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Erfolgreicher Soldateneinsatz im Spital Bülach

30 Soldaten des Spitalbataillons 66 unterstützten während des jährlichen Wiederholungskurses vom 22. bis zum 30. März 2019 die Abteilungen des Spitals Bülach. Alle Beteiligten sind vom Trainingseinsatz hoch erfreut und blicken auf neun gelungene und intensive Tage zurück.

03.04.2019 | Kommunikation Spital Bülach, Urs Kilchenmann

CEO Rolf Gilgen und Oberstleutnant Emerson Ramoni blicken auf neun gelungene und intensive Tage zurück
CEO Rolf Gilgen und Oberstleutnant Emerson Ramoni blicken auf neun gelungene und intensive Tage zurück.

Es ist wichtig, dass sowohl die Armee als auch die Spitäler die Einsatzmöglichkeiten eines Spitalbataillons genau kennen

 

Wenn ein Spital – im Krisenfall – überlastet ist, kann ein Spitalbataillon wichtige Unterstützung bieten. Die Spitalsoldaten können einfache pflegerische Aufgaben in einem Spital übernehmen, somit bleibt den zivilen Fachpersonen mehr Zeit für komplexere Aufgaben. Seit 2016 trainieren die Bataillone regelmässig in zivilen Institutionen, um die Abläufe kennen zu lernen und somit im Ernstfall gerüstet zu sein. «Es ist wichtig, dass sowohl die Armee als auch die Spitäler die Einsatzmöglichkeiten eines Spitalbataillons genau kennen. Im Spital Bülach wurden wir herzlich empfangen und jeder Soldat professionell in seinem Tätigkeitsgebiet eingeführt. Ich blicke auf einen hervorragenden Trainingseinsatz zurück», sagt Oberstleutnant im Generalstab Emerson Ramoni.

Universell einsetzbar und eine Entlastung

Die Soldaten leisteten im Spital Bülach – auf der Notfallstation, der Pflegestation für Innere Medizin und Chirurgie, Intensivpflegestation, Apotheke, Reinigung, Küche und in der Abteilung Infrastruktur & Bau – einen erstklassigen Einsatz. «Obschon es nur ein kurzes Training war, konnten wir von den Spitalsoldaten profitieren. Sie waren rasch einsatzbereit und übernahmen einfache Aufgaben wie Vitalzeichenkontrolle, Körperpflege, Reinigung und Transporte problemlos. Dadurch hatten wir mehr Zeit für komplexere Tätigkeiten», betont Florentina Gelb, Pflegestationsleiterin auf der Abteilung Chirurgie.

Eine neue Berufung gefunden

Soldat Lukas Loosli ist im zivilen Leben kaufmännischer Angestellter. «Der Einsatz bot mir einen spannenden Einblick in den Spitalalltag und die Möglichkeit, Erfahrungen für meine berufliche Neuorientierung zu sammeln», schildert Loosli. Nun strebt er eine Ausbildung zum Fachangestellten Gesundheit an. Sein Berufsziel ist es, auf einer Notfallstation oder im Rettungsdienst zu arbeiten.

Frischer Wind im Spitalalltag

Für CEO Rolf Gilgen war der Einsatz der Soldaten ein voller Erfolg: «Die Soldaten brachten einen frischen Wind ins Spital und Abwechslung für die Patienten. Sie versprühten Heiterkeit und waren motiviert, tatkräftig mitzuwirken und eine echte Entlastung.» Trotz des grossen Aufwands im Vorfeld seien die Soldaten jederzeit wieder im Spital Bülach willkommen: «Solche Trainings sind wichtig für unser Milizsystem, damit wir bei einer Katastrophe gut vorbereitet sind und wissen, was wir erwarten können. Ich bedanke mich bei den Soldaten für den wertvollen Einsatz im Spital. Schön, dass sie hier waren», sagt Rolf Gilgen.

Über das Spital Bülach

Im Zürcher Unterland stellt das Spital Bülach mit 200 Betten und rund 1‘200 Mitarbeitenden eine erstklassige medizinische Versorgung für 180‛000 Menschen sicher. Die Kliniken Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin, Gynäkologie & Geburtshilfe, Neonatologie, Kinder & Jugendmedizin sowie die Institute Radiologie und Anästhesiologie bieten vielfältige stationäre und ambulante Leistungen an.

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