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Roundtable PC-21 - Informationsvermittlung zur Verständnisförderung

Am 14. November 2019 lud der Kommandant Luftwaffe zum alljährlichen Roundtable PC-21 ein, der dieses Jahr in der Kaserne Walenstadt stattfand. Ziel der Veranstaltung, die geschätzt und rege genutzt wird: Informationsweitergabe, Verständnisförderung, Diskussionsmöglichkeit, Meinungsaustausch.

12.12.2019 | Kommunikation Verteidigung, Saskia Graber

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Der Kommandant Luftwaffe richtet sein Wort an die Anwesenden. (Foto: VBS)

Welche Massnahmen unternimmt die Luftwaffe zur Verminderung von Fluglärm in ihren Trai-ningsräumen? Um diese Frage dreht sich die jährlich stattfindende Veranstaltung mit dem Titel Roundtable PC-21. Alternierend in jeweils einem der drei Trainingsräume (Jura, Hohgant und Speer) bietet die Luftwaffe politischen Vertretenden aus ebendiesen Räumen eine Plattform zur Informationsvermittlung.

Ziel: Verminderung von Fluglärm

In den letzten Jahren hat die Belegungsdauer über alle Trainingsräume hinweg kontinuierlich abgenommen. Dies aufgrund einer Reduktion der Anzahl auszubildender Piloten. Die Luftwaffe bemüht sich, aktiv zu einer Verminderung des Fluglärms beizutragen. Oberst i Gst Markus Thöni, Kommandant Piloten Schule Luftwaffe 85, erläutert: «Wir benutzen die Trainingsräume nur, wenn wir müssen, und versuchen, auf eine gleichmässige Verteilung zu achten, auch innerhalb der einzelnen Räume.» Zudem werden unter anderem die Flugbetriebszeiten berücksichtigt – keine Flüge über Mittag, am Abend, an Wochenenden und Feiertagen – und im Sommer während sechs Wochen keine Trainingsflüge durchgeführt.

Auch Ausbildungsmodule im Ausland, beispielsweise in Frankreich, entlasten die Schweizer Trainingsräume. Sie erlauben den Pilotenschülerinnen und -schülern zudem, ihren fliegerischen Horizont zu erweitern. Gänzlich auf Trainingsflüge im Schweizer Luftraum zu verzichten, ist allerdings nicht möglich. Die angehenden Militärpilotinnen und -piloten müssen lernen, in ihrem Einsatzraum zu operieren.

Plattform zum Meinungsaustausch

Fluglärm ist – wenn auch zwecks Ausbildung notwendig – nicht angenehm. Umso wichtiger ist es, dass eine gemeinsame Plattform für einen Meinungsaustausch und transparente Informationsübermittlung vorhanden ist. Die abschliessende Diskussion im Plenum gab allen Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Anliegen und Anregungen einzubringen. Dass dies geschätzt wird, zeigte stellvertretend für alle die Rückmeldung von Angelo Umberg, Gemeindepräsident von Walenstadt, der dem Kommandanten Luftwaffe seinen Dank aussprach und anfügte: «Das Angebot wird sehr geschätzt. Seit dem letzten Roundtable in Payerne gab es übrigens keine Lärmreklamation in Walenstadt.»