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Rekordzeiten an der Patrouille des Glaciers 2018

Rund 4800 Personen, aufgeteilt auf zwei Renntage, haben an der diesjährigen Patrouille des Glaciers von Zermatt oder Arolla nach Verbier teilgenommen. Am zweiten Renntag sind die Streckenrekorde der Männer und Frauen gefallen. Die Schweizer Armee organisiert den hochalpinen Grossanlass.

19.04.2018 | Kommunikation Verteidigung

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Ein grosser Teil des Rennens findet in der Nacht statt.

In der ersten von zwei Rennnächten der diesjährigen Patrouille des Glaciers (PdG) sind am 17. April rund 720 Dreierteams in Zermatt (53 Kilometer Streckenlänge, 4000 Höhenmeter Aufstieg) oder Arolla (26 Kilometer, 1900 Höhenmeter) auf die Strecke gegangen. Am zweiten Rennen in der Nacht auf Samstag nahmen rund 870 Patrouillen teil. Das italienische Team mit Robert Antonioli, Matteo Eydallin und Michel Boscacci kam dabei nicht nur als schnellstes am Ziel an, es schlug auch den Streckenrekord aus dem Jahr 2010, um rund eine Viertelstunde. Die Italiener brauchten für die anspruchsvolle Strecke 5:35:27 Std. Auch bei den Frauen fiel der Streckenrekord: Jennifer Fiechter (CH), Axelle Mollaret und Laetita Roux (beide FRA) waren rund zwölf Minuten schneller als der bisherige Bestwert.  Das schnellste Trio in der Kategorie Swiss Military war das Team von Wachtmeister Yves Berthoud und den Soldaten Guillaume Clavien und Benoît Mottier, das die Langstrecke in acht Stunden absolvierte.

Durchführung wäre ohne die Armee unmöglich 

Die diesjährige, 21. Patrouille des Glaciers war von aussergewöhnlichen Schnee- und Wetterverhältnissen sowie hohen Temperaturen an den Renntagen selbst geprägt. Die Vorbereitungen hatten mehrere Wochen gedauert und forderten die eingesetzten Truppen sehr stark. «Nur dank einem unermüdlichen und motivierten Einsatz der militärischen und zivilen Helfer konnten wir den Plan einhalten», wie der Kommandant PdG, Oberst Max Contesse, vor den Medien sagte. «Die Sicherheit ist das wichtigste», betonte Contesse weiter. Und damit war die Sicherheit sowohl der Teilnehmer wie auch der insgesamt 2000 Armeeangehörigen gemeint, welche an verschiedenen Standorten im Wallis und mit unterschiedlichen Funktionen die Durchführung der Patrouille des Glaciers erst ermöglicht haben.

Eine besonders grosse Rolle spielten die Lufttransporte vom Stützpunkt Satarma bei Arolla aus. Drei Superpumas und vier EC-635-Helikopter flogen während fast vier Wochen jeden Tag das militärische Personal ein und bestückten die Posten. Anschliessend flogen sie Tonnen für Tonnen Material auf die vielen kleineren und grösseren Standorte. Die Vorbereitungen seien nicht einfach gewesen. «Das Wetter ist halt, wie es ist. Doch unsere Helikopterpiloten sind auch für schwierige Bedingungen ausgebildet und kommen damit klar», sagte Oberstleutnant Patrick Voutaz, Kommandant der temporären Helikopterbasis.

Die Aufbauarbeiten konnten schliesslich rechtzeitig abgeschlossen werden. Beide Rennen fanden auf einer gut präparierten Strecke bei guten Wetterbedingungen statt. Die Läufer zeigten sich zufrieden mit den idealen Bedingungen und bedankten sich bei den Organisatoren.