UN Military Experts on Mission & Stabsoffiziere

Erfahren Sie hier mehr über die Einsatzmöglichkeiten als UN Military Expert on Mission oder als Stabsoffizier in einer UNO-Mission.  

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Schweizer Offiziere im Südsudan

Schweizer Militärbeobachter im Libanon

Im Jahr 1989 fasste der Bundesrat den Beschluss, friedensfördernde UNO-Missionen auch mit Militärbeobachtern zu unterstützen und schickte 1990 die ersten Schweizer Militärbeobachter (auch Blaumützen genannt) in den Einsatz. Wegen der zunehmenden Komplexität der Konflikte und somit auch der UNO-Missionen werden nicht nur Militärbeobachter, sondern auch Verbindungsoffiziere (diese zweo Funktionen werden unter dem Begriff «UN Military Expert on Mission» zusammengefasst) sowie Stabsoffiziere eingesetzt. Aktuell leisten 29 Schweizer als Militärbeobachter und Stabsoffiziere in folgenden Ländern einen friedensfördernden Einsatz: 13 Schweizer Offiziere im Nahen Osten, 4 in der Demokratischen Republik Kongo, 1 in Südsudan, 6 in Mali, 3 in Kaschmir und 2 in der Westsahara.

UN Military Experts on Mission sind unbewaffnet, müssen strikte unparteiisch sein und sind in internationalen Teams unterwegs. Es handelt sich ausnahmslos um speziell ausgebildete Offiziere in Uniform des jeweiligen Entsendestaates.

Stabsoffiziere sind in UNO-Missionen als militärische Fachpersonen in Hauptquartieren internationaler militärischer Stäbe oder in integrierten Militär-, Zivil-, oder Polizeistrukturen tätig und sind ebenfalls unbewaffnet.

Die älteren UNO-Missionen wie UNTSO (Naher Osten), UNMOGIP (Kaschmir) und MINURSO (Westsahara) haben ein klassisches Militärbeobachter-Mandat, weshalb die Schweizer Armee diese friedensfördernden Missionen ausschliesslich mit Militärbeobachtern unterstützt. Ein klassisches Militärbeobachter-Mandat umfasst hauptsächlich die Überwachung eines Waffenstillstandes, Implementierung von Friedensabkommen, Vermittlung zwischen den involvierten Parteien und Verhinderung von gefährlichen Ausweitungen von Konflikten. Militärbeobachter patrouillieren, beobachten, sprechen mit Akteuren auf beiden Seiten der Waffenstillstandslinie und rapportieren an das UNO-Hauptquartier in New York. Sie handeln als «Augen und Ohren» des UNO-Sicherheitsrates in New York.

Da die Konflikte zunehmend komplexer werden, werden auch die Mandate der unterschiedlichen UNO-Missionen stets umfassender und komplexer. Die UNO überwacht nicht mehr nur einen Waffenstillstand, sondern setzt sich zusammen mit zivilen Hilfsorganisationen für den Wiederaufbau von staatlichen Strukturen und für die Demokratisierung ein. Für diese Aufgabe werden nicht nur Militärbeobachter sondern noch weiteres militärisches Personal benötigt. Deshalb unterstützt die Schweizer Armee die Missionen MONUSCO (Demokratische Republik Kongo), UNMISS (Südsudan) und MINUSMA (Mali) auch mit Stabsoffizieren.

Die Schweizer Offiziere werden in allen Missionen von den verschiedenen Parteien besonders anerkannt, weil die Schweiz neutral ist und keine koloniale Vergangenheit hat.

Im Jahr 1988 erhielten die Friedenstruppen der UNO den Friedensnobelpreis. Im selben Jahr beschloss der Bundesrat, die Schweizer Beteiligung an friedenserhaltenden und friedensfördernden Operationen der UNO aufzubauen. Zuvor hatte die Schweiz lediglich einzelne UNO-Missionen finanziell unterstützt.