Hauptmann Thomas Beck und Hauptmann Martin Fetz verliehen.

Die Bataillone 30 und 91 erhalten per 1.1.2020 neue Kommandanten. Anstelle von Oberstleutnant Maurizo Padé wird Major Luca Stirnimann das Gebirgsinfanteriebataillon 30 führen. Anstelle von Oberstleutnant im Generalstab Ralf Walser wird das Gebirgsinfanteriebataillon 91 neu von Major im Generalstab Michael Lampert kommandiert. Divisionär Lucas Caduff verabschiedete die beiden verdienten Kommandanten und wünschte ihren Nachfolgern ein erfolgreiches Kommando.

Die Division hat ein neues Motto: «Zielgerichtet und glaubwürdig». Genau so schlüsselte der Kommandant die Vorgaben für das kommende Jahr auf. Vorbild sein, klar kommunizieren und überzeugend sein, das sind die wichtigen Führungseigenschaften. Das Divisionsmotto soll auch in der Ausbildung zum Tragen kommen, dann sind wir spannend und effizient. Divisionär Lucas Caduff freut sich sehr auf das kommende Jahr und auf die Zusammenarbeit mit seinen Unterstellten.

Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Chef Kommando Operationen, startete seine Ausführungen mit dem Satz «Miliz ist nicht das Gegenteil von Professionalität, sondern die Voraussetzung dafür». Die Ter Div 3 habe dies in diesem Jahr unter Beweis gestellt. «Ich bin stolz auf Ihre Leistungen.» Jetzt gelte es sicherzustellen, dass wir auch das nötige Personal haben, denn ohne Personen, welche die Bedienung sicherstellen, nütze das beste Material nichts. Aber auch die Mittel müssten entsprechend zur Verfügung stehen: «Bei der Erneuerung der Luftverteidigung geht es nicht um die Armee, sondern es geht um die Sicherheit unserer Bevölkerung und der kritischen Infrastruktur.»

Regierungsrat Peter Peyer überbrachte die Grussworte der Bündner Regierung und dankte den Angehörigen der Ter Div 3 für ihren Einsatz zu Gunsten der Sicherheit der Schweiz. Im vergangenen Jahr durfte der Kanton Graubünden mehrfach bei der Bewältigung von Naturereignissen auf die Unterstützung der Armee zählen.

Als externer Referent konnte Prof. Dr. Martin Grosjean, Direktor des Oeschger Zentrums für Klimaforschung und Professor an der Universität Bern gewonnen werden. Er sprach über die klimabedingten Auswirkungen für den Einsatzraum der Ter Div 3. «Der Klimawandel wird uns über die nächsten Generationen beschäftigen, er geht nicht einfach wieder weg wie eine Grippe.» Die Temperaturen im Alpenraum steigen im globalen Vergleich stärker an. Dies führt zu Sommertrockenheit und im Winter im Gegenzug eine Zunahme von Starkniederschlag im südlichen Alpenraum. Dieser Effekt habe sich schon eingestellt, denn es bedürfe hierfür nur eines geringen Temperaturanstieges.