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Zukunftstag: Das Armeelogistikcenter… mehr als nur ein Ort

Wieder einmal war es ein neunter November und 24 Töchter und Söhne sowie verwandte Kinder begleiteten ihre Eltern oder Paten an einem Zukunftstag 2017 ins Armeelogistikcenter Thun.

09.11.2017 | Alessia Fumasoli (13), Kommunikation LBA*

Die Autorin, Alessia Fumasoli, und Emilia mit ihrem Vater Reto Bärtschi spritzen in der Karosserie-Werkstatt ein Bild.
Alessia Fumasoli und Emilia mit ihrem Vater Reto Bärtschi spritzen in der Karosserie-Werkstatt ein Bild.

Der Morgen begann für mich schon so früh, dass ich noch fast im Dunkeln tappte. Als ich im erwärmten Hauptgebäude im Schwäbis in Thun ankam, um mit den 23 anderen Kindern einen kurzen Vortrag von Werner Gisler, dem Chef des Armeelogistikcenters, anzuhören, war die Überraschung gross, als ich dort Bekannte von mir antraf. Die Rede ist von Emilia Bärtschi (11), die ihren Zukunftstag bei ihrem Vater, Reto Bärtschi, genoss. Dieser ist Chef der Radfahrzeuge. Also änderte sich das Programm für mich und ich durfte auch dort ein wenig reinschnuppern. Von Werkstätten bis zur Karosserie, in der ich mit meinen eigenen Händen etwas spritzen durfte. Es handelte sich um ein Stück Metall, das wir mit Autolack zu einem Kunstwerk gestalteten. Das gefiel mir natürlich sehr.

Die Panzerhalle war schon von weitem extrem faszinierend. Als ich dann dort mit Joschka Bieri (12) seinem Götti, Bruno Dick, zuhörte, konnte ich mich einfach nicht satt sehen! In einer kleinen, separaten Halle, stand der Motor eines Schützenpanzers 2000. Dieser Panzer ist einer dieser riesigen, starken, schützenden und eindrucksvollen Transport-, Schutz- und Kampfmittel. Dieser leistungsstarke Motor wurde untersucht, weil er starke Ölverluste verursachte. Das durfte ich hautnah miterleben! Über ein Laptop konnte dieser aus dem Stillstand in die Höchstgeschwindigkeit angesteuert werden, um so die Problemstelle ausfindig zu machen.  

Auch die Schlosserei wurde von mir besucht. Schlosser wechseln aber nicht einfach Schlösser aus sondern übernehmen alle anfallenden Arbeiten, die mit Metall zu tun haben. Daniel Stettler nahm seine Tochter Alina (13) an seinen Arbeitsplatz mit. Sie putzen und schleiften die selbstgemachten Metallkasten für ein Eagle Aufklärungsfahrzeug und brachten die Behälter anschliessend in die Malerei. Alina besuchte ihren Vater nicht zum ersten Mal. Das liegt daran, dass es ihr in der Schlosserei so gut gefällt. Das Znüni am Stammtisch der Schlosser war geeignet, um mehr über diese Werkstatt in Erfahrung zu bringen, unteranderem über deren Lehrlinge. In der Cafeteria trafen um neun Uhr viele Handwerker und Handwerkerinnen ein, um sich mit Speis und Trank zu verwöhnen und so füllte sich der Pausenraum mit Gesprächen. 

Im Grossen und Ganzen konnte ich an diesem Schnuppertag viele verschiedenen Berufe kennen lernen, mit völlig unterschiedlichen Facetten. Hinter jeder Türe eröffnete sich eine neue Welt, teilweise wie ein Überraschungspaket, weil Du nie weisst, was Dich als Nächstes erwartet. Nun kann ich sagen: Dieser unerwartete Tag hat mir sehr gefallen!

*Alessia Fumasoli (13)

16-Alessia_Portrait

aus Lyss, begleitet die Kommunikation LBA im Rahmen eines Schnuppertages als Reporterin und ist die Texterin dieses Beitrages.