print preview

World Economic Forum (WEF)

Auch 2020 unterstützt die Armee die zivilen Behörden des Kantons Graubünden bei der Wahrnehmung der Sicherheitsaufgaben rund um das Jahrestreffen des World Economic Forums (WEF). Der Assistenzdienst von maximal 5000 Armeeangehörigen wurde vom Parlament für die Jahrestreffen des WEF 2019 bis 2021 bewilligt. 2020 dauert dieser vom 17. bis am 27. Januar.

Seite an Seite engagieren sich Polizei und Armee für die Sicherheit am WEF. Das Newsportal CUMINAIVEL begleitet sie.

Newsportal CUMINAIVEL

Die Armee schützt Infrastruktureinrichtungen (Verkehr, Strom- und Wasserversorgung), gewährleistet den Schutz des Luftraums und führt Überwachungsflüge und Lufttransporte durch. Im Weiteren unterstützt sie die zivilen Behörden in der Logistik, der Führungsunterstützung und im Rahmen des Koordinierten Sanitätsdienstes (KSD). Durch die Wahrnehmung ihres Auftrags entlastet die Armee die Polizei und ermöglicht es dieser, bei Bedarf ihre Mittel konzentriert einzusetzen.

Die Armee leistet keinen Ordnungsdienst, dieser ist Sache der Polizei. Im Rahmen ihres Auftrages können sich die Armeeangehörigen auf die «Verordnung über die Polizeibefugnisse der Armee» (VPA) abstützen.

Der Chef des Kommandos Operationen, Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, führt als Kommandant subsidiärer Sicherungseinsatz (KSE) den Einsatz der Armee. Die wichtigsten, dem KSE unterstellten Mittel und Organisationen für die Erfüllung des Auftrages sind:

  • Die Territorialdivision 3 (Ter Div 3),
  • die Luftwaffe (LW),
  • die Logistikbasis der Armee (LBA)
  • die Führungsunterstützungsbasis (FUB),
  • die Militärpolizei,
  • das Kompetenzzentrum ABC-KAMIR,
  • das Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee,
  • das Kommando Sonderkräfte,
  • der Armeestab,
  • und ausgewählte Mittel des Kommandos Ausbildung.

Die Führungsunterstützungsbasis (FUB) unterstützt während des WEF die Kommunikation zwischen allen Sicherheitskräften von Kantonspolizei und Armee. Dazu braucht es auch sichere, von zivilen Providern unabhängige Netze, wie das Führungsnetz Schweiz. Die Daten werden von Knoten zu Knoten verschlüsselt übermittelt. In dieses Netz eingebunden sind zivile Systeme aber auch die Systeme von Heer und Luftwaffe – beispielsweise das FLORAKO-Luftraumüberwachungsradar.

Die Netze werden im 24-Stunden-Betrieb überwacht. Die Überwachung findet zentral mit allen Partnern (Luftwaffe, Heer, Bereiche der FUB sowie externen Firmen) statt.

Die eingesetzte Truppe und die Polizei erhalten Material und Geräte zur Verfügung gestellt. Die Armee stellt der Kantonspolizei Graubünden zudem Gerätschaften wie Feuerlöscher, Funkgeräte, Zaunelemente, Schutzwesten und Fahrzeuge zur Benützung bereit. Ein Logistikbataillon ad hoc und weitere Elemente der Sanität und der Logistik unterstützen die Kantonspolizei Graubünden in den Bereichen Transport, Verkehrsregelung, Sanitätsdienst und bei Auf- und Abbauarbeiten.

Karte Restricted-Aera-WEF 2020
Während des World Economic Forums 2020 wird der Flugverkehr im Raum Davos eingeschränkt (GND bis FL195).

In einer Zone – Radius 25 nautische Meilen (ca. 46 km), mit Zentrum Davos – ist der Flugverkehr über schweizerischem, österreichischem, liechtensteinischem und italienischem Hoheitsgebiet vom 20. bis am 25. Januar 2020 eingeschränkt. So auch am Freitag, 17. Januar 2020 von 13.00 bis 17.00 Uhr (Trainingstag der Luftwaffe). An- und Abflüge zu den Regionalflugplätzen und Heliports richten sich nach besonderen Regeln und Verfahren, welche von der Luftwaffe in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ausgearbeitet wurden. Es darf nur auf den vorgegebenen Sichtflug-Routen geflogen werden. Alle diese Flüge sind bewilligungspflichtig. Die Akkreditierung der Piloten sowie der Luftfahrzeuge sind Voraussetzung für die Bewilligung.

Flüge ausserhalb der vorgegebenen Routen und Flüge nach Davos sind ebenfalls bewilligungspflichtig und werden nur vorgängig akkreditierten Piloten und Luftfahrzeugen bewilligt. Auch nach einer Akkreditierung ist für jeden Flug ein Gesuch an die Luftwaffe zu stellen, welche nach operationellen Bedürfnissen und Sicherheitserwägungen darüber entscheidet. Die genauen Vorgaben sind den offiziellen Publikationen zu entnehmen.

Zur Unterstützung der zivilen Behörden werden Lufttransporte und Überwachungsflüge mit Helikoptern, Propeller- und Kampfflugzeugen der Schweizer Luftwaffe durchgeführt. Es ist deshalb auch ausserhalb des Kantons Graubünden lokal mit einer Erhöhung der militärischen Flugbewegungen und des Lärms zu rechnen.

Die Luftfahrt besteht nicht nur aus Helikoptern oder Flächenflugzeugen. So sind ab dem 21. Januar 2019 auch die andern Luftraumbenutzer Beschränkungen unterworfen. Die Regelungen für Flüge mit Modellflugzeugen, Drohnen, Deltaseglern oder Gleitschirmen erlässt die Kantonspolizei des Kanton Graubünden.

Gültigkeitsdauer der Beschränkungen
Am Montag, 20. Januar 2020, von 0800 Uhr Lokalzeit
bis längstens Samstag, 25. Januar 2020, 1700 Uhr Lokalzeit.

Zivilpiloten finden diese Informationen auch beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), inklusive Publikationen und Formulare für eine Akkreditierung ► www.bazl.admin.ch/wef


Identifikation eines Flugzeuges durch die Luftwaffe – Standby 121,5  

Was muss ich als Pilot unternehmen, wenn neben mir plötzlich ein Militärflugzeug auftaucht? Wie muss ich mich verhalten? Was bedeutet es überhaupt und was will die Luftwaffe von mir? Jérôme «Geronimo» d'Hooghe, ehemaliger Chief of Air Defense Branch der Luftwaffe, erklärt in einem Video alles ausführlich.

Dokumente